K-Town’s Most Wanted – Rapisode I

Rapisode1Wer am Freitag, den 05. September 2014 noch nicht verplant ist, dem sei „K-Town’s Most Wanted – Rapisode I”  wärmstens ans Herz gelegt. Erstmals versammelt sich im Kulturzentrum Kammgarn die junge Hip Hop Community der Stadt zu einer gemeinsamen Jam. Initiiert von unserem alten Freund und Kupferstecher Chief Justice („Aufstieg“, „Es muss eskalieren“) wurde ein abwechslungsreiches Line-Up geschaffen, bei dem nicht nur Hip Hop Liebhaber auf ihre Kosten kommen.

Die Auftrittsgagen aller Künstler fließen nach einvernehmlichem Beschluss in die Kasse der „Rolling Devils“. Ein Grund mehr für alle FCK-Fans und Jugendliche der Stadt dieses Event zu supporten. Lassen wir es mal wieder ESKALIEREN!

Alle Infos auf einen Blick:

Was? K-Town’s Most Wanted – Rapisode I
Wann? Freitag, 05.09.2014, 20:00 Uhr
Wo? Cotton Club, Kulturzentrum Kammgarn (Schoenstr. 10, KL)
Kostet? VVK:  10,- € (Plus 2,- VVK-Gebühr + Kammgarn-Euro); AK:  12,- € (Plus Kammgarn-Euro)
Artists? Chief Justice, Gorrest Fump, Prototüp, Smeil, TAHIR & LAKO, TFR, DJ Timpossible
Braucht ihr noch mehr Infos? Findet ihr hier!

UdH# 104: Betze vs BTSV

104coverGude Betzefans!

Vier Punkte aus den ersten beiden Saisonspielen und die zweite Runde im Pokal erreicht. So oder so ähnlich lassen sich die ersten drei Pflichtspiele der Roten Teufel zusammenfassen, ehe es heute gegen den Bundesliga-Absteiger aus Braunschweig geht.

Gleich die erste Partie der neuen Saison, gegen die Löwen aus München, beinhaltete alles, was man sich unter „Betze“ vorstellt. 3:2 Sieg nach 0:2 Pausenrückstand in Unterzahl und eine Atmosphäre unter Fluchtlicht, welche einfach nur gewaltig und atemberaubend gewesen ist. So muss das sein!

Das erstmals wirkende Stimmungszentrum in den unteren Blöcken der Westkurve hat funktioniert. Auch wenn sicherlich noch nicht alles so geklappt hat, wie man sich das anfangs vorgestellt hat, sind wir auf einem guten Weg. Wir hoffen, dass Ihr uns auch weiterhin auf diesem Weg unterstützt und wir alle gemeinsam die Bastion Betzenberg zukünftig wieder aufleben lassen können!

Nach dem grandiosen Heimsieg gegen die Münchner Löwen gibt es jedoch sportlich weniger erfolgreich weiter. Das 1:1 in Sandhausen fühlte sich eher nach einer Niederlage als nach einem Punktgewinn an. Auch wenn der gut aufgelegte Gästemob das Auswärtsspiel zu einem Heimspiel machte, blieb unserem 1. FC Kaiserslautern e.V. auch in diesem Jahr ein Sieg in Sandhausen verwehrt.

Von beiden Spielen (dem Spiel gegen München als auch gegen Sandhausen) findet ihr in dieser Ausgabe jeweils einen Bericht aus Sicht der Gegner, in dem das Spiel und die Stimmung nochmals Erwähnung finden.

6.000 Lautrer feierten sodann in Wiesbaden den Sieg und den damit verbundenen Einzug in die zweite Pokalrunde. Die schlechte Leistung während den 120 Minuten wurde durch souverän verwandelte Elfmeter unserer Roten Teufel ausgeblendet. „Ä Rund weider un gud is“ – darum geht es ja bekanntlich in der ersten Pokalrunde!

Die 104. Ausgabe unseres Kurvenflyers beinhaltet derweil neben vielen informativen Berichten aus den Kurven und Fanszenen der Welt auch einige interessante Texte, die mit Freude und Spaß zu lesen sind. Unter andrem führten wir ein Interview mit dem Lokal-Rapper „Juses“, der uns Frage und Antwort zu seiner aktuellen EP stand. Ebenso interessant ist der Hoppingbericht aus Schweden, welcher uns einen Blick in den schwedischen Fußball und deren Fanszene bereitstellt.

