UDH #183: Betze vs. Jena

Tach Westkurve!183_jena Mit dem heutigen Heimspiel gegen den FC Carl Zeiss Jena beginnt für den FCK die englische Woche. Drei Spiele binnen der nächsten sieben Tage haben es in sich. Gleichzeitig aber auch die Möglichkeit, mit einer ordentlichen Ausbeute an Punkten sich innerhalb dieser Zeit wieder nach oben orientieren zu können. Also alle nuff uf de Betze und volle Unterstützung für unseren Verein. Unterstützung kann unser Verein aktuell in jeglicher Form nur zu gut gebrauchen. Die finanzielle Lücke ist jedem bekannt. Die Lizensierungspapiere wurden beim DFB eingereicht. Ob eine Lizenz erteilt wird, welche Bedingungen daran geknüpft sind oder wie es gar weitergehen soll, wird wohl erst Mitte April bekannt werden. Bis dahin und vielleicht auch darüber hinaus bleiben einige Fragen offen. Was war sonst noch los? Derzeit werden von der Polizei wieder Vorladungen zur Beschuldigtenvernehmung verschickt. Die Schreiben zielen vermutlich darauf ab, einzelne, meist jüngere Personen zu verunsichern, um in Folge dessen mehr über unsere Fanszene herausfinden zu können. Ein Umstand der für uns und für keinen Betzefan tragbar sein sollte. Wir lassen uns davon nicht spalten! Die Zusammenarbeit der verschiedensten FCK-Fans ist aktuell so gut wie schon lange nicht mehr. Augen und Ohren offen halten und keine Gespräche mit der Polizei. Für einen kurzen Überblick hat die Rot-Weiße Hilfe auf ihrer Homepage eine Infobroschüre zur Verfügung gestellt. Diese könnt ihr auf der Homepage „www.rot-weisse-hilfe.de“ abrufen und natürlich auch bei jedem Spiel unseres FCK am Infostand mitnehmen und darüber quatschen. REDET NICHT MIT DER POLIZEI, REDET MIT UNS!

Rot-Weiße Hilfe Soli-Shirt nochmal im Angebot

Variante202-768x384Nachdem nahezu alle Soli-Shirts beim Heimspiel gegen den SV Sandhausen verkauft wurden, bietet die Rot-Weiße Hilfe zum Heimspiel gegen Fürth erneut allle gängigen Größen des Shirts zum Verkauf an (Über- und Girliegrößen können per Mail vorbestellt werden). Auch diesmal erhalten alle, die einen Mitgliedsantrag ausfüllen, das Shirt wieder gratis dazu.

Aufgrund der hohen Nachfrage planen wir beim letzten Heimspiel gegen Fürth nochmal einen Verkauf unseres Soli-Shirts.

Alle die ein Shirt in Übergröße (ab 3XL) oder ein Girlie-Shirt kaufen möchten bitten wir bis zum 20.04. um eine kurze Mail mit Größe und Name an info@rot-weisse-hilfe.de . Leider können wir diese Shirts nur über Vorbestellung anbieten.

Alle anderen Größen sind noch einmal in ausreichender Stückzahl bestellt.

Alle Infos hier.

   

UDH# 133: BETZE VS SANDHAUSEN

SandhausenCoverGuten Abend, werte Betze-Fans!

Nach der Niederlage in Düsseldorf befindet sich der 1. FC Kaiserslautern nun offiziell im Abstiegskampf. Gerade einmal sechs Punkte Vorsprung auf Platz 16. Wenn man gegen die Mannschaften verliert, die hinten drin stehen, darf man sich nicht wundern, wenn man sich selbst in Richtung Tabellenkeller bewegt. Der FCK spielt die zweitschlechteste Zweitliga-Saison der Vereinshistorie. Bei manch einem werden Erinnerungen an die Saison 07/08 wach.

Auf fast allen Ebenen des Vereins überwiegt die negative Stimmung. Dämliche und oftmals extrem schlecht recherchierte Medienberichte über Fans und Verein tragen ihren Teil zur miesen Lage bei. All die Nörgelei hilft aber nichts und bringt unseren 1.FCK in der aktuellen Situation definitiv nicht weiter.

