Pride Week KL – Wochen der Toleranz

Pride Week FlyerZwischen dem 1. Mai und dem 26. Juni findet die zweite Pride Week in Kaiserslautern statt. In diesem Zeitraum wurden mehr als zwanzig Veranstaltungen organisiert, bei denen es um „Aufklärung und Information zur aktuellen Situation von LSBTI-Menschen und anderer Minderheiten“ geht. Der Schwerpunkt liegt dieses Jahr auf dem Themenfeld „Sport“.

Mit einer Vielzahl unterschiedlicher Veranstaltungen, wie Vorträgen, Sportveranstaltungen, Aktionstagen, Filmvorführungen, Diskussionsrunden, Workshops, Partys oder Freizeitaktivitäten, möchten die Veranstalter auf Diskriminierung im Sport aufmerksam machen und für dieses Thema sensibilisieren. Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der vor allem im Sport immer noch akzeptierten Homophobie. Schwul oder lesbisch (bzw. LGBT) zu sein, ist leider immer noch ein absolutes Tabu-Thema auf dem Platz, in der Kabine oder auch in vielen Fankurven.

Hinter der Pride Week KL stecken verschiedene Initiativen und Gruppen aus Kaiserslautern und Umgebung. Dazu gehören die AIDS-Hilfe, BLiA e.V., Lauterjungs & Mädels e.V., Queer Devils e.V, Rosateufel, Schwul-Lesbischer Stammtisch und weitere.

Schirmherr der Pride Week ist unter anderem Martin Wagner mit dem schon am vergangenen Freitag eine Podiumsdiskussion zum Thema „Beleidigen, Diffamieren, Diskriminieren – Entwicklungen der Umgangskultur im Profisport“ auf dem Betze stattfand.

Hier findet ihr alle Infos zur Pride Week: http://www.barbarosa.de/

Wir möchten an dieser Stelle mal drei Veranstaltungen besonders bewerben. Die restlichen Veranstaltungen könnt ihr hier einsehen: http://www.barbarosa.de/veranstaltungen/

 

Ronny Blaschke, “Gesellschaftsspielchen”

Wann: 30. Mai 2017 um 19:00 – 22:00

Wo:Presseraum des Fritz-Walter-Stadion

Verantwortliche: Queer Devils e.V.

 

Philipp Reis – “Homosexualität und Fankultur”

Wann: 8. Juni 2017 um 19:00 – 22:00

Wo: Jugend- und Programmzentrum, Steinstraße 47, 67657 Kaiserslautern

Verantwortliche: Queer Devils e.V.

 

Workshop zum Thema „Vielfalt im Sport“

Wann: 9. Juni 2017 um 16:00 – 20:00

Wo:AIDS-Hilfe Kaiserslautern e.V., Pariser Str. 23, 67655 Kaiserslautern

Verantwortliche: Lauterjungs und – mädels e.V.

UdH# 152: Betze vs Sankt Pauli

Cover_152Servus, Derbysieger!

Mit zwei extrem wichtigen Siegen verschafft sich der FCK ein wenig Luft im Abstiegskampf und somit auch eine gute Ausgangslage für die restlichen drei Spiele der Saison. Fußballerisch war das Heimspiel gegen Sechzig ähnlich mies wie auch das Auswärtsspiel beim KSC. ABER: Die Mannschaft gewann beide Partien gegen die direkte Konkurrenz und stellt gleichzeitig alle Weichen in Richtung Klassenerhalt, der mit einem Heimsieg heute festgemacht werden soll.

Der heutige Gegner, der FC St. Pauli, steht aufgrund der besseren Tordifferenz ein Platz vor unserem FCK und möchte ebenfalls das leidige Thema beenden und mit einem Sieg den fast schon sicheren Verbleib in Liga 2 feiern. Unsere Mannschaft sollte jedoch etwas dagegen haben und sich mit allen zur verfügung stehenden Mitteln den „Kiezkickern“ entgegenstellen. Die Hamburger, die seit fünf Spielen ungeschlagen sind, hatten bisher eine ähnlich schlechte Saison wie der FCK, die vom Abstiegskampf geprägt war, konnten sich zuletzt aber etwas fangen. Ein kleiner Blick auf die Statistik lässt uns zuversichtlich stimmen. Bei bisher 18 Heimspielen gegen den FCSP konnte der FCK 13 mal gewinnen. Die Richtung für heute ist vorgegeben: Heimsieg und die Paulianer noch einmal in Richtung Tabellenkeller befördern!

