UdH# 104: Betze vs BTSV

104coverGude Betzefans! Vier Punkte aus den ersten beiden Saisonspielen und die zweite Runde im Pokal erreicht. So oder so ähnlich lassen sich die ersten drei Pflichtspiele der Roten Teufel zusammenfassen, ehe es heute gegen den Bundesliga-Absteiger aus Braunschweig geht. Gleich die erste Partie der neuen Saison, gegen die Löwen aus München, beinhaltete alles, was man sich unter "Betze" vorstellt. 3:2 Sieg nach 0:2 Pausenrückstand in Unterzahl und eine Atmosphäre unter Fluchtlicht, welche einfach nur gewaltig und atemberaubend gewesen ist. So muss das sein! Das erstmals wirkende Stimmungszentrum in den unteren Blöcken der Westkurve hat funktioniert. Auch wenn sicherlich noch nicht alles so geklappt hat, wie man sich das anfangs vorgestellt hat, sind wir auf einem guten Weg. Wir hoffen, dass Ihr uns auch weiterhin auf diesem Weg unterstützt und wir alle gemeinsam die Bastion Betzenberg zukünftig wieder aufleben lassen können! Nach dem grandiosen Heimsieg gegen die Münchner Löwen gibt es jedoch sportlich weniger erfolgreich weiter. Das 1:1 in Sandhausen fühlte sich eher nach einer Niederlage als nach einem Punktgewinn an. Auch wenn der gut aufgelegte Gästemob das Auswärtsspiel zu einem Heimspiel machte, blieb unserem 1. FC Kaiserslautern e.V. auch in diesem Jahr ein Sieg in Sandhausen verwehrt. Von beiden Spielen (dem Spiel gegen München als auch gegen Sandhausen) findet ihr in dieser Ausgabe jeweils einen Bericht aus Sicht der Gegner, in dem das Spiel und die Stimmung nochmals Erwähnung finden. 6.000 Lautrer feierten sodann in Wiesbaden den Sieg und den damit verbundenen Einzug in die zweite Pokalrunde. Die schlechte Leistung während den 120 Minuten wurde durch souverän verwandelte Elfmeter unserer Roten Teufel ausgeblendet. „Ä Rund weider un gud is“ - darum geht es ja bekanntlich in der ersten Pokalrunde! Die 104. Ausgabe unseres Kurvenflyers beinhaltet derweil neben vielen informativen Berichten aus den Kurven und Fanszenen der Welt auch einige interessante Texte, die mit Freude und Spaß zu lesen sind. Unter andrem führten wir ein Interview mit dem Lokal-Rapper „Juses“, der uns Frage und Antwort zu seiner aktuellen EP stand. Ebenso interessant ist der Hoppingbericht aus Schweden, welcher uns einen Blick in den schwedischen Fußball und deren Fanszene bereitstellt. An dieser Stelle möchten wir Euch auch nochmals darauf hinweisen, wie Ihr die Möglichkeit habt, mit uns in Kontakt zu treten. Nutzt die Chance und sendet uns Eure Texte, Berichte oder Euer Feedback einfach an udh@frenetic-youth.de. Natürlich könnt Ihr uns auch jederzeit im Stadion anquatschen! Gut aufgestellt ist derweil auch unser Infostand. Es erwarten euch weiterhin die neuen Aufklebermotive sowie die erst kürzlich komplett überarbeitete Buttons-Auflage. Aber auch die aktuellen Fanzines, sowie das übliche andere Repertoire sind an unserem Stand vor der Westkurve zu erwerben. Schaut also vorbei – Es lohnt sich! Genug der einleitenden Worte. Gebt heute alles. Für unseren 1. FC Kaiserslautern e.V., für die Kurve, für das Team und für die Stadt! 90 Minuten Fußball „uffem Betze“ – was gibt’s Geileres?! Also, Feuer frei!   Hier geht es zur kompletten Ausgabe 104!

Juses – EP “Sogenannter Fußballfan”

Am 24.08.2014 veröffentlicht Juses seine erste EP „Sogenannter Fußballfan“. Was euch erwartet hat die Unter die Haut Redaktion vorab für euch herausgefunden. Ab dem Heimspiel gegen Braunschweig habt ihr die Möglichkeit die EP "Sogenannter Fußballfan" für 5€ an unserem Infostand vor der Westkurve zu erwerben. Greift zu und unterstützt die Subkultur in Lautern.

Alle im Trikot nach Sandhausen!

2014-08-06-mottofahrt-sandhausen Zum ersten Auswärtsspiel der Saison in Sandhausen (Sonntag, 10. August, 15.30 Uhr), werden zwei Entlastungszüge durch die Deutsche Bahn eingesetzt, die hintereinander fahren und direkt in St.Ilgen-Sandhausen halten werden. Außerdem fahren zahlreiche S-Bahnen und Regionalbahnen mit erhöhter Kapazität. Eintrittskarten für Heimspiele des SV Sandhausen gelten im Gebiet des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar (VRN) gleichzeitig als Fahrkarte für die Hin- und Rückfahrt. Die Fahrtzeiten gestalten sich wie folgt: Hinfahrt Zug 1: Kaiserslautern Hbf    ab    12:24    Uhr St.Ilgen/Sandhausen    an    13:35    Uhr Hinfahrt Zug 2: Kaiserslautern Hbf    ab    12:29    Uhr St.Ilgen/Sandhausen    an    13:43    Uhr Ab Bahnhof St.Ilgen/Sandhausen besteht ein Bus-Shuttle zum Hardtwaldstadion Rückfahrt Zug 1: St.Ilgen/Sandhausen    ab 18:47 Uhr Kaiserslautern Hbf    an 20:09 Uhr Rückfahrt Zug 2: St.Ilgen/Sandhausen    ab 18:53 Uhr Kaiserslautern Hbf    an 20:13 Uhr