Mit Blick auf das heutige Spiel und die Tabellensituation ist ein Heimsieg zwingend erforderlich, um nicht noch weiter durchgereicht zu werden. Während sich Arminia Bielefeld und der FSV Frankfurt im direkten Aufeinandertreffen hoffentlich selbst die Punkte abnehmen, kann der FCK mit einem Sieg am SV Sandhausen vorbeiziehen und den Abstand zum bereits erwähnten Tabellenplatz 16 vergrößern. So die Wunschvorstellung für den heutigen Tag.

Die Ausgabe kann mit einer kontinuierlichen Bandbreite an Themen glänzen. Neben den obligatorischen News aus der gesamten Fan- und Fußballwelt, hat es auch wieder ein interessanter Hoppingbericht in die Ausgabe geschafft. Einer unserer Schreiber berichtet von Südamerika. Der Spielbericht aus Kolumbien lohnt auf jeden Fall. Ebenso interessant erscheinen Neuigkeiten rund um FIFA, EM und DFB.

Ihr merkt: Weiterblättern - es lohnt sich!

Der Frust über die sportliche Leistung überwiegt. Nichtsdestotrotz müssen wir die Mannschaft nach vorne treiben, den Gegner niederbrüllen und am Ende die drei Punkte "uffm Betze" halten.

Hier geht's zur kompletten Ausgabe 133!

 

Rot-Weiße Hilfe: Doppelt hält besser? Die „geheime“ Datei der szenekundigen Beamten (SKB) und die Datei Gewaltäter Sport

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An dieser Stelle möchten wir euch auf einen höchst informativen Beitrag der Rot-Weißen Hilfe hinweisen.

Nachdem bekannt wurde, dass es auch in Rheinland-Pfalz Dateien der szenekundigen Beamten über Fußballfans gibt, hat die RWH mit Hilfe einiger Mitglieder recherchiert, dass es eine solche Datei auch speziell in Kaiserslautern gibt. Im Beitrag kritisiert die Rot-Weiße Hilfe die Rechtmäßigkeit dieser Datei und empfiehlt jeder/m ein Auskunftsersuchen über eigene gespeicherte Daten in der sogenannten SKB-Datei an die Polizeidirektion Kaiserslautern zu stellen.

Hier der Beitrag der Rot-Weißen Hilfe (den kompletten Beitrag mit weiteren Links sowie den Auskunftsformulare zum Downloaden findet ihr hier: www.rot-weisse-hilfe.de)

Die „geheime“ Datei der szenekundigen Beamten (SKB) und die Datei Gewaltäter Sport

Der WDR hat am 14.12.2015 in der Sendung „sport inside“ die auch in Kaiserslautern unter dem Namen „Arbeitsdatei szenekundige Beamte“ geführte Datensammlung über Fußballfans kritisch hinterfragt. So fehlt für die nach mehreren Anfragen aus der Fanszene auch in RLP ans Tageslicht gekommene Datei laut Datenschützer Werner Hülsmann im Prinzip jegliche Rechtsgrundlage. Die Polizei verteidigt diese allerdings damit, dass sie nicht über jede Methode ihrer Ermittlungen berichten muss und kann.

Grotesk ist, dass in NRW 4700 Leute in der Datei „Gewaltäter Sport“ gespeichert sind, in der Datei der SKBs allerdings 6500 Menschen. Dies deutet darauf hin, dass die SKBs auch Daten über viele Leute sammeln, die noch nicht straffällig in Erscheinung getreten sind. Weiter kritisiert der WDR die Datei „Gewaltäter Sport“, da ein Anfangsverdacht ausreicht um dort registriert zu werden. Der Grund zur Aufnahme in beide Dateien ist somit recht schwammig und nicht fest geregelt. Auf gut Deutsch gesagt: Es kann jeden treffen – dies wird auch im Bericht am Beispiel einer Anhängerin von Hannover 96 dargestellt!