Was war sonst noch so los? Die Rot-Weiße Hilfe machte einen Fall öffentlich, der sich in unserem
Nachbarland zugetragen hat und die unverhältnismäßige Polizeiarbeit in Frankreich darstellt. Der Minderjährige FCK Fan wurde wegen Verdacht einer Sachbeschädigung, anlässlich des Freundschaftsbesuches beim FC Metz, in Gewahrsam genommen. Mehr dazu auf www.rot-weisse-hilfe.de sowie auf hier auf unserem Blog.

Das zum Saisonendspurt ausgerufene Motto „1. FC Kaiserslautern – Unzerstörbar“ ist seit drei Spieltagen fester Bestandteil und wird auch heute wieder vor der Westkurve zu sehen sein. Wir Fans in der Kurve geben beim vorletzten Heimspiel nochmals den Takt an und schreien die Mannschaft zum Sieg!

Zum Schluss noch ein kurzer Blick in die heutige Ausgabe: Mal wieder war einer unserer Schreiber in der Fußballwelt unterwegs und liefert einen interessanten Hoppingbericht aus Tschechien, der uns einen kleinen Einblick in die dortige Fankultur geben soll.

Ein Thema, mit dem sich in naher Zukunft jeder FCK Fan auseinandersetzen muss, wird in dieser Ausgabe schon einmal kurz angeschnitten. Wir haben uns schon einmal unsere eigenen Gedanken zum Thema Ausgliederung gemacht und möchten somit den Ball ins Rollen, bringen sich diesem wichtigen Thema anzunehmen. Den Artikel gibt’s auch hier auf unserem Blog – inklusive einiger interessanter Hintergrundinformationen.

Hier geht’s zur kompletten Ausgabe 152!

Einige Gedanken zum Thema „Ausgliederung“

10313062_362878910574930_2009261801107847828_nEin Gespenst geht um am Betze, das Gespenst der Ausgliederung. So oder so ähnlich könnte man einen solchen Text beginnen, der sich mit einem sehr heiklen Thema befasst, das – anders als die obige Zeile historisch konnotiert – nicht zu mehr Freiheit und Demokratie, sondern in diesem Fall eher zu weniger Mitbestimmung und Demokratie im Verein führen könnte.

Dieses Thema ist die Herauslösung der Profi- bzw. Lizenzspielerabteilung aus dem e.V. (eingetragener Verein) in eine Kapitalgesellschaft. Was bei vielen Vereinen der ersten und zweiten Bundesliga mittlerweile längst geschehen ist, könnte demnächst auch bei uns am Betze Realität werden. Nachdem bereits Mitte der 2000er unter Rene C. Jäggi und auch danach in der Kuntz-Ära das Thema Ausgliederung auf die Tagesordnung kam – einige können sich sicher noch gut an die Jahreshauptversammlung erinnern -, man sich in letzter Konsequenz dann doch nicht an eine Umsetzung machte, wollen die Herren Gries und Klatt es nun (noch einmal) selbst probieren. Dabei spielen sie natürlich die Karte des Erfolges und Ködern alle FCK-Fans und Mitglieder mit dem schönen Ziel 1. Bundesliga.  Laut Vorstand würde es unser Verein jedoch nur wieder hoch schaffen, wenn wir einen Investor an Land ziehen würden. Dazu bedürfe es einer Ausgliederung der Profiabteilung. Denn wie Gries jüngst in der Rheinpfalz verkündete, hat ein Investor „rein rechtlich … keine Möglichkeit, Anteile am eingetragenen Verein zu erwerben“. Demnach könnte ein solcher Investor „nur Sponsoring oder Fremdkapital zur Verfügung stellen“. Der Vorstand, so Gries, suche jedoch „einen strategischen Partner, der mit uns eine Partnerschaft eingeht, mit seinem Kapital den Weg mit uns bereitet, um die erste Liga zu erreichen“. Was man den Herren Klatt und Gries zu Gute halten muss – und das haben die vorherigen Vorstände versäumt – ist die offene und ehrliche Kommunikation nach außen und auch die Partizipationsmöglichkeit an diesem (vorbereitenden) Prozess. Die Vereinsführung hat dazu nämlich einen Arbeitskreis gegründet, in dem neben den Vorständen Thomas Gries und Michael Klatt, der Aufsichtsratsvorsitzende Nikolai Riesenkampff, ein Mitglied des Ehrenrates sowie fünf Vereinsmitglieder sitzen. Außerdem können sich FCK-Mitglieder zu den Treffen anmelden und an jedem Ende der Sitzung Fragen stellen.