UdH# 103: Betze vs 1860

103coverNach einer ereignisreichen Sommerpause starten wir in die neue Zweitligaspielzeit. Das UdH# 103 bringt euch auf den aktuellen Stand der Dinge.  Als Vorgeschmack gibt es an dieser Stelle die einleitenden Worte zum "Hier und Jetzt" und das FK Mobi Video zur Saison 2014/ 15. Lasst die Spiele beginnen! Alles auf Anfang!
Nach einer nicht ganz fußballfreien Sommerpause, freuen wir uns, euch endlich wieder im Fritz-Walter-Stadion begrüßen zu dürfen. Auch wenn der ein oder andere unter euch immer noch von der sportlich sehr erfolgreichen Fußballweltmeisterschaft träumen mag, heißt es spätestens ab jetzt wieder Vollgas geben uff’m Betze! Nach der unter dem Strich schlechten Vorsaison mit der leichtfertig verspielten Chance auf den Aufstieg hat der Verein die Ziele für die nun beginnende Zweitligasaison deutlich runtergeschraubt. Ob dies eine realistische Einschätzung ist, oder eher dem Schutz der eigenen Mannschaft dienen soll, zeigt die Zukunft. Konkret wurde sogar überhaupt kein „Ziel“ ausgegeben; ein Umstand, der im Profifußball zugegebenermaßen eher selten vorkommt, vermutlich aber verdeutlichen soll, dass der neu eingeschlagene Weg wohl auch eine kleine Wundertüte ist. Besonders erfreulich ist dabei die Tatsache, dass neben den Sommertransfers einige junge Eigengewächse der FCK-Jugendmannschaften die Chance bekommen und sich im Profikader beweisen können. Der heutige Gegner zum Saisonauftakt, der TSV 1860 München, verspricht zudem traditionell ein sportlich interessantes Duell. Womöglich ist das Team der Löwen sogar der erste richtige Gradmesser für unsere neu zusammengestellte, junge Mannschaft. Nach vielen ertraglosen Jahren in Liga 2 befindet sich nämlich auch der TSV 1860 langsam aber sicher wieder auf dem Weg nach oben; jedenfalls lässt sich das aus neutraler Sicht zumindest erahnen. Doch kommen wir nun zur ersten Ausgabe der Saison 2014/15: die Zeit zur Recherche wurde intensiv genutzt und somit können wir euch eine umfangreiche Ausgabe präsentieren, welche viele interessante Themengebiete beinhaltet. Neben den fast schon traditionellen Rückblicken auf die Sommerpause, werfen wir aus verschiedenen Sichtweisen einen Blick auf die kommende Spielzeit und wie gewohnt versorgen euch die „Short News“ über die aktuell relevanten Fanthemen in anderen Ländern, Städten und Vereinen. Gleich zu Saisonbeginn also ein Montagsspiel; welch eine Überraschung! Dass wir Fans uns weiterhin nicht mit den fanunfreundlichen Anstoßzeiten anfreunden werden, ist ganz klar. In dieser Ausgabe findet ihr deshalb u. A. eine Stellungnahme vom Bündnis ProFans, welches sich zum Ziel gesetzt hat, in der neuen Saison den Fokus wieder verstärkt auf fangerechte Anstoßzeiten zu legen. Doch nun genug der warmen Worte; lasst uns gemeinsam zum bestmöglichen Saisonauftakt beitragen und unsere Mannschaft zum ersten Sieg der neuen Spielzeit schreien. Jetzt zählen nur noch der 1. FC Kaiserslautern e.V., die Westkurve und ein gemeinsames, lautstarkes Auftreten. Auf eine geile und (hoffentlich) erfolgreiche Saison!
 

Umzug des Stimmungszentrum Westkurve

Liebe Betze-Gänger,

unter dem Motto „Zurück zum Heimvorteil!“ startete zu Beginn der Saison das Stimmungszentrum in den 2er Blöcken. Die einzelnen Stimmungspulks unserer Westkurve sollten zusammenrücken und zu einem großen Mitmach-Zentrum verschmelzen, das dauerhaft die komplette Kurve animiert in Gesänge und Schlachtrufe einzustimmen. An dieser Stelle möchten wir allen FCK-Fans danken, die zur Umsetzung – ob aktiv oder passiv – beigetragen haben!

Wie es von unserer Vereinsführung erwartet wird, haben auch wir „aktiven Fans“ uns in den letzten Wochen und Monaten kontrovers und (selbst-) kritisch mit dem Status Quo auseinandergesetzt und die Dinge auf den Prüfstand gestellt. Im Ergebnis müssen wir beim aktuellen Ansatz des Stimmungszentrums verschiedene limitierende Faktoren feststellen, die einer positiven Entwicklung im Wege stehen. Als Faktoren sehen wir die dezentrale Stimmung, da viele supportfreudige Fans in den x.1er Blöcken "verloren" waren und man selbst doch noch zu weit auseinander gestanden hat, aber auch die Enge in den x.2er Blöcken hat sich negativ auf die Stimmung ausgewirkt. Ein Wachstum des Stimmungszentrums war so kaum möglich. Aus diesem Grund sehen wir das Projekt in seiner bisherigen Form als gescheitert. An der Idee jedoch halten wir fest.
Auch angesichts der sportlichen Perspektive, der negativen Entwicklung von Zuschauerzahlen und der sich dadurch auftuenden Lücken, muss die Westkurve zusammenstehen. Wir möchten die Situation als Chance begreifen und zur Saison 2014/15 mit allen bis dato in den 2er Blöcken beheimateten Fangruppen einen neuen Standort schaffen, indem wir uns zentral hinter dem Tor positionieren. Hier im „alten Teil“ der Westkurve soll nicht länger über die gesamte Breite, sondern kompakt zusammen gestanden und gesungen werden! In diesem Neuanfang sehen wir eine konsequente(re) Umsetzung der Idee Stimmungszentrum Westkurve.

Am Stadionfest [26.07.2014] wollen wir euch den Umzug im Rahmen einer Stimmungsdiskussion nochmals näher erläutern und stellen uns euren Fragen und eventueller Kritik.

Wir hoffen auf euer Verständnis und bitten euch: Schließt euch an, geht den Weg mit!
Wir freuen uns auf die Zukunft! Zurück zum Heimvorteil!

Generation Luzifer 1998
Pfalz Inferno
Frenetic Youth

WasK geht in die sechste Runde

Unser Projekt „Wir alle sind K-Town“ geht am Samstag, den 14.06.2014 in die sechste Runde. Nachdem die ersten Veranstaltungen vermehrt von Szeneleuten besucht wurden, war bei Vol. 5 eine größere Diversität des Publikums erkennbar. Es mischten sich zahlreiche Studenten und Vertreter anderer Lautrer Subkulturen unter die anwesenden FCK-Anhänger. Auf diese Entwicklung sind wir stolz und wir möchten daran anknüpfen. Kommt am Samstag um 21:00 Uhr in den Kramladen und feiert mit uns: Für eine lebendige und vielfältige Jugendkultur! Wir alle sind K-Town!

