Spielboykott in Leipzig

Servus Betzefans,

am kommenden Montag spielt unsere Mannschaft im Zentralstadion in Leipzig. Der Gegner ist leider keiner der Traditionsvereine BSG Chemie oder 1.FC Lok sondern das Konstrukt RasenballSport Leipzig. Das Stadion heißt auch nicht mehr Zentralstadion sondern „Red Bull Arena“. Wir als aktive Fanszene haben uns schon vor Wochen dazu entschieden dieses Spiel zu boykottieren. Die Gründe dazu haben wir auf der letzten Fanversammlung aufgezeigt. Dort haben wir auch angekündigt, ein Alternativprogramm zum Spiel in Leipzig anzubieten. Wir entschuldigen uns bei allen, dass wir uns jetzt erst wieder zu Wort melden (können). Denn leider gestaltete sich die Realisierung dieses Programms mehr als schwierig. Ursprünglich hatten wir geplant, ein großes Public Viewing in der Nordtribüne des Fritz-Walter-Stadions auszurichten. Dies scheiterte jedoch letztlich an der DFL. Ein öffentliches Public Viewing bedarf der Zustimmung durch die DFL und wird nur in Sonderfällen (Risikospiel, Relegationsspiel) genehmigt. Aufgrund dieser Tatsache bleibt nur noch das Ausweichen auf Gaststätten übrig, die über eine uneingeschränkte Lizenz von der DFL verfügen. Wir haben uns nun entschieden, das Spiel im Irish-House in Kaiserslautern zu schauen (Eselsfürth 11,67657 Kaiserslautern) und laden jeden Betzefan herzlich dazu ein! Einlass ist um 18:30 Uhr. Der Eintritt ist frei, aber gegen eine Spende erhält jede/r eine kleine Überraschung (nur solange der Vorrat reicht).Dazu wird es verschiedene Infomaterialien zu RB Leipzig geben. Der Bierpreis, aber auch die Preise für nicht-alkoholische Getränke sind speziell an diesem Abend gesenkt. Erreichbar ist das Irish-House mit den Buslinien 136 und 137 ab HBF Kaiserslautern (alle halbe Stunde). Die Haltestelle ist „Eselsfürth“. Der letze Bus Richtung Kaiserslautern Hauptbahnhof geht gegen 22:30 Uhr.

Um an diesem Wochenende trotzdem unseren FCK spielen zu sehen, rufen wir alle dazu auf am Freitag, 31.10. um 19:00 Uhr unsere Amateure bei der FK Pirmasens zu unterstützen!

Nein zu RB || Kaiserslautern

2014-10-27-amateure-pirmasens

UDH: DFB Pokal Sonderausgabe: 1.FCK – Spvgg Fürth

coverBetze, Pokal, Flutlicht! Wer hat da nicht Bock?!
Uns allen dürfte noch die letzte DFB Pokal Saison in Erinnerung sein. Erst im Halbfinale war gegen übermächtige Münchner Endstation. Der Traum vom Finale, einem eventuellen Titelgewinn und den damit verbundenen „Betze International“ Touren konnte leider nicht verwirklicht werden. Neue Saison, neuer Versuch. Die erste Runde stellt sich jedoch schwieriger dar, als die Meisten erwartet hatten. Erst im Elfmeterschießen konnten sich unsere Jungs gegen den SV Wehen-Wiesbaden durchsetzen.
Um an die Leistung der letztjährigen DFB Pokalsaison anknüpfen und diese bestenfalls noch topen zu können, benötigt es heute einen Sieg gegen die Spielvereinigung aus Fürth.
Die Franken sind für den FCK kein unbekannter Gegner. Bereits in der laufenden Zweitliga Saison kam es zum Aufeinandertreffen beider Teams. Am 6. Spieltag mussten sich die Roten Teufel beim Auswärtsspiel in Fürth mit 1 zu 2 geschlagen geben. Aus sportlicher Sicht wird dieses Spiel kein Selbstläufer.