In der SKB Datei werden anders als in der „GS Datei“ viel mehr private Dinge gespeichert. So haben Anfragen von RWH Mitgliedern ergeben, dass dort neben Dingen wie Name, Anschrift und Wohnort auch euer Fanclub, die Kategorisierung in A, B oder C oder ganz persönliche Dinge wie eure Handynummer, ein Lichtbild, das Nummernschild und Modell eures Fahrzeuges oder euer Arbeitgeber usw. gespeichert sein können. Außerdem geben die Zivis in der Datei eine Gefahrenprognose ab, welche wohl die Grundlage für Betretungsverbote zu diversen Spielen darstellen kann. Um gegen euch ein Betretungsverbot für ganze Stadtgebiete auszusprechen, braucht die Polizei nicht mal die Grundlage eines vorliegenden Stadionverbotes gegen euch zu haben. Die Gefahrenprognose kann hier wie bereits geschrieben aus Sicht der Polizei schon als Grund ausreichen – nicht minder schwammig wie die Dateien an sich.

Über die Erfassung in beiden Dateien werden wir Fans nicht informiert, wir haben allerdings das Recht abzufragen, welche Daten über uns dort gespeichert sind.

Hierzu müsst ihr einfach die unten bereitgestellte Formulare ausfüllen und mit einer Ausweiskopie an die jeweilige Adresse senden. Die uns bekannten Anfragen auch aus anderen Fanszenen haben in der SKB Datei durchaus schon den ein oder anderen Fehler ausgemacht, welchem ein Antrag zur Löschung gefolgt ist. Auch daher raten wir jedem, der schon mal seine Personalien beim Fußball abgeben musste alleine aus Eigeninteresse eine Anfrage zu stellen. Es sollte euch interessieren ob Daten und wenn ja welche Daten von euch gesammelt werden!

Infoveranstaltung der Rot-Weißen Hilfe am 22.11.

 

UnbenanntVielen dürfte die Rot-Weiße Hilfe mittlerweile ein Begriff sein. Die Solidargemeinschaft von und für FCK-Fans möchte sich nun endlich im Rahmen einer kleinen Infoveranstaltung vorstellen. Auch möchte die Rot-Weiße Hilfe Interessierten und Mitgliedern dadurch

die Möglichkeit bieten, offene Fragen zu beantworten.

Das Ganze wird nach dem Heimspiel am Sonntag, 22.11.2015, gegen den FSV Frankfurt in der Gaststätte "Servus" stattfinden.

Also, kommt vorbei! Weitere Infos unter: www.rot-weisse-hilfe.de

UDH# 121: BETZE VS PADERBORN

UnbenanntSchönen guten Abend und Herzlich Willkommen im Fritz-Walter-Stadion zum heutigen Duell gegen den Bundesliga Absteiger aus Paderborn. Die Saison hat kaum richtig begonnen und schon mussten wir als FCK Fans die ein oder andere Achterbahnfahrt der Fußballemotionen mitmachen. Mit mehr Glück als Verstand erreichte man die zweite Runde im DFB Pokal und auch beim vergangenen Auswärtsspiel in Berlin ging es turbulent zu. Geführt, zurückgelegen, Elfmeter verschossen und doch noch den Ausgleich erzielt. Entsprechend gespannt schauen wir auf das heutige Spiel. Der SC Paderborn kommt mit drei Punkten aus den ersten drei Spielen und einer satten 0 zu 6 Klatsche aus dem letzten Spiel „uff de Betze“.

Die Unter die Haut-Redaktion freut sich, dass wir euch die zweite Heimspielausgabe der Saison 15/16 präsentieren können. Es warten wieder einige interessante Texte aus den üblichen Rubriken auf euch, wobei wir ausdrücklich auf zwei umfassenden Hoppingberichte verweisen möchten. Ebenfalls erwähnen möchten wir einen Text zur Spieltagsterminierung, welchen die Fan Organisation ProFans veröffentlicht hat. Im Hinblick auf die heutige Anstoßzeit ist gerade dieses Thema allgegenwärtig und wird uns auch in Zukunft nicht erspart bleiben. Fußball für die Fans! Für fangerechte Spieltermine.