„Glory, Fellowship, Community“

(Ulle, B.B. 97/06) „Ich bin ein Lokalpatriot“. Mit diesen Worten begrüßt mich Cameron mit breitem Grinsen in der Elysian Brewery, einem geräumigen Pub in Capitol Hill, dem wohl angesagtesten Stadtteil Seattles. Obwohl er es in seiner letzten SMS angekündigt hatte, überrascht es mich doch ein wenig, dass mir der 1979 geborene, stämmige und mit trendsicherer Frisur auftretende Ultra der Seattle Sounders in einem Originaltrikot des FC Chelsea gegenübersitzt. Ich bohre etwas nach und erfahre, dass die Männer in seiner Familie schon vor ihm Anhänger der Mannschaft von der Stamford Bridge in London gewesen seien. Man suche es sich halt nicht aus. Richtig, denke ich. Wir bestellen lokales Bier, er ordert ein veganes Sandwich und überreicht mir ein kleines Geschenk – den neuesten Schal seiner Gruppe. 2_AuswahlCameron ist führendes Mitglied des Gorilla FC (GFC), eines „Seattle Sounders FC Supporters Collective“, einer aktiven Fangruppierung also des seit 2009 in der amerikanischen Profiliga MLS spielenden Fußballclubs aus der Stadt des Grunge, des Regens und des Kaffees in der nordwestlichsten Ecke der Vereinigten Staaten. Nachdem seine Fußballbegeisterung 1994 durch die in den USA stattfindende Weltmeisterschaft geweckt worden war, besuchte Cameron um 2004 herum zum ersten Mal ein Spiel der damals noch unterklassig kickenden Sounders. Seattle schlug Kansas City nach Elfmeterschießen und hatte einen Fan mehr. Nach der Umstrukturierung der Sounders in ein MLS-Team 2007 und mit Beginn der ersten Profisaison des Clubs in der MLS, gründete eine kleine ca. 15-köpfige Gruppe den GFC. Ziel war es, die Mannschaft in der Profiliga aktiv zu unterstützen. Die Truppe hatte sich vorher bei regelmäßigen Freizeitkicks kennengelernt und ihre Mitglieder definierten sich von Anfang an nicht nur als reine Fußballfans, sondern auch als politisch links denkende und auftretende Gruppe. Man folgte dabei ausdrücklich dem Beispiel der Ultras St. Pauli, nachdem ein Mitglied von einer Reise nach Hamburg zurückgekehrt war. Die Prinzipien des GFC waren schnell formuliert: Community (=Gemeinschaft), Fellowship (=Kameradschaft, Mitgliedschaft), Glory (=Ehre). Angesprochen auf diese recht altertümlich anmutenden Grundsätze der Gruppe, führt Cameron aus, dass sich alle drei vor allem auf Verein, Stadt und Region beziehen und gerade heute weiterhin relevant seien. „Gemeinschaft“ umschreibe das Ziel der Anhänger, hilfebedürftige und ohne eigenes Verschulden in Not geratene Menschen zu unterstützen. Es sei schon mehrfach gelungen durch eigens organisierte Spendenaufrufe und entsprechende Aktionen Gelder zu sammeln, die dann wohltätigen Zwecken in Seattle zugeführt werden konnten. Es ginge nicht nur um Fußball und die Gruppe allein, sondern auch darum der Region, aus der man stamme, etwas zurückzugeben; nicht nur darum, auf soziale Missstände aufmerksam zu machen, sondern sie auch aktiv zu bekämpfen. Dementsprechend positioniert sich der GFC als klar antirassistische, antisexistische und antihomophobe Gruppe, die bspw. mit eigenen, bunten Fahnen bei „Pride“-Märschen durch Seattle mitläuft und im Stadion, als der Antifa nahestehendes Kollektiv, durch antifaschistische Spruchbanner und ähnliches auf sich aufmerksam macht. Zwar sei Seattle eine „ziemlich weiße Stadt“, was jedoch nicht verhindern würde, dass sich in den Reihen des GFC Mitglieder mit Migrationshintergrund finden. Man habe u.a. Mitstreiter aus Chile, Australien und Israel und pflege gute Kontakte zu einer politisch identisch ausgerichteten lateinamerikanischen Untergruppe einer weiteren, größeren Fangruppierung (der ECS; siehe unten). Auch Frauen sind in der Gruppe zahlreich vertreten und zeigen im eigenen Stadionblock in den vordersten Reihen stark Präsenz. Des Weiteren, fügt Cameron hinzu, pflegten die Mitglieder des GFC sehr gemeinschaftliche Kontakte nicht nur untereinander und mit Menschen aus ihrer Region, sondern ebenfalls mit den Profis der Sounders. Insbesondere über Dienste wie Twitter halten die Mitglieder Kontakt mit den Spielern und laden sie zu gemeinsamen Abenden und Preisverleihungen („Gorilla FC - Spieler der Saison“) in ihre Bar ein. „Fellowship“, so Cameron, bezieht sich allein darauf, gemeinsam alles für das Team zu geben („It’s all about the team“.). Aber was hat es mit der Ehre auf sich? Hier muss Cameron lachen: „Nun ja, letzten Endes geht es ja doch primär darum jedes Spiel zu gewinnen“. Wer siegt, häuft Ehre an. Und Siege bereiten nun einmal mehr Spaß als Niederlagen. Ganz einfach. Er fasst die GFC-Philosophie folgendermaßen zusammen: „It’s all about having fun, supporting our team, and supporting our community“. Wie in den meisten deutschen Fanszenen auch, stellt der GFC nur eine Gruppe neben vielen größeren und kleineren Fanclubs ein und desselben Vereins dar. Die mit Abstand größte, im Stadion sichtbarste und wohl auch einflussreichste „Supporter-Gruppe“ sind die Emerald City Supporters (ECS), ein schon 2005 ins Leben gerufenes Kollektiv mit mittlerweile gut 3700 Mitgliedern. Während jedoch beim GFC weltanschauliche Inhalte betont werden und Voraussetzung für das Mitmachen und die Identität der Gruppe sind, betonen die ECS eher die Spielbezogenheit ihrer Aktivitäten, obwohl auch sie vom Rufen rassistischer, sexistischer oder Minderheiten diskriminierender Inhalte in ihrer Kurve abraten. Ich hake bei Cameron nach, inwiefern es auch zu Spannungen zwischen den Gruppen kommen kann und bekomme als Antwort, dass es durchaus Probleme gäbe, gerade mit den ECS. Letztere betonten häufig, so Cameron, dass sie die Spendenaktionen des GFC als nicht wirklich zum Fußball dazugehörig in Frage stellen würden. Hier wird mein Gesprächspartner schnell politisch: Die ECS wären halt nur Seattle-typisch „durchschnittlich mitte-links“, während der GFC idealistischer eingestellt sei. Man toleriere sich zwar gegenseitig, stehe aber im Stadion in getrennten Blöcken und mache jeweils sein eigenes Ding. Wir bleiben beim Thema Fangruppen und deren Beziehungen zueinander. Auch in den USA existieren auf Fanclubebene vereinzelt Freundschaften, aber vor allem regionale Rivalitäten. Als Seattles ärgste Widersacher nennt Cameron wie aus der Kanone geschossen die Fans der nordamerikanischen Westküsten-Teams aus Vancouver, Portland und San Jose. Im Umfeld eines Spiels wäre einer Fangruppe der Earthquake aus San Jose durch einen Sounders-Ultra sogar schon einmal ein Gruppenbanner gezogen worden, berichtet Cameron. Allerdings sei dies eine spontane Ausnahme gewesen. Ich frage ob Gewalt ein Faktor bei den US-Fußballfans wäre und Cameron führt aus, dass Gewalt im US-Fußball so gut wie gar keine Rolle spiele. „Ich habe noch nie etwas von Massenausschreitungen bei oder im Zusammenhang mit US-Ligaspielen gehört“, so Cameron. Allerdings sei die MLS mehr und mehr besorgt über die Unberechenbarkeit der immer weiter Zulauf erhaltenden Fangruppen, welche gerade zu Derbys in größeren Scharen anreisen. Bei einem Auswärtsspiel der Sounders in Portland wären nun plötzlich wesentlich mehr Polizeikräfte vor Ort, berichtet Cameron, und die Fans sähen sich verstärkt gängelnden Maßnahmen ausgesetzt. So müssten beispielsweise Gästefans aus Seattle zwei Stunden vor Anpfiff in ihrem Block im Stadion Portlands sein. Dabei distanziere man sich, gerade auch als aktive Fans in offiziellen Statements und auch informell innerhalb der Gruppen von jeglicher Form der verbalen und physischen Gewalt. Also keine Hooligans in den USA? Cameron zögert kurz mit der Antwort, um dann auf ein Gerücht zu verweisen, das besagt, dass es eine geheime ECS-Hooligangruppierung geben soll. Ansonsten basierten die Rivalitäten, auch die besonders intensiv gepflegte mit den Timbers aus Portland, prinzipiell auf „großen Tönen“ und weniger „auf Taten“. Letzten Endes müsse man auch mit den sportlichen Rivalen aus den kleineren, weniger kommerzialisiert auftretenden Städten vereint gegen die „media big shots“ aus Los Angeles (Galaxy) und New York (Red Bulls) bestehen. Was also die verschiedenen Fanszenen aus Vancouver, Seattle, Portland, San Jose, oder auch Colorado und Kansas City eine, sei der Kampf gegen die Kommerzialisierung des nordamerikanischen Profifußballs. So richtig befreundet sei der GFC jedoch nur mit einer Gruppierung aus Kansas City und, zunächst zu meiner starken Verwunderung, mit einzelnen kleineren Gruppen aus Vancouver. Dass man dicke sein könne mit Anhängern der eigentlich abzulehnenden Whitecaps aus Kanadas Metropole auf der anderen Seite der US-Kanada-Grenze, sei nun einmal der Vorteil einer kleinen unabhängigen Fangruppierung. 