Anders als bei den üblichen UdH Ausgaben aller Heimspiele, findet ihr diesmal eine etwas abgeänderte Pokal-Sonderausgabe. Mit der heutigen Ausgabe unseres Kurvenflyers bieten wir euch einen kleinen aber feinen Blick in die DFB Pokal Geschichte unseres 1.FC Kaiserslautern e.V. Des Weiteren haben wir interessante und spannende Fakten rund um den DFB Pokal zusammengestellt. Ebenso blicken wir auf die Pokalspiele der letzten 11 Jahre zurück, welche im heimischen Fritz-Walter-Stadion ausgetragen wurden und stellen euch dabei die ein oder andere interessante Statistik zur Verfügung.

Hier geht’s zur kompletten Sonderausgabe

UdH# 108: Betze vs Fortuna

udhServus Betzefans!

War das schon wieder bitter letzte Woche in Heidenheim… Die Mannschaft zeigte erneut teilweise gute spielerische Anätze, Kampf und konnte durch den Jokertreffer von Amin Younes den groß umjubelten Führungstreffer erzielen. Doch wie schon in Sandhausen, Aalen und Fürth konnte man die Führung nicht über die Zeit bringen, geschweige denn ein zweites oder drittes Tor nachlegen. Unterm Strich steht wieder „nur“ ein Punkt in der Ferne zu Buche. Auch wenn nach fünf Auswärtsspielen weiterhin auf den ersten Auswärtssieg gewartet werden muss und der Frust nach dem Gegentor groß war – Mund abputzen und weitermachen!

… und zwar am heutigen 11.Spieltag gegen den Tabellenzweiten aus Düsseldorf. Mit einem Heimsieg würde man die Düsseldorfer überholen und könnte wieder ganz oben anklopfen. Daher gilt es an die Leistungen der vergangenen Heimspiele anzuknüpfen und die Gäste vom Rhein mit null Punkten nach Hause zu schicken!

Mit Blick auf die Themenliste der heutigen UdH-Ausgabe #108 darf sich die Leserschaft auf eine abwechslungsreiche und ordentliche Themenvielfalt freuen: Im Gepäck sind neben dem Gegnerbericht vom Wuhlesyndikat (Danke nach Berlin!), Hoppingbericht aus Brasilien auch wieder mehrere Texte aus den Rubriken „Blick auf“ und „Kurz und Knapp“, die euch mit den neuesten Entwicklungen in den Fanszenen vertraut machen. Außerdem findet Ihr einen interessanten Text zur Vorstellung des Fanprojektes vor dem Jugendhilfeausschuss unter der Rubrik „Stadtgeflüster“. Aber lest selbst! Kritik, Wünsche oder Lob – wie immer gerne – an udh@frenetic-youth.de, oder quatscht uns einfach im Stadion an.

Doch nun gilt es, das Fritz-Walter-Stadion zum Scheppern zu bringen: Der Letzte Sieg gegen die Fortuna datiert aus dem Oktober 1995 und liegt fast genau 19 Jahre zurück. Eine extra Portion Motivation also, um den Betze mal wieder richtig beben zu lassen und die Mannschaft zu drei Punkten zu führen! Druff!

Auf geht’s Westkurve!
Let’s go Betze!

 

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Sehenswert: Istanbul United

istanbul-united_454981Das Fanprojekt Kaiserslautern zeigte in Kooperation mit dem Union Studio für Filmkunst am vergangenen Samstag die Dokumentation „Istanbul United“.  Eingeladen war eigentlich noch Oliver Waldhauer – einer der beiden Regisseure. Leider musste er jedoch kurz vorher absagen. Schade, wäre mit Sicherheit eine spannende Diskussion gewesen.

Aber auch so hinterließ der Film ziemlich Eindruck. Aus einer spontanen Idee der Regisseure Farid Eslam und Oliver Waldhauer wurde eine 90 minütige Dokumentation, die nur durch ein Crowd-Funding realisiert werden konnte. Interessant hierbei ist, dass die meisten Interviews und Szenen erst nach dem Start des Crowd-Fundings zu Stande kamen.