Soweit die Fakten. Nun zu (m)einer fan- bzw. mitgliedskritischen Sichtweise. Ja, sicherlich stellt eine Ausgliederung in der heutigen Zeit einen wichtigen Faktor zur Herstellung einer Wettbewerbsfähigkeit im Kapitalgeschäft Bundesliga dar, doch sollte dies niemals zu Lasten der Mitbestimmung seitens der Mitglieder im Verein gehen. De facto aber kommt eine Ausgliederung einer Beschneidung der Mitgliedermitbestimmungsrechten gleich. Auch wenn die 50+1 Regel (noch) greift und ein möglicher Investor damit niemals die Mehrheit an Stimmen haben kann, bedeutet dies trotzdem, dass die Stimmenverteilung ungleicher und damit undemokratischer wird. Man muss sich das so vorstellen: In einer GmbH z.B. wäre dann der Investor Anteilseigner sowie der FCK. Der FCK hätte maximal 49 % der Stimmanteile und der FCK 51%. Man müsste sich als „Verein“ also gegen einen „Partner“ behaupten, der ganz andere Interessen als die Vereinsmitglieder besitzt. Z.B. wenn es um Vermarktung oder ähnliches geht – Beispiel: Name des Stadions oder ähnliches. Man begibt sich mit einer Ausgliederung nicht nur in eine demokratische Ungewissheit, sondern auch in eine wirtschaftliche Abhängigkeit von einem oder mehreren Investoren. Negativbeispiel ist hierbei sicherlich der TSV 1860 München. Nicht nur, dass Hasan Ismaik gewiss nicht vor seinem Einstieg überhaupt etwas vom TSV 1860 gehört hat und ihm die Interessen des Vereins und der Fans/Mitglieder völlig egal sind – da sie nämlich im Widerspruch zu seinen rein kapitalorientierten stehen -, sondern auch, dass man nämlich –  sollte sich mal ein (oder der einzige) Investor zurückziehen – auf einen nächsten Investor angewiesen wäre – Suche und Findung vorausgesetzt. Solch ein Szenario könnte ganz schnell in eine Insolvenz oder in eine wirtschaftliche Talfahrt münden. Denn bei einem Investorenmodell (speziell bei einer AG) sinkt das Eigenkapital – der BVB hält z.B. nur ca. 5% des Kapitals an der BVB AG –, das im Falle eines Investorenausstiegs oder beim Fallen der Aktie wenig finanziellen Rückhalt bieten würde. Natürlich ist dies ein sehr krasses Szenario – aber man muss im kapitalorientierten (Fußball) Geschäft mit allem rechnen – Gewinnen – Krisen – Verlusten und Insolvenzen. Ich möchte an dieser Stelle jedoch auch fairerweise anmerken, dass es durchaus Investoren geben kann, die sich der Sache des Vereins und der Fans verschreiben können und sich die Wahrung der Identität des Vereins als Investorenaufgabe machen können. Z.B. wenn man es schafft, einen Investor aus der Region an Land zu ziehen, der sich mit dem FCK zu einhundert Prozent identifiziert – das dürfte jedoch keine einfache Aufgabe sein.

Noch steht uns eine Ausgliederung nicht direkt bevor. Dazu bedarf es einer außerordentlichen Mitgliederversammlung (die laut Gries auch einberufen werden soll). Diese könnte durch Wahrung einer einmonatigen Frist zur Einladung durch den Vorstand einberufen werden. Gewiss geschieht dies aber in Rücksprache mit dem Arbeitskreis „Ausgliederung“. Bis dahin wird noch genug Zeit sein, sich kritisch und rational mit dem Thema auseinanderzusetzen, um letztlich eine bewusste Entscheidung im Sinne des FCK zu treffen. Dabei muss man letztlich wohl abwägen, ob man wettbewerbsfähig bleiben oder ob man die größtmögliche Mitbestimmung im Verein erhalten möchte. Ein Modell der beides sicherstellt, gibt es auf dem Papier leider nicht. Dies würde letztlich vom jeweiligen Investor abhängen.