4_AuswahlCameron selbst trat dem GFC 2010 bei. Der in Seattle geborene Anwalt passte hervorragend in das stetig wachsende und mittlerweile gut 300 MitgliederInnen (Stand: April 2013) umfassende Kollektiv. Nach dem Geschichts- und Politikstudium in Kalifornien Anfang der 2000er Jahre, kehrte er in seine Heimatstadt zurück, wo er 2006 seinen Juraabschluss machte und anschließend für zwei Jahre in einer Kanzlei arbeitete. Seinen Arbeitsschwerpunkt legte er dabei darauf, sozialen Bewegungen, Protestierern und Opfern von Polizeiwillkür eine Stimme vor dem Gesetz zu geben. Politisiert durch die Ausschreitungen anlässlich des Gipfeltreffens der Welthandelsorganisation (WTO) in Seattle 1999, so Cameron, und durch die auf den 11. September 2001 folgenden Innere-Sicherheit-Maßnahmen der Bush-Administration, die die individuellen Freiheiten des Einzelnen immer stärker einengten und staatlicher Willkür Tür und Tor öffneten, verschrieb sich der Fußballfan voll und ganz Belangen sozialer Gerechtigkeit. Nebenher arbeitete er stets für eine lokale Radiostation und ist auch heute noch jeden Montag Abend Radio-DJ eines Radioprogramms, das dem Punkrock und der dazugehörigen Szene, insbesondere in Seattle, gewidmet ist. Hauptberuflich arbeitet er nun wieder in einer Anwaltskanzlei. Seiner eigenen, die er gemeinsam mit einem befreundeten Kollegen betreibt. Auch der Rapper Macklemore gehört zu seinen Klienten. Ich frage Cameron, ob er jemals damit Probleme gehabt hätte, sein Dasein als engagierter Fußballfan mit Privatem in Einklang zu bringen, was er lachend verneint: „Ich musste nie irgendwelche Kompromisse eingehen und lade sogar Frauen zu Dates ins Stadion ein“. Auch dass er aus einer sportbegeisterten Familie stamme, die für seine Leidenschaft immer Verständnis hatte, hätte es ihm einfach gemacht. Somit sind auch Auswärtsfahrten kein Problem für ihn und gehören zum Standardprogramm des GFC im Besonderen und der Fanszene in Seattle im Allgemeinen. Während „Ground Hopping“ außerhalb der USA und Kanadas eher nicht stattfinde, organisiert der GFC durchaus Busfahrten zu Spielen in Vancouver, Portland und San Jose. 2012 reiste man zu zehnt sogar in das fast 4000km entfernte Montreal, um die Sounders gegen die Impact anfeuern zu können. Auch die ECS organisieren für ihre Mitglieder Fahrten bzw. Flüge zu Spielen, selbst wenn das Ziel an der tausende von Kilometern entfernten Ostküste liegt. Spiele an der Westküste sind sehr beliebt bei Sounders-Anhängern, sodass man ohne Probleme das von der Liga festgesetzte Gästefans-Limit von 750 Personen in Portland erreichte. Nach San Jose in Kalifornien begleiteten die Mannschaft immerhin 200 Schlachtenbummler, so Cameron. Ich spreche den Stellenwert der Sounders in Seattle an und ob es nicht schwierig sei, in einer solch sportbegeisterten US-Stadt Fußballfan zu sein? Cameron schüttelt den Kopf. Natürlich seien in den USA Football, Baseball und Basketball beliebtere Sportarten – in manchen Regionen auch Eishockey. Aber in Seattle habe der Fußball einfach seine Nische gefunden, da es keine wirklichen Überschneidungen zwischen den verschiedenen Fanvölkern gäbe und somit keine Konkurrenz von Seiten der Seahawks (Football) oder der Mariners (Baseball) drohe. Er selbst sei glühender Seahawks-Fan. Es wäre jedoch schon einmal vorgekommen, dass er im Stadion bei einem Footballspiel von den, selbst in Seattle eher politisch rechts gesinnten, Footballfans dafür angebrüllt worden sei, dass er ein Obama-T-Shirt getragen hätte. Wir verabreden uns für den anstehenden Spieltag, das Heimspiel der Sounders gegen Houston, und bevor ich mich vorerst von Cameron verabschiede, frage ich ihn noch nach Christian Tiffert, den ehemaligen FCK-Kapitän, der von 2012 bis 2013 eine Saison bei den Sounders spielte, bevor sein Vertrag wieder aufgelöst wurde und es ihn in die zweite Bundesliga zum VfL Bochum zurückzog. Cameron zögert nicht lange: „Er wurde einfach nicht auf der richtigen Position eingesetzt. Ich war nicht gerade begeistert davon, dass uns solch ein veranlagter Spieler schon so bald wieder verlassen musste. Man sah gleich von Anfang an, dass er allen anderen Spielern im Team einen Schritt voraus war“. Ach, Tiffy. Seattle Sounders – New England Revolution 0:0 Samstag, 13.04.2013, 13h 38323 Zuschauer (??? Gästefans), CenturyLink Field Seattle, WA, USA 3_AuswahlAm Samstag, ein paar Tage später, holt mich Cameron um 10 Uhr morgens mit seinem Auto ab. Auf Seattles Straßen ist noch nicht viel los, sodass wir schnell in einem der Parkhäuser am CenturyLink Field (davor Qwest Field, 2004-2011; davor Seahawks Stadium, 2002-2004) zum Stehen kommen. Die Parkhausangestellten kennen Cameron schon, grüßen und lassen uns ohne Zahlung durch. Ich helfe ihm dabei, einen Sack mit Fahnenstangen zum Haupthintereingang des Stadions zu schleppen. Dort wartet schon ein weibliches GFC-Mitglied. Sie und Cameron sind heute allein dafür verantwortlich, dass zu Spielbeginn das Gruppenbanner hängt und die Fahnen im Block einsatzbereit sind. Zunächst heißt es jedoch einmal warten. Wir werden nicht durchgelassen. Da mal wieder eine neue Sicherheitsfirma von den Stadionbetreibern angeheuert worden ist, wirken dieses Mal keine persönlichen Bekanntschaften als Türöffner und wir werden, zwar höflich aber dennoch bestimmt, zum Warten aufgefordert. Gut 20 Minuten passiert gar nichts. Immerhin entschuldigt sich der Koordinator der Sicherheitsleute für die Verzögerung. Noch zwei Stunden bis Anpfiff. 8_AuswahlIrgendwann taucht dann doch jemand auf, um uns durch die Katakomben zur Supporters-Kurve hinter einem der beiden Tore zu geleiten. Scheinbar hat man uns das nicht alleine zugetraut. In ihren Blöcken sind schon drei VertreterInnen der ECS damit beschäftigt, ihre Banner aufzuhängen und die Kurve spielfertig zu machen. Es gibt keine Begrüßung, kein Händeschütteln. Jede Gruppe bleibt auch schon vor dem Spiel für sich. Nachdem alles vorbereitet und ein paar Bilder gemacht sind, verlassen wir das Stadion wieder, um an einem von der ECS organisierten Marsch vom historischen Ursprung Seattles zum Stadion teilzunehmen. Dieser findet vor jedem Heimspiel statt. Vorher geht es jedoch auf ein paar Biere in einen stadionnahen Pub. Der Marsch ist dann beeindruckender als ich dachte. An die 1000 Soundersanhänger ziehen laut singend, fahnenschwenkend, doppelhalterhaltend und schaldrehend zum CenturyLink Field. Auf dem Weg gesellen sich immer mehr Fans hinzu. Im Stadion bin ich dann zunächst etwas überrascht, denn Cameron steht nicht mit den anderen GFC-Mitgliedern im vorher noch vorbereiteten Block rechts hinter dem Tor, sondern hat eine Dauerkarte für die Haupttribüne, wo er die Spiele mit seinem Vater verfolgt. Nun gut. Ich habe mir eine Karte ca. 10 Reihen hinter dem GFC besorgt, mit einen sehr feinen Blick auf die gesamte Fanszene. Noch bevor die Spieler den Platz betreten, machen die ECS, angepeitscht durch einen mit Mikrofon ausgestatteten Vorsänger, direkt hinter dem Tor ordentlich Dampf. Kurz vor Anpfiff gibt es eine saubere Schalparade und dann mit dem Spielbeginn das auch vom Betzenberg bekannte, langsam schneller werdende Einklatschen („Bumm-Bumm-Klatsch“). Bei Spielbeginn sehe ich ein paar Reihen vor mir noch einige GFC-Fahnen, die geschwenkt werden. Allerdings nur für kurze Zeit. Dann, zu meinem Unverständnis, passiert in diesem Block bis zum Abpfiff gar nichts mehr. Links daneben geht die gut 1500 bis 2000 Personen starke ECS ordentlich ab. Trotz eines grottenschlechten, torlosen Kicks wird zwei Halbzeiten hindurch abgegangen. 10-15 große Schwenkfahnen in den Soundersfarben Grün und Blau kommen permanent zum Einsatz. Doppelhalter und Schals vollenden ein wirklich ansehnliches Bild. Es gibt zwei Hüpfeinlagen, an denen sich fast die ganze Kurve beteiligt. Zur zweiten Halbzeit übernimmt eine junge Frau das Capo-Mikrofon und steht ihrem Vorgänger in nichts nach. Vom Spiel enttäuscht, von der Leistung auf den Rängen jedoch beeindruckt, treffe ich Cameron nach den 90 Minuten wieder im GFC-Block zum Aufräumen. Auf meine Frage nach den Gründen für die Inaktivität seiner Gruppe während des Spiels, antwortet er: „Wir schwenken nicht gerne auf Kommando der ECS. Wir machen unser eigenes Ding. Vielleicht hatten sie heute deshalb keinen Bock“? Wir lassen den Tag in einer weiteren Bar bei Pizza und Bier ausklingen. Ein weiteres GFC-Mitglied, das sich nach dem Spiel zu uns gesellte, steht irgendwann, ohne sich zu verabschieden auf und verlässt die Bar. Als er nach einer Weile zurückkommt, trägt er ein altes Kaiserslautern-Trikot. „Ist das einzige Trikot, das ich neben meinen Sounders-Trikots habe“. Ein Zufall. Er hat es vor Jahren in einem Second-Hand-Shop am Stadion erstanden. Wir machen ein Bild zusammen und ich gebe ihm ein Bier aus. Die Fankultur in den Vereinigten Staaten mag noch in den Kinderschuhen stecken. In Seattle kommt sie mir dann doch schon sehr vertraut vor. Ulle, B.B. 97/06 Vielen Dank an Ulle für die Bereitstellung dieses Beitrags! Auf dem Blog unserer Freunde von der Berliner Bagaasch findet ihr viele weitere lesenwerte Artikel: http://berlinerbagaasch.de/!