Im Mittelpunkt des Films stehen die Gezi-Proteste und die Beteiligung der Fans der drei Istanbuler Vereine – Fenerbahce, Galatasaray und Besiktas. Dazu kommen Ultras aus den Gruppen „Vamos Bien“ (Fenerbahce), Ultraslan (Galatasaray) und Carsi (Besiktas) zu Wort. Anfänglich wird vor allem die Sichtweise der Ultragruppen auf die Gezi-Proteste und die türkische Gesellschaft im Allgemeinen verdeutlicht.  Es wird aber auch immer wieder versucht die Ultra- und Fußballkultur in der Türkei anhand minutenlanger Szenen aus den jeweiligen Stadien darzustellen. Die Regisseure schaffen so ein packendes Bild über die fanatischen Anhänger der Clubs, das durch die Interviews mit reichlich persönlichen Statements gefüllt wird. Es gelang sogar einen der Führungsköpfe der Gruppe Carsi von Besiktas zu interviewen.

Die eigentliche Beteiligung der rivalisierenden Ultras an den Gezi-Protesten wird durch teilweise erschreckende Bilder von Polizeigewalt rund um die Räumung des Geziparks dargestellt, kommt aber vor allem inhaltlich etwas zu kurz. Gerade die Position, die von „Istanbul United“ – also der Vereinigung der Fans der drei Vereine – in den Protesten eingenommen wird, wird wenig beleuchtet. Wäre aber auch zu viel verlangt, denn im Mittelpunkt steht eher die Tatsache, dass es geschafft wurde, die gegenseitige Rivalität für eine gemeinsame Sache abzulegen.  Sinnbildlich dafür stehen die Gesänge „Schieß doch, Schieß doch, Schieß doch dein Tränengas. Wirf den Knüppel weg, zieh den Helm aus. Dann sehen wir wer der Boss ist“ oder „Schulter an Schulter gegen den Faschismus“, die bei den Protesten gemeinsam gesungen wurden, und auch jetzt noch in den Stadien der drei Vereine zu hören sind.

Den Machern ist ein wirklich eindrucksvoller Film über die Fankultur sowie über die gesellschaftliche Lage in der Türkei gelungen. Allen, die sich für Fankultur und gesellschaftlichtspolitische Probleme interessieren, kann man den Film nur ans Herz legen.

Hier geht’s zum Trailer: Klick

Hier noch ein paar Hintergrundinformationen zu den Gezi-Protesten in der Türkei und der Beteiligung der Ultras: Klick

Stellungnahme zum Boykott des Spiels in Leipzig

2neuIn wenigen Wochen findet das Spiel unserer Mannschaft gegen RB Leipzig im Leipziger Zentralstadion statt. Auf der letzten Fanversammlung fand bereits eine gemeinsame Diskussion über den Umgang mit diesem Spiel statt. Die aktive Fanszene, welche in der ligaübergreifenden Kampagne „Nein zu RedBull – Für euch nur Marketing – Für uns Lebenssinn“ organisiert ist, schlug einen Boykott vor, welcher großen Zuspruch bei den anwesenden FCK-Fans fand. Nun haben die Aktiven der Kampagnenvertretung aus Kaiserslautern eine Stellungnahme zum Spiel in Leipzig veröffentlicht, die auf die Entwicklungen des RedBull Clubs aus Leipzig eingeht und alle Fans um Unterstützung des Boykotts in Leipzig bittet. Nur gemeinsam kann man RB Leipzig als das entlarven was es ist: ein Fußballfassade, hinter der nichts als ein Konzern als Geldgeber und Nutznießer steht.

 

Hier die Stellungnahme von „Nein zu RB || Kaiserslautern“ zum Auswärtsspiel bei RB Leipzig

In wenigen Wochen ist es soweit. Unsere Mannschaft spielt in Leipzig gegen RB. Wir als organisierte Fanszene haben im Rahmen der von der Fanbetreuung des FCK organisierten Fanversammlung unsere Entscheidung, das Spiel in Leipzig nicht zu besuchen, kundgetan. Wir fühlen uns durch die Diskussion mit den über zweihundert weiteren anwesenden FCK Fans mehr als bestätigt und freuen uns, dass fast alle einheitlich einem Boykott des Spiels in Leipzig positiv gegenüberstehen. Wir bedauern es natürlich, unsere junge, hungrige Mannschaft nicht in Leipzig anfeuern zu können, doch die Gründe, das Spiel nicht zu besuchen überwiegen einfach zu stark.