An dieser Stelle möchten wir Euch auch nochmals darauf hinweisen, wie Ihr die Möglichkeit habt, mit uns in Kontakt zu treten. Nutzt die Chance und sendet uns Eure Texte, Berichte oder Euer Feedback einfach an udh@frenetic-youth.de. Natürlich könnt Ihr uns auch jederzeit im Stadion anquatschen!

Gut aufgestellt ist derweil auch unser Infostand. Es erwarten euch weiterhin die neuen Aufklebermotive sowie die erst kürzlich komplett überarbeitete Buttons-Auflage. Aber auch die aktuellen Fanzines, sowie das übliche andere Repertoire sind an unserem Stand vor der Westkurve zu erwerben. Schaut also vorbei – Es lohnt sich!

Genug der einleitenden Worte. Gebt heute alles. Für unseren 1. FC Kaiserslautern e.V., für die Kurve, für das Team und für die Stadt! 90 Minuten Fußball „uffem Betze“ – was gibt’s Geileres?! Also, Feuer frei!

 

Hier geht es zur kompletten Ausgabe 104!

Juses – EP „Sogenannter Fußballfan“

Am 24.08.2014 veröffentlicht Juses seine erste EP „Sogenannter Fußballfan“. Was euch erwartet hat die Unter die Haut Redaktion vorab für euch herausgefunden.

Ab dem Heimspiel gegen Braunschweig habt ihr die Möglichkeit die EP „Sogenannter Fußballfan“ für 5€ an unserem Infostand vor der Westkurve zu erwerben. Greift zu und unterstützt die Subkultur in Lautern.

„RB Leipzig bewegt sich am Rande der Legalität“

Das Fan-Bündnis „Nein zu Red Bull“ sorgt derzeit für Aufsehen in den Stadien der 2. Bundesliga, auch im Fritz-Walter-Stadion waren vergangene Woche entsprechende Plakate zu sehen. Wir haben stellvertretend für die beteiligten Gruppen aus der Westkurve mit FCK-Fan Andi gesprochen, der zu den Initiatoren der bundesweiten Kampagne gehört.

Der Betze brennt: Hallo Andi! Stefan Kuntz hat kürzlich das Modell RB Leipzig als „legitim“ bezeichnet und man müsse sowas in der heutigen Zeit „akzeptieren“ (Quelle). Warum seht Ihr das anders?

Andi: Wir würden eher sagen, RB Leipzig bewegt sich am Rande der Legalität. Red Bull hat 2009 mit der Übernahme der Spielberechtigung des Oberligisten SSV Markranstädt ein völlig neues Szenario erschaffen, mit dem die verantwortlichen Fußballverbände damals überfordert zu sein schienen. Ein Konzern hatte erstmals in der Geschichte des bundesdeutschen Fußballs einen Verein komplett übernommen. Dazu gehörte die Änderung des Namens in RasenBallsport Leipzig, das Entwerfen eines neuen Vereinswappens sowie die Änderung des Stadionnamens in Red Bull Arena. RB Leipzig befindet sich mit dem, was sie in Bezug auf das Vereinswesen machen, in vielen Bereichen in einer Grauzone und hätte deswegen im Sommer von der DFL fast die Lizenz verweigert bekommen. Zwar wurden jetzt die Mitgliedsbeiträge gesenkt, stimmberechtigt ist man als „Fördermitglied“ jedoch immer noch nicht. Ein eingetragener Verein benötigt laut BGB mindestens sieben Mitglieder. Red Bull hatte bei der letzten Mitgliederversammlung 14 – mehr sollen es auch nach Aussagen von Red-Bull-Chef Mateschitz nicht werden. Zwar wurde auch die Führungsebene ausgeglichener besetzt, dass RB aber weiterhin die Fäden in der Hand hält, ist unzweifelhaft. Das alles haben übrigens auch viele Vorstände anderer Klubs schon kritisiert, von Watzke über Heidel bis Rummenigge.

Der Betze brennt: Wie ist die Kampagne entstanden? Wer ist alles beteiligt?

Andi: Bei uns in Kaiserslautern gab es schon in der letzten Saison Überlegungen, wie man mit einem Aufstieg RB Leipzigs in die 2. Bundesliga umgehen sollte. Nachdem dann klar war, dass wir auf Leipzig treffen würden, gab es schnell erste Vorschläge innerhalb der Ultraszene, dass man sich aktiv gegen RB äußern müsse und dass man dazu am Besten so viele Zweitliga-Fanszenen wie möglich mit ins Boot holen sollte. Daraufhin wurden Kontakte zu anderen Vereinen gesucht und wir haben uns dann schließlich Ende Juli in Darmstadt zur Gründung der Kampagne „Nein zu Red Bull! Für euch nur Marketing – Für uns Lebenssinn“ getroffen. Beteiligt an der Gründung waren Karlsruhe, Darmstadt, Braunschweig, München (1860), Aue, Aalen, Ingolstadt, Heidenheim, Sandhausen und natürlich wir. Zurzeit kommen fast täglich weitere Unterstützer dazu.