Die FCK Story – Die roten Teufel und die Politik

Am Montag, den 05. Mai 2014 zeigte das Südwestfernsehen eine Reportage, die sich mit der Geschichte des FCK seit 1998 befasst. Dabei wurden insbesondere Berührungspunkte mit der Politik aufgezeigt. Damit reagiert das SWR offenbar direkt auf die populistischen Diskussionen der letzten Monate. Zwar kommen viele bekannte Persönlichkeiten und konträre Ansichten zu Wort, unter dem Stricht bietet "Die FCK-Story" aber wenige bis gar keine neuen Erkenntnisse. In nur knapp 30 Minuten lassen sich die Ereignisse von mehr als 18 Jahren bewegter Vereinshistorie nun mal nicht adäquat aufarbeiten. Als Kernaussage nimmt der Zuschauer mit, dass die Strukturen eines (vor allem auch politisch gewollten) WM Standortes für die 2. Bundesliga überdimensioniert sind. Die aktuelle Handhabung mit dieser Altlast ist alternativlos. Im (Süd-)Westen nichts Neues! diefckstory
Ein Blick zurück auf 16 Jahre „Rote Teufel und die Politik“. Ein Verein gefangen zwischen zu großer Tradition und zu hohen Erwartungen. Mit Aussagen der Politiker Kurt Beck, Hans-Arthur Bauckhage, Christian Baldauf und Ex-DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger sowie von Fußballkommentator Marcel Reif, FCK-Ikone Hans-Peter Briegel und Norbert Thines, Ex-Präsident des FCK. In diesen Tagen kämpft der 1. FC Kaiserslautern um die Rückkehr in die 1. Bundesliga. Wie wichtig der Aufstieg für die Roten Teufel wäre, zeigen nicht zuletzt die jüngsten Schlagzeilen rund um den Verein. Der Bund der Steuerzahler kritisiert illegale Subventionen, die Stadt Kaiserslautern muss sich den Vorwurf gefallen lassen, den FCK gegen jede Vernunft mit Steuergeldern zu unterstützen. Immer schon hat die Politik beim 1. FC Kaiserslautern eine wichtige Rolle gespielt – allen voran die Landesregierung rund um den ehemaligen Ministerpräsidenten Kurt Beck, einen bekennenden Fan des Vereins. Diese politische Einflussnahme könnte mehr geschadet als genutzt haben, so der Vorwurf der Kritiker. Der Bund der Steuerzahler kritisiert beispielsweise, dass die Stadt Kaiserslautern auf den Kosten für ein überdimensioniertes Stadion sitzen bleibt. "Die FCK-Story" blickt zurück auf 16 Jahre "Rote Teufel und die Politik". Ein Verein gefangen zwischen zu großer Tradition und zu hohen Erwartungen. Was sagen die politischen Verantwortlichen heute über ihr damaliges Handeln? Die Autoren Benjamin Cors und Frank Helbert haben mit den Entscheidern und den Begleitern des FCK gesprochen. Allen voran Kurt Beck, der sich erstmals und exklusiv zu seiner Rolle beim FCK äußert. Ex-Wirtschaftsminister Hans Arthur Bauckhage, CDU-Politiker Christian Baldauf und Dr. Theo Zwanziger, der als DFB-Präsident die WM 2006 in die Pfalz brachte, beziehen Stellung. Und auch der Fußballkommentator und bekennende FCK-Fan Marcel Reif, Ex-Spieler Hans-Peter Briegel oder auch Norbert Thines, Ex-Präsident des FCK, berichten über "ihren" Verein und die Einflussnahme der Politik. "Die FCK-Story" ist ein politischer Blick auf den Fußballmythos Betzenberg – in einem Jahr, das als "Sollbruchstelle" des 1. FC Kaiserslautern angesehen wird.
Quelle: SWR Fernsehen