 Für uns ist mit dem Aufstieg RB Leipzigs eine Grenze überschritten worden, die wir in vielerlei Hinsicht nicht mehr akzeptieren können. Angefangen hat alles im Jahre 2006. RedBull gründete – mit Genehmigung durch das Finanzamt und dem sächsischen Fußballverband – den Verein RasenBallsport Leipzig e.V., nachdem RedBull zuvor mit der Übernahme des FC Sachsen Leipzig durch die fehlende Zustimmung seitens des DFB (ein zu großer Einfluss des Investors wurde befürchtet) und durch Fanproteste gescheitert war. RedBull umging die Lizenzbestimmungen des DFB, die unterhalb der Regionalliga nicht mehr gelten, in dem sie einfach einen eigenen Verein gründeten. Das Finanzamt stufte die Bemühungen RedBulls als gemeinnützig ein und der Vereinsgründung stand also nichts mehr im Weg, denn auch der Sächsische Fußballverband (SFV) stimmte zu. Mit der Übernahme der Spielberechtigung des SSV Markranstädt konnte RB Leipzig nun in der Oberliga starten. Direkt im ersten Jahr schaffte RB den Aufstieg in die Regionalliga, die man nach zweimaligem Anlauf dann im Jahre 2013 in Richtung 3. Liga verließ. In der 3. Liga befand sich RB Leipzig dann genau ein Jahr. Seit dieser Saison spielt man nun in der 2. Bundesliga und spätestens jetzt sollte vielen Fans und Vereinen die unfaire Konkurrenz durch RB Leipzig bewusst geworden sein. Nur durch ein aggressives Abwerben junger Talente anderer Vereine durch Gehälter, die völlig unverhältnismäßig und von anderen Vereinen nicht mal annähernd bezahlbar gewesen wären, sowie durch konkurrenzlose Transferausgaben wurde dieser Durchmarsch durch die Ligen ermöglicht. Und damit nicht genug. Auch in der 2. Liga scheint RB nicht lange verweilen zu wollen. Mit Transferausgaben im zweistelligen Millionenbereich (das ist die Hälfte aller Transfers der 2.Liga insgesamt) soll der Durchmarsch in Richtung erster Liga weiter forciert werden. Ein Blick auf die Tabelle verrät schon jetzt, dass dieses Vorhaben durchaus gelingen kann. Neben dieser krassen Wettbewerbsverzerrung, sorgen aber auch die Tätigkeiten RB‘s auf dem Transfermarkt für reichlich Sorge. Der Fall Sabitzer steht stellvertretend dafür, wie sich die RedBull-Teams (RedBull Salzburg, RB Leipzig, RedBull New York, RedBull Brasil etc.)in Zukunft Spieler hin- und herschieben werden. Ablösemodalitäten oder Ausstiegsklauseln sind dabei ein Fremdwort. Hier wird deutlich, dass RedBull kein Interesse an einem fairen und unter „ungeschriebenen“ Gesetzen stattfindenden Wettbewerb hat. Das was den Fußball trotz heutiger Dimension im Kern immer noch ausmacht, Fairness und Wettkampf, tritt RedBull mit Füßen.

Aber auch hinsichtlich der Vereinspolitik, ist RB mehr als kritisch zu betrachten und unterscheidet sich von Werksclubs wie Leverkusen und Wolfsburg. Dort steht der Verein und eine gewachsene Mitgliederstruktur im Vordergrund und nicht eine Marke bzw. ein Produkt, wie bei RedBull. Auch die TSG Hoffenheim ist nicht mit RB Leipzig zu vergleichen. Auf den ersten Blick ähneln sich beide Projekte. Doch es gibt kleine aber feine Unterschiede, gerade in der Positionierung des Geldgebers Hopp und seines Unternehmens SAP, das eine zurückhaltendere und weniger marketingwirksame Rolle einnimmt, wie RedBull bei Leipzig.  Dennoch sind Vereine wie Hoffenheim weiterhin kritisch zu beurteilen und nicht zu akzeptieren. Doch mit RB Leipzig ist ein wesentlich nachahmungswürdigeres Projekt entstanden, das den Fußball in einem weitaus größeren und problematischeren Maß verändern wird.