Um sich etwas weiter mit dem Thema zu beschäftigen, hier noch ein paar interessannte Links:

Zur Ausgliederung beim FCK:

Fan-Initiative „1.FCK – E.wig V.ereint“

http://www.swr.de/swraktuell/rp/kaiserslautern/1-ausgliederung-oder-finanzielles-abseits/-/id=1632/did=19390948/nid=1632/1c14cy1/

http://www.swr.de/sport/fussball-1-mit-brezeln-und-investor-in-die-bundesliga/-/id=1208948/did=18784636/nid=1208948/1ruqzxd/

http://www.rheinpfalz.de/nachrichten/titelseite/artikel/fck-sucht-investoren-und-einen-ausweg-aus-der-sackgasse/

http://www.rheinpfalz.de/nachrichten/titelseite/artikel/fck-auf-brautschau/

Zur Ausgliederung allgemein:

http://www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/die-bundesliga-gmbh-die-anteile-bestimmen-nicht-die-stimmrechte/10348344-3.html

http://www.spiegel.de/sport/fussball/fussball-bundesliga-so-gehen-die-klubs-mit-investoren-um-a-1042220.html

 

 

RWH: Ein neues Maß der Unverhältnismäßigkeit

Wie die französische Polizei aufgrund des Verdachts der Sachbeschädigung einen minderjährigen Fußballfan tagelang einsperrt

Nach dem Derbysieg des 1. FC Kaiserslautern gegen den Karlsruher SC dürften die meisten FCK-Anhänger einen 1-fc-kaiserslautern-borussia-dortmund-bundesliga-2011-2012-18gelungenen Samstagabend verbracht haben. Die Abstiegsangst fast gebannt, das Südwestderby für sich entschieden – eigentlich ein perfekter Tag für jeden Fan der roten Teufel. Zahlreiche rot-weiße Anhänger reisten nach diesem wichtigen Sieg weiter nach Frankreich, um den seit vielen Jahren befreundeten Anhang des FC Metz im Abstiegskampf der Ligue 1 zu unterstützen und die beiden Siegen zusammen zu feiern. Für das 17 Jährige RWH-Mitglied Sven (Name geändert)  endete der Abend jedoch in französicher Haft – wegen des Verdachts der Sachbeschädigung.
Wir haben auf unserer Seite schon von einigen Fällen berichtet, bei welchen Fußballfans einer unverhältnismäßigen Behandlung durch die Polizei ausgesetzt waren. Unser neuester Fall schockiert trotzdem wie kaum ein zweiter.

So soll es im Metzer Stadtzentrum nach besagtem Spiel am Samstagabend zu fortgeschrittener Stunde zu Sachbeschädigungen gekommen sein. Bei den anschließenden Kontrollen durch die französische Polizei kam es daraufhin zu willkürlich wirkenden Verhaftungen  von Einzelpersonen aus einer großen Masse heraus, darunter auch dem 17-jährigen Sven. Dieser musste anschließend die Nacht in französischem Gewahrsam verbringen. Nur um noch einmal daran zu erinnern: der Grund für die Verhaftung und die Nacht in Gewahrsam ist einzig und allein der Verdacht (!) der Sachbeschädigung. Schon diese äußerst unverhältnismäßige Behandlung löst bei uns Kopfschütteln aus. Die weiteren Vorgänge am Sonntagmorgen lassen uns jedoch nur noch ungläubig staunen.

So verlängerte die französische Polizei die Haft für Sven völlig überraschend bis Dienstag, eine Abholung durch Svens Vater wurde kurzfristig abgelehnt. Trotz mehrmaliger Aufforderung von Svens Vater wurden keine Informationen zur Tat, dem Gesundheitszustand von Sven und dem folgenden Verfahren herausgegeben. Des Weiteren wurde es den Familienangehörigen untersagt, mit Sven zu sprechen oder ihn gar zu sehen.

Wir als RWH finden zu diesem Vorgehen der französischen Polizei keine Worte. Einen minderjährigen Jungen aufgrund des Verdachts der Sachbeschädigung über 3 Tage in Gewahrsam zu behalten, jeglichen Kontakt zur Außenwelt abzuschneiden und nicht einmal den Eltern Svens eine Auskunft über seinen persönlichen Zustand zu geben, grenzt an eine Menschenrechtsverletzung und ist so nicht hinzunehmen. Wir haben den Kontakt mit der deutschen Botschaft in Frankreich aufgenommen und werden alles versuchen, um dieses Vorgehen der französischen Beamten zu unterbinden und Sven bestmöglich zu unterstützen. Ein Verdacht der Sachbeschädigung rechtfertigt in keinster Weise beschriebene Maßnahmen. Ganz egal in welchem Land dieser Welt.