UdH# 101: Betze vs FSV Frankfurt

Nachdem unser Traum über den deutsch101coveren in den europäischen Pokal zu gelangen, am Mittwoch in München völlig überraschend platzte, gilt es nun wieder volle Konzentration für den Liga-Endspurt aufzubringen. Motivation sollte sich aus vielerlei Punkten ziehen lassen: Unsere Mannschaft scheint sich gefangen zu haben, die letzten Auftritte machen Mut, Youngster wie Jean Zimmer verleihen dem Team einen neuen Spirit. Das Beispiel Dominique Heintz hat gezeigt, dass ein zu großer Hype um junge Talente nicht förderlich ist, zu hohe Erwartungen zu viel Ballast bedeuten können. Zimmer kann nur einer der Namen heißen, mit denen es eine Truppe von "Jungen Wilden" aufzubauen gilt - ungeachtet davon, in welcher Liga sie in der nächsten Saison antreten wird. Der Betze sehnt sich nach jungen, hungrigen Spielern und nach einem frischen Wind! Diesem Thema widmet sich unser heutiger Gedankensprung. Bevor ihr euch mit Unter die Haut Ausgabe 101 auf die Heim-Partie am Ostersonntag gegen den FSV Frankfurt einstimmt, gilt allen München-Fahrern von Mittwoch ein Wort des Dankes! Der Treffpunkt am Viktualienmarkt hat viel Freude gemacht und tatsächlich einen Hauch von Europapokal versprüht. Umso bedauerlicher, dass die Exekutive alles daran setzte, uns in die Suppe zu spucken. Doch auch das bestärkt uns zumindest in einer Sache: machtdumm und obrigkeitshörsam wie das USK, kleingeistig und bierzelttrottelig wie die Wachtmeister, spießig und versnobt wie die Münchner, kalt und kulturlos wie die Arena, konsumbeschränkt und nach Erfolg klatschend wie die FCB Fäns... Lautrer, so werre mer nie! Haltet das Feuer am lodern!   Gedankensprung: Zeit für den Neuanfang? Groß ist die Ratlosigkeit, groß ist der Frust: Nach einem vielversprechenden Start in die Saison 2013/ 2014 träumte die Pfalz bereits von der Rückkehr ins Oberhaus. In Dresden Ende November dann der gefühlte Einbruch. Durch einen groben Abwehr-Schnitzer wurden nicht nur Ball und Punkte hergegeben, die Selbstsicherheit schien in der Elbe ertränkt. Zuvor gab es schon negative Ausreißer, wie die 4:0 Niederlage in Aalen oder das 1:0 gegen die überraschend starken Sandhausener um Ex-Lautrer Denis Linsmayer. Zu Hause allerdings blieb der Betze bis dato ungeschlagen. Das sollte sich nach Dresden ändern: Es folgten Heimniederlagen gegen Düsseldorf (0:1), Paderborn (0:1) und Aalen (1:2). Auswärts ging man in Aue (1:0) und Cottbus (1:0) leer aus. Während Siege gegen Ingolstadt (1:2), Fürth (2:1), Sandhausen (2:1) und München (0:1) die Hoffnung auf ein gutes Ende immer wieder nährten, sorgte die zuletzt zunehmende Zahl von Unentschieden (Köln, Bielefeld, Karlsruhe, Bochum) dafür, dass der Aufstieg auf leisen Sohlen entwich. Ein Sterben auf Raten. Dank dem Last Minute Coup auf St. Pauli darf weiterhin gerechnet werden. Trotz zwischenzeitiger Erfolgserlebnisse lief es seit Jahresbeginn meist  in Dauerschleife: Montags noch vollends gefrustet, baut sich über die Woche hinweg doch eine unerschütterliche Fußball-Vorfreude auf. Sie gipfelt in einem grundlosen Optimismus: „Nächstes Wochenende folgt die Wende“. Warum aber bleibt der Lernprozess aus? Weil einem Fußballromantiker nichts anderes bleibt, als darauf zu hoffen? Weil der „Blick hinter die Kulissen“ unangenehm ist? Bedenklich ist, dass sich zuletzt eine unerträgliche Gleichgültigkeit untermischte. Wer nach der Partie gegen Bielefeld das persönliche Gespräch mit den Spielern am Steinbruch suchte, dem fällt schwer zu glauben, die Mannschaft ziehe an einem Strang. Albert Bunjaku stand nicht auf dem Platz, beteuert im persönlichen Gespräch dennoch beharrlich, alle Spieler wollten in Liga Eins, unabhängig von der Gültigkeit ihrer Verträge. Srdjan Lakic bekundet, er gebe bereits alles, um seinen Mitspielern „in den Arsch [zu] treten“. Auch andere Akteure stellen sich und zeigen Verständnis. Woran es liegt, kann keiner sagen. Was auffällt ist, dass es immer die gleichen Gesichter sind, die zusammen mit den Mitglieder und Fans über die Ursachen der Misere grübeln. Ein Karim Matmour versucht derweil sich ungesehen an einem Seiteneingang aufsammeln zu lassen, zu einem kurzen Gespräch ist er nicht bereit – „Ich will nach Hause!“. Lassen wir uns von den jüngsten Ereignissen nicht blenden, lautet das realistische Zwischen-Resümee leider: Das wird dieses Jahr nichts, es kann nichts werden. Dafür liegt zu viel im Argen. Wie ein in Panik geratener Schiffsbrüchiger greift der FCK verzweifelt nach allem, klammert sich an jeden Strohhalm. Selbst wenn es gelingt sich über die Relegation oder gar Platz Zwei zu retten, braucht es ein Wunder, damit das FCK Fandasein in den nächsten Jahren mehr Lust als Frust wird. Tatsache ist, dass es an einem langzeitorientierten Konzept fehlt: es gibt keinen Sportdirektor, Eigengewächse bekommen wenig Chancen zu reifen, sich zu etablieren, in Puncto Jugendarbeit sind wir längst abgehängt im Südwesten, die Personalfluktuation auf dem grünen Rasen ist schlichtweg eine Katastrophe. Verpflichtungen scheinen vielmehr nach dem Gießkannen-Prinzip als durchdacht und mit Blick auf eine langfristige Entwicklung zu geschehen. Wir leben von der Hand in den Mund, warten darauf, dass ein Wunder geschieht und nächste Saison alles besser wird. Die Verantwortlichen beschönigen die Lage bis zu einem Punkt, an dem die Fakten es nicht mehr zulassen. Dann heißt es „Tradition gewährt keine Zeit“ oder „Unser Budget lässt dies und das nicht zu“. Das sportliche Auftreten stellt die Basis unseres Vereins dar, davon hängen Image und letztlich das ganze Wesen des FCK ab. Eine charakterstarke Einheit auf dem Platz lässt sich nicht eben in der Sommerpause zusammenkaufen, sondern will kontinuierlich aufgebaut werden. Ein überzeugendes Zukunfts-Konzept ist alles. Es verdient Geduld und bekäme sie von Mitgliedern und Fans wohl auch eingeräumt. Auf Typen wie Jean Zimmer zu setzen, könnte der erste Schritt auf diesem neuen Weg sein. Einer authentischen, jungen Truppe verzeiht man Fehler eher, sie ist glaubwürdig und wirkt identifikationsstiftend. Das muss unser Anspruch sein. Das Gros des aktuellen Kader entspricht dieser Philosophie offensichtlich nicht. Nach dem Unentschieden beim Karlsruher SC hatte „Coach Kosta“ davon gesprochen, dass eine Hälfte des Teams spielen wollte und Körpersprache gezeigt habe, die andere Hälfte habe nicht gekonnt oder nicht gewollt. Eine Erkenntnis, die ohne Konsequenzen blieb. Der FCK braucht ein Stück weit breitere Strukturen: Nicht nur im wirtschaftlichen, sondern vor allem im sportlichen Sektor müssen Verantwortliche klar benannt und mit Kompetenzen ausgestattet sein. Hier bedarf es (Meinungs-) Vielfalt für ein konstruktives Miteinander! „Neuanfang jetzt“ ist die Aufforderung zum Umdenken, nicht um Unruhe zu stiften, sondern um wach zu rütteln und die um sich greifende Gleichgültigkeit im Vereinsumfeld zu stoppen. Es ist Zeit die Weichen zu stellen – für unseren FCK!   Hier geht es zur kompletten Ausgabe 101!