Der Betze brennt: Was sind die Ziele Eures Bündnisses?

Andi: Wünschenswert, aber absolut utopisch, wäre der Rückzug Red Bulls aus dem Fußball. Wir würden es schon begrüßen, wenn DFL und DFB konsequenter gegen RB Leipzig durchgreifen würde bzw. es in der Vergangenheit mal getan hätte. Aber wie gesagt: RB schlängelt sich da ganz geschickt am Rande der Legalität entlang. Die Regularien von DFL und DFB sind viel zu schwammig. Das sollte man in Zukunft ändern, um mögliche Nachahmungen zu verhindern, sofern der DFL und dem DFB wirklich etwas am fairen Sport liegt. Dass allein die Hälfte der Transferausgaben in der zweiten Liga durch RB getätigt wurden (laut Medienberichten zwischen 12 und 16 Millionen Euro; Anm. d. Red.), ohne erwähnenswerte Einnahmen, gleicht einer krassen Wettbewerbsverzerrung. Wir fordern daher ein Financial Fair Play auch auf nationaler Ebene.

Der Betze brennt: Innerhalb der UEFA wurde dieses Financial Fair Play ja schon eingeführt, aber nur für internationale Wettbewerbe wie die Champions League. Wie stellt Ihr Euch das konkret vor?

Andi: Ausgaben müssen enger an die Einnahmen gebunden sein. Nur im Notfall, zum Beispiel bei einer Insolvenz, sollte es einem Investor möglich sein, Bilanzdifferenzen in einer gewissen Höhe ausgleichen zu dürfen. Auf internationaler Ebene sind das aktuell 45 Millionen Euro in drei Jahren. Das ist aber immer noch zu viel. Investoren hält das nicht davon ab, in Vereine einzusteigen. Aber das ist nicht allein das Problem RB Leipzigs. welches auch nur ein Teil des kommerziellen Fußballs ist, der sich nun mal einer kapitalistischen Logik unterwirft. Dennoch sind für uns Werte, wie Tradition, Vereinsloyalität und Bodenständigkeit unverhandelbar – auch nicht in den Zeiten des modernen, kommerziellen Fußballs. Ein Verein braucht ein aktive Mitgliedschaft, ein aktives Vereinsleben. Er darf keine Machtkonzentration durch einige wenige geben – das ist für uns auch im Sinne einer demokratischen Kultur und Gesellschaft. Bei RB Leipzig wird das alles mit Füßen getreten. Dadurch, dass die 50+1-Regel – die eben eine solche Machtkonzentration verhindert – nur bei Kapitalgesellschaften und nicht bei Vereinen greift, hat Red Bull einfaches Spiel. Wir fordern eine Regelung, die diese Machtbündelung durch Konzerne verhindert.

Der Betze brennt: Am ersten Spieltag war vor der Westkurve ein großes Spruchband eurer Kampagne zu sehen. In anderen Stadien gab es weitere Aktionen. Kannst du kurz erklären, was es mit den Aktionen auf sich hatte und wie in Zukunft euer Protest aussehen wird?

Andi: Im Rahmen der Kampagne sind mehrere „Aktionsspieltage“ geplant. Es sollen dabei gleichartige Aktionen in allen Stadien stattfinden, die das Modell Red Bull und RB Leipzig kritisieren. Am 1. Spieltag gab es in mehreren Stadien Aktionen, bei denen Klopapierrollen geworfen und dazu passende Spruchbänder gezeigt wurden. Ziel war es erstmal, auf die Kampagne aufmerksam und auf das Grundproblem mit RB im Fußball aufmerksam zu machen. Wir in Kaiserslautern konnten die Aktion nicht durchführen, da durch das Fangnetz vor der Westkurve leider keine Möglichkeit dazu bestand. Außerdem wollten wir um Zuge des des Blockwechsels der Ultras mit dieser doch recht spontanen Aktion niemanden vor den Kopf stoßen, sondern uns zunächst mal auf die eigenen Veränderungen in der Westkurve konzentrieren. Aber wir möchten an dieser Stelle schon mal alle dazu aufrufen, sich an den kommenden Aktionen zu beteiligen – gemeinsam wollen wir ein Zeichen gegen Red Bull setzen!