UdH# 151: Betze vs 1860

151Mit 32 Punkten stehen wir aktuell auf dem 15. Platz der 2. Fußball Bundeliga, sind punktgleich mit dem 16. und haben ein Zwei-Punkte-Polster auf den direkten Abstiegsplatz. Der Verein kämpft ums Überleben und wir alle kämpfen mit. Es ist allerhöchste Zeit den Arsch
hochzubekommen und den FCK im Stadion zu unterstützen!
Es geht nicht um persönliche Interessen und Konflikte, es geht nicht um schönen Fußball und erst recht nicht geht es um einzelne Person oder Gruppen. Es geht um die Zukunft unseres 1. FC Kaiserslautern.

Die Gegner der nächsten Spiele sind direkte Konkurrenten im Abstiegskampf. Das Motto der verbleibenden Spiele ist klar und wurde bereits beim Auswärtsspiel in Berlin präsentiert.
„1. FC Kaiserslautern – Unzerstörbar“.
Motiviert euch, eure Familie, eure Bekannten und alle anderen die dem FCK nahestehen und den Verein im Herzen tragen. Nur gemeinsam geht’s. Das Team ist auf eine lautstarke Unterstützung angewiesen. Lasst die Westkurve zur roten Wand werden und in ein rot-weißes Fahnenmeer tauchen, so dass es auch der letzte versteht, unseren Verein und uns Fans wird es immer geben.

1. FC KAISERSLAUTERN – UNZERSTÖRBAR!

Hier geht’s zur Aufgabe #151!

UdH# 150: Betze vs Fürth

coverEINHUNDERTFÜNFZIG Ausgaben “Unter die Haut” Spieltagsheft! Zum Jubiläum haben wir uns – wie schon bei Nummer 50 und 100 – etwas besonderes ausgedacht. Dieses Mal haben wir statt in die Tasten zu hauen, den Stift geschwungen und haben uns damit nicht nur aufs rein Grafisch-Gestalterische fokussiert, sondern sind der digitalen Welt mit all ihren Vereinfachungen einfach mal entflohen. Ironischerweise hätte uns dann fast noch unser Drucker – das einzige technische Hilfsmittel auf das wir dann zwecks Reproduktion doch nicht verzichten konnten – einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber alles kein Problem – wurde halt auf Arbeit, in der Uni oder zuhause gedruckt.

Wer eine der Print-Ausgaben am gestrigen Spieltag nicht ergattern konnte, hat nun die Möglichkeit die Jubliäumsausgabe  hier zu lesen.

Viel Vergnügen!

Hier geht’s zur Jubliäumsausgabe!

UDH# 149: BETZE VS BRAUNSCHWEIG

CoverGrüßt euch Betzefans!

Endlich wieder Fußball, endlich wieder Betze! Nach einer kurzen Länderspielpause und irgendeinem Abschiedsspiel befinden wir uns nun wieder in der Realität des Fußballs. Diese Realität sieht für uns Betzeanhänger und Betzeanhängerinnen leider nicht gerade gut aus. Wir befinden uns mal wieder voll im Abstiegskampf. Der Trend zeigt eindeutig nach unten. Kaum Tore und dazu bekommen wir nun auch wieder vermehrt Gegentore. Unnötig, dass die so sichere Innenverteidigung – bestehend aus Ewerton und Koch – auseinandergerissen wurde. Das einzige Positive beim Blick auf die Tabelle ist noch, dass der KSC auf dem letzten Tabellenplatz steht. Ein Verzicht aufs Derby ist aber eigentlich auch nicht gerade ein schöner Blick in die Zukunft – war das doch zumindest ein Lichtblick in der sonst tristen zweiten Liga.

Um hier schnell das Positive zu erwähnen: Nach der letzten Länderspielpause starteten wir eine kurze Serie mit 3 Siegen in Folge eher man dann 4 Unentschieden und 1 Niederlage zum Hinrundenabschluss in Nürnberg kassierte. Kurz danach warf Tayfun Korkut aus bis heute immer noch unbekannten Gründen hin um dann vor einigen Wochen bei Bayer Leverkusen anzuheuern, wo er kurz in der Championsleague ran durfte, um bei Atletico Madrid mit einem 0:0 im Rückspiel auszuscheiden.