Zum Abschluss noch ein paar Anmerkungen in eigener Sache: In den kommenden Heimspielen könnt ihr euch an unserem Infostand weiterhin für den Förderkreis anmelden. Der Saisonbetrag beläuft sich auf 20 €. Nehmt die Möglichkeit wahr und werdet Teil des Ganzen. An unserem Infostand könnt ihr euch zugleich auch mit Aufklebermotiven eindecken. Auch das andere übliche Repertoire wartet dort auf euch. Vorbeischauen lohnt sich also! Für Lob, Kritik, Anmerkungen oder Texte stehen wir euch ansonsten auch weiterhin unter udh@frenetic-youth.de zur Verfügung. Nutzt die Möglichkeit und schreibt uns! Wir würden uns darüber jedenfalls sehr freuen!

Let’s go Betze!   Hier geht's zur kompletten Ausgabe 121!

UDH# 118: BETZE VS SANKT PAULI

UnbenanntServus liebe Leserinnen und Leser!

Endspurt in der Liga – Endspurt auch für uns als Redaktion des UDH, denn heute haltet ihr die vorletzte Ausgabe unseres Spieltagsflyers in der Hand. Mit der heutigen Partie gegen den FC Sankt Pauli muss der Betze noch 3 wichtige Spiele bestreiten, um dann hoffentlich am letzten Spieltag um 17:15 – inkl. Nachspielzeit natürlich – auf einem der begehrten Aufstiegsplätze zu stehen. Dann heißt es: Endlich wieder 1. Liga. Aber dazu muss nach dem heutigen Spiel noch einmal nach Aue gefahren und zu Hause gegen den FC Ingolstadt angetreten werden. Beides keine leichten Aufgaben.

Aber zurück zum heutigen Spiel. Sankt Pauli ist akut abstiegsbedroht. Die Hamburger stehen zwar drei Spieltage vor Schluss auf einem Nicht-Abstiegsplatz, jedoch könnten sie durch eine Niederlage heute – und davon gehen wir doch mal aus – wieder auf einen der letzen drei Plätze abrutschen. In der Abstiegszone geht es genauso eng zu wie oben im Bereich der Aufstiegsplätze. Nach der bitteren Niederlage in Darmstadt hatte man Glück, dass sich auch der KSC eine Niederlage gegen Lautern äh Aue (ein gewisser Stefan Mugosa traf ja zweimal gegen den KSC) einhandelte. Ein Sieg des KSC und wir hätten uns erstmal hinten anstellen müssen. Gut dass es nicht so gekommen ist, sonst hätte das schwache Spiel unserer Mannschaft in Darmstadt – bei dem viele auch einen äußerst schwachen Schiri gesehen haben – schlimmere Folgen gehabt. Abgehakt! Jetzt gilt es, den Kopf nach vorne zu richten und nochmal alles rauszuholen – auf dem Feld und in der Kurve! Gemeinsam zum Aufstieg!

Ein Sieg unseres FCK heute und man würde einen großen Schritt in diese Richtung machen und die Verfolger nicht mehr so deutlich im Nacken spüren. Denn Darmstadt muss am Montag nach Karlsruhe, und da werden die sich die Punkte gegenseitig nehmen. Aber man muss an dieser Stelle auch mal sagen, dass unser junges Team bisher eine Klasse Saison spielt, die so nicht unbedingt jeder erwartet hätte.

Kommen wir nun aber zum Inhalt unserer 118. Ausgabe. Ihr haltet ein vollgestopftes UDH in der Hand, das euch unter anderem über die aktuellen Ereignisse in den hiesigen Kurven und darüber hinaus informiert. Flankiert wird das Ganze von Berichten über Todesurteile gegen Ultras in Ägypten, interessanten neuen Erkenntnissen über die Standortlogik beim Red Bull Konzern sowie einem vielleicht richtungsweisenden Gerichtsurteil zum Thema Bullenbeleidigungen - hoppla… Das ist aber noch längst nicht alles. Neben zwei Hoppingberichten aus der Schweiz und Rumänien, findet ihr auch noch Gegnerberichte zu dem Spiel in Darmstadt und gegen Heidenheim in dieser Ausgabe.