Der Betze brennt: Danke für das Gespräch!

Weitere Informationen, darunter Hintergründe der Kampagne sowie Infos und Fotos zu aktuellen Aktionen, sind im Internet zu finden: http://www.Nein-zu-RB.de

Quelle: Der Betze brennt

Erfolgreicher Auftakt für „Nein zu RB“-Kampagne

Nicht nur für den Betze verlief dcropped-headerer erste Spieltag der 2. Bundesliga äußerst erfreulich. Auch die neu ins Leben gerufene Kampagne „Nein zu RB“ feierte ein viel beachtetes Debüt und konnte mit einem ersten Aktionsspieltag Aufmerksamkeit für ihre Sache gewinnen.

Auf der Website www.nein-zu-rb.de findet ihr ab sofort unter anderem eine bullenfreie Liga-Tabelle sowie die aktuelle Unterstützerliste. Neben vielen Fanclubs aus dem ganzen Land ist auf der Liste inzwischen auch das unabhängige Bündnis ProFans zu finden.

ProFans richtet sich in einem Aufruf an alle Fußballvereine und –fans. Die äußerst treffenden Worte möchten wir euch nicht vorenthalten:

Berlin, den 7. August 2014: Das unabhängige Bündnis ProFans unterstützt ausdrücklich die bundesweite Kampagne” Nein zu RedBull! Für euch nur Marketing – Für uns Lebenssinn! ”, die sich primär gegen den 2009 gegründeten Verein „RasenBallsport Leipzig e.V.“ richtet.

Seit der Gründung des Vereins verfolgt der dahinter stehende Konzern „RedBull“ die Etablierung seines Brausegetränks auf dem deutschen Markt, wobei es ihm um reines Marketing geht. Mit dem Fußball, den die unzähligen Fans dieses Landes lieben und den damit einhergehenden Werten, hat das nichts mehr zu tun. “Das Beispiel RedBull kann maßgeblich für die zukünftige Entwicklung des Fußballs in Deutschland werden”, sagt Sandra Schwedler von ProFans. “Die 50+1 Regel ist bis zur Unkenntlichkeit verbogen worden. Die Liga, Fans und Vereine müssen sich fragen, ob man zu einer Konzernliga werden will oder nicht“, so Schwedler weiter.

Erst sah das die DFL allem Anschein nach ähnlich, störte sich an den vielen Ungereimtheiten innerhalb des Retortenvereins und versagte RB Leipzig nach deren Aufstieg in der Saison 2013/2014 die Zweitligalizenz. „Leider zeigte sich schnell die Inkonsequenz der DFL, als diese nach einigen Schönheitskorrekturen innerhalb der Vereinsstrukturen und am Vereinslogo, die Lizenz dennoch vergab“, bedauert ProFans-Sprecher Alex Schulz.

Dass Vereine die von Konzernen oder Mäzen dominiert sind, einen enormen finanziellen Wettbewerbsvorteil für sich generieren steht dabei außer Frage. Für ProFans ist diese Entwicklung nicht mehr tragbar, denn noch nie war das Ungleichgewicht innerhalb der Profiligen größer und der Traditions- und Amateurfußball bedrohter. Der Fall RB Leipzig erscheint in der stetig voranschreitenden Entwicklung des deutschen Fußballs hin zu einem überkommerzialisierten Produkt, als eine Spitze des Eisbergs. Die aktiven Fanszenen stehen an einem Scheideweg. „Das Problem betrifft natürlich nicht nur die Fans und Vereine der 2. Liga. Alle Fußballfans des Landes sind gefragt, sich gegen diesen Ausverkauf der Fußball-Tradition zu wehren“, sagt Jakob Falk von ProFans.

ProFans ruft daher die Fans, aber auch die Vereine selbst, dazu auf, gegen RB Leipzig aktiv zu werden, die Kampagne „Nein-zu-RB“ zu unterstützen und dieser durch verschiedene Aktionen, Leben einzuhauchen.

Bitte beachten Sie die Internetseite der Kampagne: http://www.nein-zu-rb.de

ProFans, im August 2014

Alle im Trikot nach Sandhausen!