Aber zurück zum Betze und zu unserem aktuellen Trainer, Norbert Meier. In einem Interview mit der Rheinpfalz behauptete er – und auch Stöver bei Flutlicht -, dass die Mannschaft ein „Mentalitätsproblem“ habe. Wahre Worte! Obgleich zwar nicht der Kampf fehlt, jedoch der absolute Wille zu gewinnen. Eine Statistik, die ich an dieser Stelle leider nicht zitieren kann und ich weiß auch nicht mehr woher ich sie habe, belegte, dass es unserer Mannschaft noch in keinem Spiel gelang, einen Rückstand in einen Sieg zu verwandeln. Dieses Mentalitätsproblem darf man zwar einer jungen Mannschaft irgendwie verzeihen, jedoch deutet es tiefsitzendere Probleme innerhalb des Mannschaftsgefüges an. Und dies ist nicht gerade ein Vorteil im Abstiegskampf.

Was wir als Fans in dieser Situation leisten müssen, dürfte klar sein. Wir müssen der Mannschaft – auch wenn es durchaus schwer fallen mag, bei den zuletzt dargebotenen Leistungen – unsere bedingungslose Unterstützung zukommen lassen, wenn wir unseren großen 1. FCK nicht nächstes Jahr zusammen mit dem KSC in der 3. Liga spielen sehen wollen.

Nach dem Sportlichen möchte ich an dieser Stelle noch auf den inhaltlichen Teil unserer heutigen Ausgabe eingehen.
Dabei werfen wir vor allem einen Blick auf die Kurve von 1860 wo sich seit der Auflösung der Giasinga Buam eine neue Gruppe namens „Münchner Löwen“ anschickt, den Support zu reorganisieren – nachdem auch der Scheich sich die Ultras zurückgewünscht hat. Damit aber nicht genug. Den tiefen Fall des Rainer Wendt haben wir beim letzten Heimspiel mit einem Spruchband gewürdigt, auf das wir in unserer neuen, alten Rubrik „Spruchbanderklärungen“ kurz eingehen. Wendt funktioniert hier auch gut als Überleitung zu einem Text zum Ausbau der Videoüberwachung, war – ne er lebt ja noch –, ist er ja einer der unangefochtensten Befürworter für mehr Law an Order – gerade auch im Fußball.

So nun aber genug der einleitenden Worte. Viel Spaß beim Lesen!

Hier geht’s zur kompletten Ausgabe 149!

Fans vs. RedBull – oder ein Gedankensprung darüber, ob jeder die gleichen Voraussetzungen zur Kritik an RB hat

UnbenanntIn der Saison 2014/2015 stieg der Red Bull Verein aus Leipzig frisch in die 2. Liga auf. Für uns Ultras war damals klar, wir müssen da was machen. So starteten wir als Ultraszene in Kaiserslautern mit anderen Ultrà- und Supportergruppen die Kampagne „Nein zu RB“. Erste öffentlichkeitswirksame Aktionen wurden durchgeführt. Neben einer inhaltlichen Auseinandersetzung, fanden auch eher plakative Aktionen statt. Einige Fanszenen boykottierten gar die Auswärts-, und sogar die Heimspiele, gegen RB Leipzig – so auch wir.