So jetzt aber genug gespoilert. Viel Spaß beim Lesen und auf drei wichtige Punkte heute - Betze mer packen’s! Hier geht's zur kompletten  Ausgabe 118!

Mitglied werden bei der Rot-Weißen Hilfe

logoSeit dem Heimspiel gegen den VfR Aalen ist es nun möglich bei der Rot-Weißen Hilfe Kaiserslautern Mitglied zu werden. Neben der Möglichkeit direkt am Spieltag entweder am Stand des Fanclubs „Pfalz Inferno“ oder am Stand der „Frenetic Youth“ Mitgliedsanträge zu erhalten, ist es auch möglich sich den Mitgliedsantrag online auf der Website der Rot-Weißen Hilfe (http://rot-weisse-hilfe.de/) herunterzuladen.  Der ausgedruckte, ausgefüllte und unterschrieben Mitgliedsantrag kann entweder per Post oder per Email an die Rot-Weiße Hilfe versendet (s. Mitgliedsantrag unten) oder an einem der oben genannten Stände abgegeben werden. Der Mitgliedsbeitrag beläuft sich auf 36€ pro Jahr - wobei freiwillig höhere Beiträge möglich sind.

Die Mitgliedschaft stellt eine wesentliche Voraussetzung für die Arbeit der Rot-Weißen-Hilfe dar. Nur wer Mitglied ist, kann auf Unterstützung durch die Rot-Weiße Hilfe zurückgreifen. Dazu gehören:

  • Beratung bei Problemen mit der Polizei oder der Justiz sowie bei der  Erteilung eines Stadionverbots
  • Vermittlung von erfahrenen Rechtsanwälten sowie weiteren Stellen, die Hilfe leisten können
  • Direkte finanzielle Hilfe zur Begleichung von Rechtsanwaltskosten
  • Betreuung von Fans des 1. FCK, die Gefängnisstrafen absitzen  müssen und ihren Familienangehörigen
  • Präventive Maßnahmen wie Info-Broschüren und Veranstaltungen zur Aufklärung über Rechte und Pflichten gegenüber den Sicherheitsorganen
  • Gezielte Öffentlichkeitsarbeit zu den Themen Repression, Willkür und Stadionverbote gegen Fußballfans
  • Unabhängige Vertretung von Fans des 1. FCK mit Stadionverbot gegenüber dem 1. FC Kaiserslautern e.V.

Gerade in Zeiten zunehmender Repression seitens der Justiz und der Polizeibehörden, ist es wichtig eine starke solidarische Gemeinschaft aufzubauen, die die Mittel besitzt, sich gegen polizeiliche und staatliche Willkürmaßnahmen zu wehren. Die Rot-Weiße Hilfe betont dabei aber auch, dass sie eine Organisation für alle FCK-Fans ist, denn heutzutage kann jede/r von willkürlichen Polizeimaßnahmen betroffen sein - unabhängig ob Ultra, Allesfahrer/in oder Gelegenheitsbesucher/in.

UdH# 110: Betze vs Darmstadt

coverN'owend FCK-Fans!

Und herzlich willkommen zum heutigen Freitagabendspiel gegen den Sportverein Darmstadt 1898 auf dem Betzenberg. Die Darmstädter stheen zurzeit auf Platz drei der Tabelle, lediglich zwei Punkte vor unserem Betze. Beste Voraussetzungen als um dem hessischen Aufsteiger mal gehörig in die Suppe zu spucken!

Nun folgt also das zweite Heimspiel unseres Vereins in Folge, das letzte gegen den VfL Bochum konnte unser Team (un)glücklicherweise nur mit einem 2:2 beenden. Unglücklich deshalb, weil die Bochumer es noch kurz vor Abpfiff schafften, den Ball über unsere Torlinie zu befördern und somit ausgleichen konnten. Glücklicherweise wurde das reguläre Tor vom VfL-Stürmer Simon Terodde in der 44. Minute zurückgepfiffen, das hätte als auch anders ausgehen können.