2014-08-06-mottofahrt-sandhausen

Zum ersten Auswärtsspiel der Saison in Sandhausen (Sonntag, 10. August, 15.30 Uhr), werden zwei Entlastungszüge durch die Deutsche Bahn eingesetzt, die hintereinander fahren und direkt in St.Ilgen-Sandhausen halten werden. Außerdem fahren zahlreiche S-Bahnen und Regionalbahnen mit erhöhter Kapazität. Eintrittskarten für Heimspiele des SV Sandhausen gelten im Gebiet des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar (VRN) gleichzeitig als Fahrkarte für die Hin- und Rückfahrt.

Die Fahrtzeiten gestalten sich wie folgt:

Hinfahrt Zug 1:
Kaiserslautern Hbf    ab    12:24    Uhr
St.Ilgen/Sandhausen    an    13:35    Uhr

Hinfahrt Zug 2:
Kaiserslautern Hbf    ab    12:29    Uhr
St.Ilgen/Sandhausen    an    13:43    Uhr

Ab Bahnhof St.Ilgen/Sandhausen besteht ein Bus-Shuttle zum Hardtwaldstadion

Rückfahrt Zug 1:
St.Ilgen/Sandhausen    ab 18:47 Uhr
Kaiserslautern Hbf    an 20:09 Uhr

Rückfahrt Zug 2:
St.Ilgen/Sandhausen    ab 18:53 Uhr
Kaiserslautern Hbf    an 20:13 Uhr

Bundesweite Kampagne “Nein zu Red Bull!”

Der „Betzenberg als Gesamtkunstwerk“ hat beim Saisonauftakt am Montagabend eindrucksvoll demonstriert, was es heißt Fußball zu leben. Umso unwürdiger die Tatsache, dass unser Verein in einer Liga spielen muss mit einem Konstrukt, dessen Primärintention nicht der Sport, sondern aggressives Marketing darstellt. Firmen sponsern, Firmen werben im Sport – der Konzern Red Bull jedoch missbraucht den Fußball. Er überschreitet Grenzen gegen jede gute Manier.

Sollte sich das Modell Red Bull durchsetzen und als rentabel erweisen, wird dies unweigerlich Nachahmer-Unternehmen auf den Plan rufen. Es ist höchste Zeit ein klares Zeichen zu setzen gegen die Machenschaften des Herrn Mateschitz. „Nein zu Red Bull!“ – sorgen wir dafür, dass der Firmenname deutschlandweit negative Assoziationen weckt und das Projekt „RB Leipzig“ zum Eigentor wird! Für euch nur Marketing, für uns Lebenssinn – Red Bull, raus aus unserem Sport!

 

"Nein zu RB" FlyerHallo Fußballfans,

wie ihr sicher mitbekommen habt, gab es bisher im Rahmen des 1. Spieltag der 2. Bundesliga verschiedene Aktionen und Spruchbänder, die sich gegen Redbull richteten.

Für uns war das der Start unserer Kampagne ” Nein zu RedBull! Für euch nur Marketing – Für uns Lebenssinn! ”

Wir wollen mit dieser Kampagne auf das Problem mit RedBull im Fußball aufmerksam machen. Genauso wollen wir aber das Thema der immer weiter fortschreitenden Kommerzialisierung unsres Fußballs in den Fokus rücken. RedBull ist da nur ein Rädchen im System -zurzeit das am stärksten polarisierende.

Für uns geht es nicht nur um Tradition oder Werte. Nein es geht vielmehr auch darum, dass mit RB Leipzig eine Grenze überschritten wurde, die eigentlich längst überschritten war… Klar, Fußball ist Massenspektakel, Fußball ist Vermarktungsträger, Fußball muss wirtschaften. Aber für welchen Preis? (Traditions-) Vereine haben auf Dauer keine Mittel, um mit hochgerüsteten Aktiengesellschaften konkurrieren zu können – wirtschaftlich und in letzter Konsequenz dann auch sportlich.

Die Profiligen unterliegen einer wirtschaftlichen Logik, die mit reinem Sport schon lange nichts mehr am Hut hat. Mit RB Leipzig kommt aber ein neuer Akteur dazu, der so auf den ersten Blick ganz andere Interessen verfolgt. Red Bull geht es ums Marketing. Also darum, das Produkt RedBull am besten den potenziellen Kunden zu präsentieren – und dazu dient die Bühne des Fußballs. Ein Teil dieses Marketings ist das Sponsorn verschiedener Events, Vereine und Einzelsportler/innen mit dem Ziel das Produkt bzw. die Marke “RedBull” öffentlichkeitswirksam in Szene zu setzen. Aber von einem normalen Sponsoring kann bei RB Leipzig schon lange keine Rede mehr sein. RedBull gehört der Verein. Eine Mitgliederstruktur gibt es nicht – die ca. 9 Mitglieder sind allesamt RedBull Mitarbeiter/innen. Mittlerweile hat RB Leipzig im Zuge des Lizenzierungsverfahrens für die Teilnahme an der 2. Bundesliga eine sogenannte “Fördermitgliedschaft” ermöglicht, die aber rein auf dem Papier besteht – Stimmberechtigung erhält man damit nicht.