UdH# 100: Betze vs Bochum

100coverEINHUNDERT Ausgaben "Unter die Haut" Spieltagsgazette! Zum Jubiläum haben wir uns - wie schon bei Nummer 50 - etwas besonderes ausgedacht. Bevor ihr nun in das 32-seitige Werk eintaucht, stöbert und schwelgt, sei uns noch ein praktischer Hinweis zum Daily Business erlaubt:
 
Aufgrund des gesetzlichen Tanzverbots wird die "Wir alle sind K-Town" Vol. 6 auf den 14. Juni verschoben! Auch das Line up ändert sich ein wenig. Leider kann Luki Ggf den neuen Termin nicht wahrnehmen, dafür haben wir mit der Band „The Watching“ einen weiteren live act am Start. Wir hoffen ihr erscheint dennoch wie immer zahlreich und gut gelaunt.
 
Wie ihr gleich feststellen werdet, kommen in Ausgabe# 100 viele Menschen zu Wort, die den Weg des "Unter die Haut" bis heute begleitet haben: Die Initiatoren, die Schreiberlinge der ersten Stunden, Leserinnen und Leser aus der FCK Fanszene, Fanclubs, Fanvertretung, Fanprojekt,... sowie natürlich die Hauptprotagonisten selbst: die Mädels und Jungs des Arbeitskreis UdH, die auch bei dieser Ausgabe nicht müde wurden, euch mit Leidenschaft und Fleiß ein lesenswertes Paket zu schnüren. Wir wünschen allen viel Spaß damit und den Beteiligten eine schöne Jubiläumsfeier, genießt den Tag! Vielleicht trägt die Mannschaft etwas zum Gelingen bei. Auf 100 Ausgaben UdH!
 

JulianM, 21 Jahre

Ich weiß nicht mehr genau die Ausgabe, zu der ich meinen ersten Text beisteuerte. Müsste was in den frühen 30ern gewesen sein. Jetzt, rund 4 Jahre, gut 70 Spieltagsausgaben, ein paar Sonderausgaben - nicht zu vergessen unser UdH kids - und natürlich die beiden plus-Ausgaben später, sitze ich zuhause vor meinem Laptop und versuche ein paar Zeilen zu finden, um zu beschreiben, was das "Unter die Haut" für mich bedeutet. Ich will es mal mit einer kurzen Story versuchen. Direkt nach der Spieltagsterminierung habe ich - recht spontan - bei meinem Chef für den Montag Urlaub eingereicht. Dieser meinte freundlich "Kein Problem, aber darf ich fragen, warum sie so spontan Urlaub brauchen?" - "Äh, Familienfeier an dem Sonntag..." 😉 Ich bin stolz ein Teil unseres Kurvenflyers zu sein, und so stetig an der Weiterentwicklung unserer Gruppe "Frenetic Youth" mitzuwirken. Möge die Reise noch lange weitergehen! Wir ihr gemerkt habt, ist diese Ausgabe etwas besonderes. Dennoch ist wichtig, auch die Mädels und Jungs zu Wort kommen zu lassen, die Spiel für Spiel immer wieder eine geile Ausgabe in die Tasten zaubern. Also dann: Sagt, was ihr zu sagen habt! Keep on writing!

RobertHD, 24 Jahre

Mir persönlich ist die Mitarbeit im Arbeitskreis echt ans Herz gewachsen. So kann ich mich trotz Wohnsitz in München problemlos an der Arbeit beteiligen. Als Leiter des UdH-Patenmodells ist es für mich auch echt erfreulich zu sehen, wie sich mit der Zeit die neuen Schreiber aus dem Förderkreis entwickeln bzw. entwickelt haben. Das ist für mich auch ein Zeichen, dass wir hier im Arbeitskreis alle wirklich gute Arbeit leisten. Darauf können alle stolz sein! Auf die nächsten 100 Ausgaben!

Ruven, 25 Jahre

Seit knapp sechs Jahren gibt es zu jedem Heimspiel ein Unter die Haut zu bestaunen. Trotz Druck-, Layout- oder sonstigen Schwierigkeiten haben wir es echt geschafft, jedes Mal eine solide Ausgabe an den Start zu bringen. Das hätte wohl zu Beginn des Projekts niemand für möglich gehalten! Wahnsinn! Mit dem UdH verbinde ich Qualität, eine Menge Arbeit, einen coolen Arbeitskreis und Hammer-Partys. Die Reise wird weitergehen, ich habe auf jeden Fall weiterhin Lust drauf! Auf die nächsten 100 Ausgaben!

DominikP, 16 Jahre

Genau ein Jahr ist es nun her, seitdem ich mit dem Schreiben für unser Fanzine Unter die Haut begonnen habe. Ein dreiviertel Jahr durfte ich mich durch die Patenschule von Robert boxen, ehe ich Anfang Februar festes Mitglied des Arbeitskreises UdH wurde. Viele Texte wurden von mir geschrieben und noch mehr Themen zusammengekratzt, um unser Heftchen möglichst voll zu bekommen. So wünsche ich unserem Fanzine alles Gute zur #100sten Ausgabe und auch in der Zukunft auf weitere hunderte, wenn nicht sogar TAUSENDE Ausgaben unserer Unter die Haut!

TimR, 14 Jahre

Lang' ist es jetzt her, als ich meine erste UdH Ausgabe in den Händen hielt. Es war die 52. Ausgabe beim Heimspiel gegen den FC Augsburg, Anfang der Saison 2011/2012. Nun einige Jahre später wirke ich selbst als UdH-Pate beim Kurvenflyer mit. Wer hätte das vor knapp drei Jahren gedacht? Als Mitglied des Förderkreises kam ich Ende letzten Jahres auf den Arbeitskreis Unter die Haut und trage seitdem meine Beiträge zum Kurvenflyer bei. Letztendlich wünsche ich mir weiterhin so viel Spaß mit dem Schreiben von Texten als Pate für das UdH und gratuliere ebenfalls zur 100. Ausgabe Unter die Haut!

TobiG, 22 Jahre

Seit nunmehr 30 Ausgaben „unter die Haut“ wirke ich nun aktiv an der Gestaltung unseres Kurvenorgans mit und muss sagen, dass es mir riesen Spaß macht jede Woche aktiv an der Arbeit der Redaktion teilzunehmen. Auch wenn die Arbeit am Ende einer Ausgabe manchmal etwas stressig wird, ist es Woche für Woche eine große Bereicherung für mich. Ein persönliches Ziel mit dem udh wäre natürlich die 200. Ausgabe mitzuerleben zu dürfen und aktiv mitzugestalten. Auf ein riesen Fest - udh!