Was ich nicht verstehe, sind die Reaktionen auf den Rängen zur Halbzeit und nach dem Spiel. Nach dem ersten Durchgang ein schallend lautes Pfeifkonzert, nach dem Spiel fast ein kollektives Schweigen der Westkurve. Vereinzelt Applaus, vereinzelt Pfiffe. Was war da denn los? Unsere Mannschaft spielt bis dato eine gute Saison, die Jungs haben Bock zu kämpfen. Natürlich die abgelieferte Leistung gegen die Bochumer alles andere als ein Sahnestück und natürlich ist das Betzepublikum launisch. Es sagt auch keiner was, wenn man nach Sippel's Fehler beim 0:1 mal kurz hohldreht. Aber nach dem Spiel sollte der Mannschaft klar gemacht werden: "Auf Leute, weiter geht's, gute Saison bis jetzt! Die nächsten Punkte sin' uns!".

Aber nun zum Inhalt der heutigen Ausgabe. Zuerst werfen wir einen Blick zurück auf das Alternativprogramm zum Spiel gegen das RB-Produkt aus Leipzig, bei dem sich 250 FCK-Fans zum Public Viewing zusammenfanden. Auch haben wir freundlicherweise einen Gegnerbericht aus der Feder der Fanatico Boys Heidenheim erhalten. Vielen Dank dafür!

In der Rubrik "Ein Blick auf" schauen wir sowohl über den Tellerrand (Sankt Pauli & Aachen), als auch in den Teller selbst. Ein FCK-Fan hat Polizisten nach dem Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig angezeigt und eine detaillierte Aufarbeitung der Geschehnisse veröffentlicht. Ferner berichten wir über die neue Stadtmitte Kaiserslautern und eines unserer Arbeitskreismitglieder liefert einen Gedankensprung über die Dauerkartenpreise in Liga 1.

Jou, Liga 1 ... da wollen wir übrigens auch wieder hin. Also auf geht's, heute 3 Punkte, eine gut aufgelegte West und gemeinsam der Winterdepression der letzten Jahre entgegenwirken! Let's go Betze!   Hier geht's zur kompletten Ausgabe 110! Uns ist ein kleiner Fehler im Beitrag zur Dauerkarte 1993/1994 unterlaufen: Und zwar hat sich unser FCK lediglich für den UEFA-Cup qualifiziert und nicht für die Championsleague.          