Nicht nur das RedBull das Vereinsrecht mit Füßen tritt und regelrecht ausnutzt, vielmehr schafft sich das Unternehmen einen eigenen Nachwuchs- und Transferkosmos, in dem kleine Vereine in unteren Ligen aufgekauft werden, um zu sogenannten “Farmteams”- also Vereine, die für RedBull Spieler ausbilden –  umgestaltet zu werden, die dann wiederum die ausgebildeten Spieler an RB Leipzig oder Redbull Salzburg abgeben. Aber auch transferrechtlich – und das hat sich schon gezeigt – besitzt RedBull die Möglichkeit Regelungen gezielt zu umgehen.

Für uns sind solche krassen Wettbewerbsvorteile nicht hinnehmbar. DFL und DFB schauen tatenlos zu. Der Amateurfußball liegt brach und die Profiligen sind ungleicher denn je…

RedBull ist nur ein Teil des Problems – aber der Größte.

Quelle: www.nein-zu-rb.de

UdH# 103: Betze vs 1860

103coverNach einer ereignisreichen Sommerpause starten wir in die neue Zweitligaspielzeit. Das UdH# 103 bringt euch auf den aktuellen Stand der Dinge.  Als Vorgeschmack gibt es an dieser Stelle die einleitenden Worte zum „Hier und Jetzt“ und das FK Mobi Video zur Saison 2014/ 15. Lasst die Spiele beginnen! Alles auf Anfang!

Nach einer nicht ganz fußballfreien Sommerpause, freuen wir uns, euch endlich wieder im Fritz-Walter-Stadion begrüßen zu dürfen. Auch wenn der ein oder andere unter euch immer noch von der sportlich sehr erfolgreichen Fußballweltmeisterschaft träumen mag, heißt es spätestens ab jetzt wieder Vollgas geben uff’m Betze!

Nach der unter dem Strich schlechten Vorsaison mit der leichtfertig verspielten Chance auf den Aufstieg hat der Verein die Ziele für die nun beginnende Zweitligasaison deutlich runtergeschraubt. Ob dies eine realistische Einschätzung ist, oder eher dem Schutz der eigenen Mannschaft dienen soll, zeigt die Zukunft. Konkret wurde sogar überhaupt kein „Ziel“ ausgegeben; ein Umstand, der im Profifußball zugegebenermaßen eher selten vorkommt, vermutlich aber verdeutlichen soll, dass der neu eingeschlagene Weg wohl auch eine kleine Wundertüte ist.

Besonders erfreulich ist dabei die Tatsache, dass neben den Sommertransfers einige junge Eigengewächse der FCK-Jugendmannschaften die Chance bekommen und sich im Profikader beweisen können. Der heutige Gegner zum Saisonauftakt, der TSV 1860 München, verspricht zudem traditionell ein sportlich interessantes Duell. Womöglich ist das Team der Löwen sogar der erste richtige Gradmesser für unsere neu zusammengestellte, junge Mannschaft. Nach vielen ertraglosen Jahren in Liga 2 befindet sich nämlich auch der TSV 1860 langsam aber sicher wieder auf dem Weg nach oben; jedenfalls lässt sich das aus neutraler Sicht zumindest erahnen.

Doch kommen wir nun zur ersten Ausgabe der Saison 2014/15: die Zeit zur Recherche wurde intensiv genutzt und somit können wir euch eine umfangreiche Ausgabe präsentieren, welche viele interessante Themengebiete beinhaltet.
Neben den fast schon traditionellen Rückblicken auf die Sommerpause, werfen wir aus verschiedenen Sichtweisen einen Blick auf die kommende Spielzeit und wie gewohnt versorgen euch die „Short News“ über die aktuell relevanten Fanthemen in anderen Ländern, Städten und Vereinen.