All diese Aktionen verhinderten natürlich nicht den Aufstieg RB Leipzig in die Bundesliga – verzögerten ihn jedoch gewiss. Denn das negative Image RB Leipzigs hat sich zwar sicher nicht auf die Verkaufszahlen von Red Bull ausgewirkt, jedoch gewiss ein wenig auf die Moral im Kader. Denn der in fast jedem Stadion spürbare Hass der RB entgegengebracht wurde, hat ohne Weiteres bei dem ein oder anderen RB-Spieler unmittelbare Spuren hinterlassen. Ob der einzelne Spieler nun was dafür kann, dass er dem großen Geld von Red Bull hinterherrennt, darf wahrlich angezweifelt werden, in Zeiten in denen auch Fußballer nichts als Humankapital und demnach Personen sind, die ihre Arbeitskraft zum bestmöglichen Preis verkaufen müssen. Dies zu berücksichtigen ist grundlegend wichtig, will man eine differenzierte Kritik an RB Leipzig und am Fußball generell formulieren. Doch gleichzeitig muss man verstehen, dass nicht jeder Fan über die Grundprinzipien politischer Ökonomie Bescheid wissen kann. Oft klingen dann solche Argumente, die das System in den Vordergrund rücken, sehr von oben herab oder schlichtweg zu intellektuell und sie gehen am gewöhnlichen Fußballfan und seiner Wahrnehmung vorbei. Denn was wahrgenommen wird, ist, dass sich der Fußball immer weiter von einem entfremdet. Das beginnt beim Stadionerlebnis, dass mittels (überwachungs-)technischer Aufrüstung (Kartenlesegeräte am Einlass, Bezahlen nur noch per Karte), dem Konsumangebot sowie einer dauerhaften Kontrolle und Überwachung (nicht nur beim Einlass) und endet beim Ändern des Stadionnamens in Firma XY (z.B. „Trolliarena“). Neben diesen eher schon lang stattfindenden schleichenden Entfremdungstendenzen – also weg von einem Fußball „wie er früher einmal war“ – finden nun auch solche statt, die für viele schlicht und ergreifend eher prompt und unvorhergesehen kommen. So halt auch die Gründung RB Leipzigs und der schnelle Aufstieg in die Bundesliga. Dies führt dann dazu, dass für viele Fans nun eine Grenze überschritten wurde – ohne natürlich zu wissen, dass es nie eine Grenze gab bzw. wenn überhaupt, diese Grenze mit der Gründung der Bundesliga überschritten wurde. Denn dort wurde der Weg zu einer kommerziellen Profiliga geebnet. Und unter kapitalistischen Produktionsbedingungen führt das dann in letzter Konsequenz dahin wo wir heute sind. Die Erkenntnis über diese kapitalistische Logik sollte jedoch nicht dazu verleiten, jede neue Entwicklung ohne weiteres hinzunehmen, mit dem Verweis, „das ist halt so im Kapitalismus“. Dieser Argumentation bedienen sich neben RB-Kritikern auch RB-Befürworter. Das wäre genauso, wie wenn man sagen würde, dass die Banken nun mal so arbeiten, weil wir ja im Finanzkapitalismus angekommen sind. Zwar wird das System – also das des Finanzkapitalismus bzw. des Neoliberalismus – irgendwann implodieren, erste Anzeichen darauf gab ja schon die weltweite Finanzkrise (durch die mehrere Millionen Menschen in den USA obdachlos wurden), doch muss man es soweit kommen lassen? Nein, denke ich. Daher ist auch eine Kritik an RB Leipzig nicht nur richtig, sondern notwendig, um spätestens jetzt gegenzusteuern oder um „Schlimmeres“ zu verhindern. Dabei darf diese Kritik natürlich nicht an RB Leipzig stehen bleiben, sondern muss weitergehen und die komplette politische Ökonomie umfassen. Diese weitergehende Kritik nun aber von jedem Fan zu verlangen, ist völlig unrealistisch und negiert gesellschaftliche Ungleichheiten hinsichtlich Bildung, Kultur und finanziellem Vermögen. Daher scheint es wichtig, sich über diese gesellschaftlichen Machtverhältnisse im Klaren zu sein, um zu verstehen, wie man auch Menschen mit dieser weitergehenden Kritik erreichen kann.

Eins ist schon jetzt klar, eine Kritik um der Kritik willen, bringt uns nicht weiter. Vielmehr muss ein Raum geschaffen werden, in dem (über verkürzte Kritik) diskutiert wird und gemeinsam über Strategien nachgedacht wird. Wir haben dies damals mit der Kampagne „Nein zu RB“ versucht – andere haben lieber von außen bzw. von oben kritisiert.

UDH# 148: BETZE VS HEIDENHEIM

coverWas war das für eine Achterbahnfahrt in Dresden?! Nach 2:0 Führung waren die meisten mit dem 3:3 Endergebnis dann doch mehr als zufrieden. Ein kleiner Wermutstropfen: Nach der zwei Tore Führung und der Chance zum 4:3 musst du das Spiel eigentlich gewinnen und doch fühlte es sich in den Minuten nach dem späten Ausgleich von Przybylko mehr wie ein Punktgewinn als wie ein Punktverlust an. Ein paar Tage später ärgert man sich natürlich darüber die Führung aus der Hand gegeben zu haben, aber sei’s drum. Von den letzten fünf Gastspielen bei Dynamo (seit der Saison 93/94) konnte gerade mal ein Spiel gewonnen werden und somit sind wir dann doch wieder einigermaßen zufrieden mit dem Unentschieden in Dresden.

Eine Woche zuvor sah das ganze ernüchternder aus. Mit 0:2 ging die Truppe gegen den VFB leer aus und auch der oft gelesene „Bundeligarahmen“ sollte nicht wirklich zum positiven Spiel des FCK beitragen. Aber auch nach dem Spiel in Stuttgart war jedem klar: Mund abputzen und weiter geht’s, die Punkte werden gegen andere Teams erbeutet!