UdH# 105: Betze vs FSV Frankfurt

105coverBevor wir uns am Wochenende beim 598. Wurstmarkt der kühlen Schorle hingeben, gilt es Freitagabend volle Aufmerksamkeit für 90+X Minuten Fußball auf dem Betze aufzubringen. Sicher gibt es attraktivere Gegner und coolere Anstoßzeiten, trotzdem sollte es jede/r irgendwie gemeistert bekommen, sich bis 18:30 Uhr in die Westkurve zu hetzen! Schafft eich nuff! Argumente für  den Stadionbesuch gibt es derzeit reichlich wie lange nicht: Die Mannschaft zeigt sich in einer ordentlichen Verfassung, wenngleich die Leistung nicht selten Luft nach oben ließ. Zu diesem frühen Zeitpunkt in der Saison zu tolerieren. Ähnlich gestaltet sich das Bild beim Blick in die Kurve: Zu Hause wie auswärts wurden zuletzt gute Auftritte hingelegt. Kein Vergleich zur letzten Saison. Aber auch hier geht mehr, also dran bleiben! Nun überlassen wir euch der neuen Ausgabe 105 und als Vorgeschmack an dieser Stelle einem Gedankensprung zur Rolle der Ultras im modernen Fußballgeschäft. Gönnt euch!   Die Ultrakultur und ihr Platz in der kommerziellen Fußballwelt Wenn man von modernem Fußball spricht, befindet man sich in einem Zeitraum ab 2000 bis heute. Ein Zeitraum, in der Fußball nicht mehr nur Kultur ist, sondern zum ersten Mal für alle Fußballbegeisterten sichtbar, wirtschaftliche und gewinnorientierte Zwecke erfüllt. Um zu zeigen, dass es sich hierbei nicht nur um eine vage Behauptung handelt, müssen verschiedene Ereignisse dieser Jahre noch einmal aufgezeigt werden. In der Saison 2000/2001 wurden die Übertragungsrechte des DFB für 385mio EUR/ Jahr an die Kirch-Gruppe verkauft. Dieses Ereignis war sinnbildlich für den enormen Anstieg an Fernsehgeldern und Budgetverteilungen für die Vereine des Profifußballs und zog somit immer mehr Möglichkeiten zur Werbung durch den Fußball in Form von Sponsoring und Vermarktung nach sich. Durch diese Mehreinnahmen war es Fußballvereinen möglich, mehr Geld für gute Fußballspieler und Rahmenbedingungen (Stadien, Stadionumfeld, Nachwuchsarbeit, …) auszugeben. Mit dem Verkauf von Übertragungsrechten an privatisierte Fernsehsender fand auch zum ersten Mal die Splittung der Spieltage statt, um den Fußball an so viele Fernsehzuschauer wie möglich zu verkaufen. Die Belastungen und Folgen hierdurch für Fans bei z.B. Auswärtsspielen sind ja bekannt. Auffällig hierbei sind die Terminierungen des sogenannten „Top-Spiels“, welches nie gleichzeitig mit anderen Partien samstags und sonntags stattfindet. „Top-Spiele“ sind später und mit eigener Vorberichterstattung angesetzt. Ebenso sind die Partien der 2. Bundesliga früher angesetzt, um dem Zuschauer diese Spiele auch zu zeigen. Die Topmannschaften, egal ob 1. oder 2. Bundesliga, spielen fast nie zur gleichen Zeit. Der Fußball im Fernsehen ist nicht mehr nur der Sport – er ist die absolute Fußball-Show. Mit den Neubauten und Ausbauten der Fußballspielstätten im Vorfeld der WM2006 in Deutschland wurde ein weiteres Kapitel in der Modernisierung nicht nur des Fußballs, sondern des gesamten Kulturbereichs Sport geschrieben. Riesige Investitionen flossen in neue Stadien und Ausbauten sowie enorme Verbesserungen oder auch Neubauten der Umfelder von Stadien und der Ausbau von Verkehrssystemen zur komfortablen An- und Abreise bei Events in Stadien. Fußballvereine steigerten hierdurch Einnahmen durch Logen und VIP-Bereiche sowie mehr Plätze für Werbung in den Stadien. Ebenso werden Stadien seither nicht nur als Spielorte für Fußball genutzt, sondern auch für z.B. Konzert-Events oder Präsentationen für Automobilhersteller (Vorstellung des Porsche Maccan im Fritz-Walter-Stadion, April 2014). Es zeigt sich also: Man möchte neue Zuschauergruppen ansprechen und für die Vermarktung in Spielstätten einladen. Eine weitere gewichtige Rolle spielt die Namensgebung. Durch die Bautätigkeiten an Stadien nach der Jahrtausendwende sind heute in Deutschland nur noch wenige Vereine übrig, die ihren Stadionnamen nicht vermarktet haben (Kaiserslautern, Bremen, Berlin ,…) – Häufig genannte Beispiele für Stadionvermarktung sind Dortmund (Signal Iduna), München (Allianz), Hamburg (Imtech). Ein weiterer Meilenstein des modernen Fußballs wurde mit dem Einstieg von Investoren bei den Retortenvereinen Leipzig, Wolfsburg und Hoffenheim gesetzt. Fußballvereine wurden z.B. in GmbHs ausgegliedert und finanziell von Investoren unterstützt. Jüngstes Beispiel hierzu ist die Vermarktung von Red Bull durch Fußballvereine in New York, Brasil, Salzburg und Leipzig. Die Wettbewerbsverzerrung, die hierdurch entsteht wurde in verschiedenen Ausgaben des UdH schon dargestellt und wird mittlerweile auch jedem bekannt sein. Welche Rolle spielt Ultra und Fankultur in der Welt des modernen Fußballs? Man könnte nun sagen, dass das ja alles halb so wild sei – immerhin bekommen Vereine durch verstärktes Marketing und Sponsoring ja auch mehr Geld – Und das kann ja nur gut sein? Nein. Spätestens dann, wenn auch der letzte Befürworter des modernen Fußballs Eintrittspreise zahlt, die einem ganzen Tagesgehalt entsprechen, ist die Kettenreaktion des Millionengeschäfts Fußball auch bei ihm angekommen. Ultra als Subkultur hat sich zum Ziel gesetzt, auf diesen Vorgang aufmerksam zu machen und an der Bereicherung der Fußballkultur lautstark Kritik zu üben. Denn sobald ein Kulturbereich nur noch zu Werbezwecken und Geldmehrung benutzt wird, fällt der eigentliche Aspekt der Kultur weg und nur noch wirtschaftliche Zwecke stehen im Vordergrund. Ultras engagieren sich und haben sich in den vergangenen Jahren in vieler Hinsicht gegen den Verfall der Fankultur und Tradition stark gemacht: Die Mitbestimmung der Fanszene als Mitglieder im Verein ist hierbei sehr wichtig. Im Fall von RB Leipzig ist Mitbestimmung nicht möglich – man möchte sich den Strukturen einer Fanszene entziehen und sieht diese nicht als Bestandteil des zukünftigen Fußballs. Gestaltung und Mitarbeit in Initiativen wie „Kein Kick vor zwei“, um auf die Ausdehnung der Spieltage nach Vorgaben der Pay-TV-Sender aufmerksam zu machen, sind bisher meistens gelungen. Die Probleme, die diese Ausdehnungen von Freitag bis Montag für Auswärtsfahrer mit sich bringen und die wirtschaftlichen Hintergründe wurden in den vorhergehenden Abschnitten schon angerissen. Einer der bislang größten Schritte der Ultraszene gegen den modernen Fußball ist die Kampagne „Nein zu Red Bull“, die auf das Vorgehen in Leipzig aufmerksam macht. Die Kampagne wurde umfassend in der letzten UdH-Ausgabe (#104) vorgestellt. Bislang hat die Kampagne hohe Aufmerksamkeit gewonnen und wurde in diversen Zeitschriften und Online-Zeitungen publiziert. Organisation in Bündnissen wie z.B. „Pro Fans – ohne uns kein Kick“, die auf verschiedene Probleme, die der moderne Fußball mit sich bringt, aufmerksam und sich für betroffene Fußballfans stark machen, zeigen ebenfalls, inwiefern Fußballfans einen Standpunkt haben und diesen auch nach außen vertreten. Bündnisse unterstützen auch viele Kampagnen und Initiativen, die von verschiedenen Ultragruppierungen gestartet wurden und helfen bei der Verbreitung. In dieser Welt des modernen Fußballs, in der Sponsoren und Investoren den Sport zur Profitmehrung benutzen, nehmen Ultras die wichtige kritikübende Rolle ein. Mit den in den oberen Abschnitten (Faninitativen, Kampagnen, Vereinsmitgliedschaft) als Beispiel angeführten Möglichkeiten organisieren sich Ultras und Fangruppen, um auf diesen Sachverhalt aufmerksam zu machen und Lösungsansätze zu finden. Für die Zukunft gilt, weiter Kritik an den Modellen der Investoren zu üben und auf diese lautstark aufmerksam zu machen. Fußball muss für jeden auf die gleiche Art und Weise erreichbar bleiben, da er Teil unserer Kultur ist. Fußball ist für uns keine durch Pay-TV künstlich aufbereitete Show oder Plattform zur Werbung und Möglichkeit zur Profitmehrung. Fußball ist Sport und seine Fankultur sollte für kein Geld der Welt käuflich sein!   Hier geht es zur kompletten Ausgabe 105!