Gleich zu Saisonbeginn also ein Montagsspiel; welch eine Überraschung! Dass wir Fans uns weiterhin nicht mit den fanunfreundlichen Anstoßzeiten anfreunden werden, ist ganz klar. In dieser Ausgabe findet ihr deshalb u. A. eine Stellungnahme vom Bündnis ProFans, welches sich zum Ziel gesetzt hat, in der neuen Saison den Fokus wieder verstärkt auf fangerechte Anstoßzeiten zu legen.

Doch nun genug der warmen Worte; lasst uns gemeinsam zum bestmöglichen Saisonauftakt beitragen und unsere Mannschaft zum ersten Sieg der neuen Spielzeit schreien. Jetzt zählen nur noch der 1. FC Kaiserslautern e.V., die Westkurve und ein gemeinsames, lautstarkes Auftreten.

Auf eine geile und (hoffentlich) erfolgreiche Saison!

 

FCK beendet Partnerschaft mit Viagogo

Gute Nachrichten für alle Fans des 1.FC Kaiserslautern e.V.: Der 1.FCK hat die kürzlich ausgelaufene Zusammenarbeit mit der umstrittenen Internet-Ticketbörse „Viagogo“ beendet – und folgt damit einer Empfehlung der letztjährigen Mitgliederversammlung. Dort hatte sich die Mehrzahl der anwesenden Vereinsmitglieder für einen Antrag aus Reihen der Perspektive FCK und damit gegen eine Verlängerung des Vertrages ausgesprochen.

Rückblick: Im Jahr 2010 war der 1.FC Kaiserslautern eine Partnerschaft mit „Viagogo“ eingegangen, was von vielen FCK-Fans von Anfang an kritisch gesehen wurde (vgl. viaNOgo – Ein Geschäftsmodell am Fan vorbei). Und mit dem Aufstieg in die 1. Bundesliga offenbarten sich schon bald die für die Fans damit einhergehenden Probleme: Viele gingen beim offiziellen Vorverkauf leer aus und mussten sich dann mit den überteuerten „Viagogo“-Tickets eindecken. Vor allem beim Relegations-Rückspiel im Jahr 2013 wurde diese Problematik überdeutlich. Zudem fanden sich auch bei einzelnen Spielen Gästefans, die ihre Karten bei „Viagogo“ erworben hatten, auf der Süd- oder Nordtribüne wieder – was natürlich zu Konflikten führte.

Aus diesen Gründen wurde aus den Reihen der Perspektive FCK bei der Jahreshauptversammlung 2013 der Antrag gestellt, den zum Saisonende auslaufenden Vertrag mit dem Tickethändler nicht mehr zu verlängern. Nach eingehender Diskussion, bei der seitens des Vorstandes wegen der finanziellen Vorteile der Partnerschaft für eine Ablehnung des Antrags argumentiert worden war, stimmten 58,7 Prozent der anwesenden Vereinsmitglieder für die Annahme des Antrags und sprachen damit an den Vorstand die klare Empfehlung aus, die Partnerschaft mit „Viagogo“ zu beenden.

Nachdem in den vergangenen Monaten Unklarheit darüber geherrscht hatte, ob es nicht vielleicht doch zu einer Verlängerung des Vertrages gekommen war, bestätigte der Vorstandsvorsitzende des 1.FC Kaiserslautern e.V., Stefan Kuntz, nun am vergangenen Mittwoch auf einem Treffen mit Fan-Vertretern, dass die Partnerschaft definitiv der Vergangenheit angehöre. „Die Beendigung des Viagogo-Vertrages zeigt sehr gut, was engagierte Fans und Vereinsmitglieder leisten können, wenn sie sich konstruktiv am Vereinsleben beteiligen. Die jetzige Entscheidung ist ein Schritt in die richtige Richtung und zugleich Beleg dafür, dass die Meinung der Vereinsmitglieder sehr wohl ernst zu nehmen ist“, freut sich Sebastian Scheffler, 1. Vorsitzender der Perspektive FCK e.V., über die Entscheidung des Vorstands.

Pro­Fans legt in der neuen Sai­son den Fokus auf fange­rech­te An­stoß­zei­ten

Während beim Großteil der Sportbegeisterten sich das WM-Fieber allmählich abkühlt, hat für viele Fans und Ultras der Vereine schon wieder der Alltag begonnen. Der Alltag beginnt für alle aktiven Fans dieses Landes mit dem Blick auf den Spielplan der neuen Saison. Bereits auf den ersten Blick erscheinen einige Ansetzungen, die vor allem bei den auswärtsfahrenden Fans für Kopfschütteln sorgen. Die Fans vom FC Sankt Pauli etwa müssen an einem Freitagabend (Anpfiff 18:30 Uhr) mehr als 600km bis nach Aalen fahren. Ähnlich ergeht es den Fans von Borussia Dortmund, die ebenfalls an einem Freitag (Anpfiff 20:30 Uhr) in Augsburg spielen. Von der 1. bis zur 3. Liga lassen sich diese Beispiele allein für die ersten Spieltage fortsetzen. Wieder einmal ist nicht ersichtlich, dass es für die DFL eine Notwendigkeit gegeben haben könnte, zu diesen fanunfreundlichen Terminierungen zu kommen.