Und somit stehen wir nach zuletzt zwei Auswärtsspielen in Folge wieder hier auf’m Betze, in unserem Fritz-Walter-Stadion. Gegner heute der FC Heidenheim. Für die Freunde der Statistik sei kurz erwähnt, dass der FCK in allen Heimspielen gegen den FCH noch nicht verloren hat. Hört sich gut an, ehrlichkeitshalber muss man dazu sagen, dass es auch erst zwei Pflichtspiele waren, die auf dem Betze ausgetragen wurden. Nach zuletzt zwei Unentschieden steht der FC Heidenheim auf Tabellenplatz 6 und somit ein gutes Stück vor dem FCK. Die Segel sind natürlich trotzdem auf Heimsieg ausgerichtet und auch jeder Besucher sollte entsprechend motiviert sein die Mannschaft nach vorne zu treiben um am Ende die Punkte hierzubehalten. Was beim letzten Heimspiel gegen Sandhausen schon optimal funktionierte soll auch heute hinhauen. Vorne die Bude vollhauen und hinten sauber halten.

Was war sonst noch los?
Wieder einmal wurden die schon oft erwähnten Nebenkriegsschauplätze zum medialen Aufschrei. Aufsichtsrat und Vorstand haben sich mittlerweile wohl wieder ausgesprochen und somit kann die Schlagzeile wieder dahin verschwinden, wo sie hergekommen ist.

Jährlich grüßt das Murmeltier? So oder so ähnlich könnte man das Kapitel der Suche nach einem neuen Hauptsponsor beschreiben. Die Zeiten, in denen die Brust der FCK Kicker über Jahre hinweg den gleichen Hauptsponsor zierte sind leider auch seit mehreren Jahren vorbei. Wenig überraschend also, dass sich die Vorstandschaft, oder doch eher die vermarkter Heinis, zur neuen Saison einen neuen Hauptsponsor suchen müssen.

Wie bereits in den letzten Ausgaben kurz erwähnt, haben unsere Freunde aus Metz immer noch mit den ausgesprochenen Strafen zu kämpfen.

Nach Einspruch des Vereins konnte eine Strafe zurückgenommen werden. Die bereits abgezogenen zwei Punkte wurden dem FC Metz wieder gutgeschrieben und somit konnte zumindest die Tabellensituation ein wenig verbessert werden.

Der Blick auf die Themen der heutigen Ausgabe lohnt mal wieder und verleitet zum Weiterblättern.
Neben einem Gedankenspruch zum Thema RedBull vs. Fans gibt es auch wieder alle interessanten Neuigkeiten der Fan- und Fußballwelt.

Richtig gut lesen lässt sich wieder einmal ein Hoppingbericht aus dem Mutterland der Ultras. Vier Spiele in zwei Tagen und einige lustige Storys machen Spaß und werden definitiv nicht die letzten gewesen sein.

Zum Schluss der einleitenden Worte noch ein kleiner Hinweis in eigener Sache:
Anlässlich der baldigen 150. Ausgabe unsers „Unter die Haut“ Kurvenfylers würden wir uns wieder über Grüße, Rückmeldungen, Anregungen oder auch Wünsche freuen, die direkt von euch Lesern kommen und in der Jubiläumsausgabe erscheinen sollen.

Nutzt dazu gerne die Mail udh@frenetic-youth.de oder direkt und persönlich an unserem Infostand. Wir freuen uns über jede Nachricht die uns erreicht!

Hier geht’s zur kompletten Ausgabe 148!

Zum Thema „Freiheit stirbt mit Sicherheit“ – ein Kommentar von Christoph Ruf

christophJeder kennt den Spruch: „Überwachung? Finde ich nicht schlimm, ich habe ja nichts zu verbergen“. So oder so ähnlich reagieren viele Menschen auf die sich immer weiter ausweitende Überwachung des öffentlichen Raumes. Zu diesem öffentlichen Raum gehören mitunter auch Fußballstadien, in die an jedem Wochenende mehrere Millionen Menschen pilgern, um ihre Mannschaft zu unterstützen oder Fußball zu konsumieren – soll ja mittlerweile auch vorkommen…

Christoph Ruf – Journalist, Publizist und Fußballfan –  hat sich nun in seiner Kolumne für die Tageszeitung „Neues Deutschland“ über diese Zustände geäußert. Wir finden seine Ausführungen sehr lesenswert und denken, dass es wichtig ist, sich mit dem Thema „Überwachung und Polizeistaat“ – auch als Fußballfan – auseinanderzusetzen.

Hier geht’s zu dem Artikel: Klick!