Conny, 29+3 Jahre

Das UdH ist für mich die „Stimme“ von Frenetic Youth: „meiner“ Gruppe. Und „Youth“, also Jugend war für mich noch nie eine Sache des Alters. Ich habe die „20er-Grenze“ längst überschritten und dennoch beschreibt „Jugend“ für mich vielmehr ein Lebensgefühl von Freiheit und Unbeschwertheit, Dinge kritisch zu hinterfragen und sich nicht allen gesellschaftlichen Gegebenheiten wortlos zu unterwerfen! Mir persönlich bietet das UdH die Möglichkeit, solche Werte, die mir und meiner Gruppe wichtig sind, weiterzugeben und unsere Ideale an die Jüngeren zu vermitteln. Ein positiver Nebeneffekt der ganzen Sache ist außerdem, dass man immer auf dem Laufenden ist, was in der Fußballszenewelt so vor sich geht. Ich bin stolz, Teil von FY und gleichzeitig Teil des UdH zu sein. Auf die nächsten 100 Ausgaben!

JonasM, 22 Jahre

Ich bin noch nicht sehr lange im Team um das Udh. Ich beschäftige mich hauptsächlich mit dem Teilbereich der Rising Subculture und schreibe dort zu Entwicklungen einer der größten Jugendkulturen in Deutschland. Diese kritischen und oft tiefgründigen Themen sind für mich eine Möglichkeit das UdH eventuell auch im Vergleich zu anderen Ultraszenen in Deutschland vorranzubringen. Keep on Rising!

Neubi, 20 Jahre

100 Ausgaben „Unter die Haut“ stehen für: eine hohe inhaltliche Qualität – Locke, Flo, Netzer, Pat, Alex, Julian, Ruven – Saarland copy Mafia – feinsten UdH Wein – sonntäglichen „Schreibstress“ – Ultra – Stadt – Kurve – Verein – Fußball – FY – Subkulturen – Spaß – Ehrgeiz – Stolz – Freundschaft – Stress – Chaos – „Unter die Haut Blog“ – „Unter die Haut plus“ – MAXIMUM RESPECT!

Uli, 20 Jahre

Als ich meine Mitarbeit im Arbeitskreis begann, war die 50.Jubiläumsausgabe noch druckfrisch und ein neuer Drucker konnte durch die Jubiläumsparty ermöglicht werden. ,,Saufen für nen neuen Drucker!“ 50 weitere Ausgaben vergingen wie im Flug – Die Qualität, der Umfang und die Abwechslung des Kurvenflyers erreichten dabei immer wieder neue Dimensionen. Ein besonderer Dank geht an die zuständigen Leute der Redaktion, des Layouts und Drucks, die das UdH seit der 1.Ausgabe am Laufen halten und Woche für Woche Ihre wertvolle Freizeit investieren, sodass beim nächsten Heimspiel eine neue Ausgabe erscheint! Hut ab! UdH #100!

Andi, 27 Jahre

Ich bin erst seit kurzem im Arbeitskreis aktiv. Das UDH bedeutet für mich persönlich vor allem eine Möglichkeit zu haben, meine eigenen Gedanken in einem gewissen Rahmen  auszudrücken. Beim Schreiben und Recherchieren eines Textes habe ich die Möglichkeit mich intensiv und refklektiert mit dem Thema auseinander zu setzen. So erhalte ich, und die Leser hoffentlich auch, eine viel fundiertere Meinung über ein gewisses Thema. Wichtig ist mir auch, dass das UDH Platz bietet für kritische Themen, die in den Medien vielleicht nur wenig oder gar keine Betrachtung finden.

Pat, 25 Jahre

Die Geschichte des „Unter die Haut“ zeigt, mit welcher Dynamik sich eine einst fixe Idee entwickeln kann. Aus einer übersichtlichen Schreiber-Riege ist ein top organisierter Arbeitskreis erwachsen, ein Projekt, in das sich viele junge Menschen engagiert und verantwortungsvoll einbringen. Es ist wunderbar zu sehen, wie diese Erfahrungen die Beteiligten prägen und miteinander verbinden. Das „Unter die Haut“ hat sich zu einer Institution bei FCK-Heimspielen gemausert, eine zuverlässige Informationsquelle und ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil der Gruppe Frenetic Youth und seines Umfeldes. Chapeau an alle UdH’ler für 100 Mal „Ultra‘ Propaganda“!

Flo, 25 Jahre

Sommer 2008: "Wer layoutet unseren neuen Kurvenflyer?" - "Ok, ich machs... aber nicht für immer!" Sommer 2014: Ich bin immer noch da.

Netzer, 25 Jahre

Als wir vor fast sechs Jahren mit dem Unter die Haut angefangen haben, konnten wir nicht voraussehen, was das Ganze für eine Entwicklung nehmen würde. Am Anfang kamen die Texte von 3-4 Leuten, dazu eine Person für das Layout und dann alle gemeinsam tackern und falten. Auch das Drucken war immer wieder abenteuerlich, so wurden die Drucker unserer Arbeitgeber doch ziemlich strapaziert. Ich bin wirklich stolz auf das, was sich da in den letzten Jahren entwickelt hat. Die Unter die Haut Redaktion ist stetig gewachsen, integriert junge Leute mit Interesse am Schreiben, hat das FY Fanzine Unter die Haut plus herausgegeben und jetzt mit dem UdH-Blog ein weiteres cooles Projekt am Start. Die Qualität der Texte ist stetig gewachsen und ganz besonders gefällt mir, dass die Grundidee, nämlich den Blick über den Tellerrand zu werfen, weiter so verfolgt wird. Ein riesen Lob an alle Schreiberinnen und Schreiber. Macht weiter so, dann sind die nächsten hundert Ausgaben kein Problem.

Stefan , 19 Jahre

100 Ausgaben Unter die Haut – Grund genug für mich noch mal die alten Udh's auszugraben, die sich im Lauf der Zeit angesammelt haben. Was bei den ersten Ausgaben mit einem doppelseitig bedruckten Faltblatt und geringer Auflage angefangen hat, wurde über die Zeit immer dicker und optisch immer ansprechender. Ins Auge springt natürlich die 50. Ausgabe, welche als einzige farbig ist und gefühlt letzten Sommer erst rauskam. Und natürlich die 51. Ausgabe, welche mit 44 Seiten wohl die umfangreichste Ausgabe war. Kaum zu glaub, dass das schon wieder fast 3 Saisons her ist, 3 Saisons an denen auch weiterhin immer ein informatives Unter die Haut am Start war. Dafür können sich alle Schreiberlinge heute mal bei einem Bierchen auf die Schulter klopfen! Auf Uns! Keep on Rising, Udh!

Lukas, 18 Jahre

Pah, schon die 100. Ausgabe und es kommt mir so vor, als hätten wir gestern erst die 50te gefeiert, echt krass. Viel habe ich über's UdH so spontan gar nicht zu sagen. Optisch und inhaltlich ein gutes Heft, welches sich stetig weiterentwickelt. Danke an alle mitarbeitenden Arbeitskreis-Mitglieder, auch wenn ihr meinen Nikotin- und Kaffeekonsum doch manchmal erheblich fördert, wenn mal wieder einige Texte fehlen und ich nicht layouten kann 😉 Hier geht es zur kompletten Ausgabe 100!

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