Die ersten Terminierungen der Saison waren dabei gewiss nur ein Vorgeschmack auf das, was in dieser Saison vermutlich erneut folgen wird. Besonders auf die Fans der 2. Liga werden erneut Anstoßzeiten warten, die eine Anreise für viele Anhänger unmöglich macht.

Das Bündnis ProFans gründete sich in der Saison 2000/01 unter dem Namen „Pro 15:30“. Es kam damals erstmals in der Geschichte der Fan- und Ultrakultur in Deutschland zu einem großen, überregionalen Protest. Thematisiert wurde ursprünglich die Zerstückelung des Spieltages auf vier Tage mit jeweils einer Anstoß-Zeit (Fr-Sa-So-Mo). Es wurden Vertreter der Initiative zur DFL geladen, Versprechungen gemacht und Erwartungen geweckt, die nicht eingehalten wurden. Seit über 13 Jahren finden regelmäßig Gespräche mit Verbandsvertretern statt, die Protestbanner in den Stadien sind oft besonders bei Montagsspielen der 2. Liga vielen Fernsehzuschauern bekannt. Nachdem die DFL unter anderem beim Fankongress 2012 professionelle Erklärungen zu den Hintergründen der Terminierung abgegeben hat, scheint sich in der Fanszene inzwischen etwas Resignation breit gemacht zu haben.

ProFans will dieser Entwicklung in der kommenden Saison 2014/2015 entschieden entgegenwirken. „Wir treten auf der Stelle. Die Verbände haben uns Verständnis beim Thema Anstoßzeiten entgegengebracht“, sagt ProFans-Sprecherin Sandra Schwedler und führt aus: „Verändert hat sich die Situation für uns Fans allerdings nur zum Negativen. Die Spieltagszerstückelung ist inzwischen so weit vorangeschritten, dass in der 1. und 2. Liga an vier verschiedenen Tagen zu 12 (!) verschiedenen Zeiten angepfiffen wird.“ ProFans fordert die DFL und alle Beteiligten – die für die Terminierung verantwortlich sind – auf, die Spieltagszerstückelung schrittweise wieder rückgängig zu machen.

ProFans-Sprecher Jakob Falk: „Uns ist klar, dass wir das Rad der Geschichte nicht zurückdrehen können und eine reine Fokussierung auf den Samstag um 15:30 Uhr als einzigen Spieltag utopisch ist. Realistisch erscheint uns allerdings, dass es nur eine Anstoßzeit an einem Tag gibt und vor allem die seit Jahren angesprochene 300km-Regel umgesetzt werden kann.“ Die sogenannte „300km-Regel“ fordert, dass nur zwei Vereine am Freitag, Sonntag oder Montag gegeneinander spielen sollen, deren Spielorte nicht mehr als 300km auseinander liegen. ProFans kritisiert grundsätzlich die „Englischen Wochen“ mit Spielansetzungen von Dienstag bis Donnerstag, sowie die unerträglichen „Montagsspiele“ der 2. Liga und fordert insbesondere für diese speziellen Termine die Einhaltung der 300km-Regel.

ProFans fordert die DFL auf, Fan-Interessen endlich höher oder mindestens gleichwertig zu den Interessen der medialen Vermarktung, der Vereine und weiteren beteiligten Mitsprechern zu behandeln. „Wir erwarten für die kommende Spielzeit ehrliche Erklärungen für nicht nachvollziehbare fanunfreundliche Anstoßzeiten und einen zielgerichteten Dialog mit der DFL“, betont ProFans-Sprecher Alex Schulz.

Das Bündnis ProFans wird in der kommenden Saison 2014/2015 mit speziellem Fokus auf die Spielansetzungen vor und hinter den Kulissen tätig werden. Alle Fußballfans sind dazu aufgerufen, sich unseren Aktionen anzuschließen.

Wir lassen uns unser Spiel nicht nehmen!

ProFans, im Juli 2014