Zurück zu RB: Das Lizenzierungsverfahren für die 2.Liga war ein Witz. Bemängelte Punkte seitens der DFL wie Mitgliederstruktur oder Logo wurden zwar geändert, aber hätten niemals akzeptiert werden dürfen. Das Wappen enthält immer noch Teile des RedBull-Logos (Bullen) – und das dürfte es nach DFB-Richtlinien nicht! An der Vereinsstruktur hat sich auch nichts geändert. Stimmberechtigtes Mitglied kann man immer noch nicht werden – nur eine sogenannte Fördermitgliedschaft ist möglich, die in Bronze (100€), Silber (500€) und Gold (1000€) erhältlich ist. Die bei so ziemlich jedem anderen Verein für Mitglieder standardmäßig vorhandene Möglichkeit eines Vorkaufsrechts auf Spiele, gibt es bei RB Leipzig erst ab einer Silber-Mitgliedschaft – und auch nur auf Top-Spiele. Neben dieser Absurdität ist festzustellen, dass in den Führungsgremien zwar auf den ersten Blick unabhängigere Personen sitzen, diese aber tatsächlich eher aus dem Umfeld des RedBull-Imperiums kommen – und das ist einkalkuliert. Es wäre schlichtweg unvorstellbar, dass die Pläne von Sportdirektor Ralf Rangnick und RedBull-Chef Dietrich Mateschitz nicht durch den Vorstand sowie Aufsichtsrat abgenickt werden würden. Die Alleinherrschermentalität dieser Personen dürfte jedem mittlerweile umfassend bekannt sein. Es ist deutlich erkennbar, dass sich RB Leipzig damit nicht annähernd im Sinne des Vereinsrechts bzw. im kolportieren Rahmen vereinsüblicher Bestimmungen bewegt.

Für uns ist es ebenfalls nicht hinnehmbar, wie RB Leipzig mit Fankultur und Fanbelangen umgeht. Die jüngsten Ereignisse rund um die Fanproteste von Aue im Leipziger Zentralstadion (sog. RedBull-Arena) offenbaren wie sich Rangnick und Co. Fankultur vorstellen. Auer Fans wurden gezwungen ihre T-Shirts (Gegen RB) – die sich zwar kritisch, aber in einem gesunden und vor allem demokratischen Rahmen im Sinne der Meinungsfreiheit, mit RB auseinandersetzten – auszuziehen. Rangnick untermauerte diese Art von Zensur kurze Zeit später noch durch Aussagen in Richtung der Traditionsvereine, in denen er diese für ihre Fanszene bemitleide.

Redbull hat sich im Fußball niedergelassen um sein Produkt dort präsentieren zu können und um es einem Imagewandel zu unterziehen, mit dem Ziel weitere Kunden bzw. Zielgruppen zu erreichen. Daher wünscht sich RedBull den Fußball und all seine Facetten für seine Werbezwecke – und allein dafür – aber demokratisch, bunt und fair darf er dabei auf keinen Fall sein. Dies wird mit uns nicht zu machen sein! Das obige Beispiel von Aue zeigt, dass Protest im Zentralstadion in Leipzig nicht gewünscht ist und mit allen Mitteln verhindert wird. Allein deswegen ist für uns ein Boykott die einzige Wahl. Wir werden nicht nach Leipzig fahren und gute Miene zum bösen Spiel machen – noch dazu an einem Montagabend live im Free-TV. Das ist genau die Plattform die sich dieser Marketingkonzern wünscht: lebendige aber kontrollierte Fankultur präsentiert und veranstaltet von Redbull. Nur ein Boykott kann diesem (Werbe-)Event – und nichts anderes ist es – die Grundlage entziehen und es ad absurdum machen! Ein leerer Gästeblock in Leipzig verdeutlicht jedes Mal, dass Fan- und Fußballkultur nicht für RedBull zu haben sind. Bisher hat sich dieser Marketingkonzern ausschließlich in Sportarten niedergelassen, die keine kritische und so stark entwickelte Fankultur wie wir im Fußball haben. Und das ist unser Trumpf! RedBull wird sich auf Dauer überlegen müssen, ob es Sinn machen kann, Marketing in einem Feld zu betreiben, wo sie nicht akzeptiert sind.

Wir rufen daher alle Fans des FCK dazu auf, sich uns anzuschließen und das Spiel in Leipzig zu boykottieren. Sollte dies für einige Fans keine Alternative darstellen, würden wir uns zumindest wünschen, wenn der Gästeblock dennoch leer bleibt und andere Bereiche im Stadion besetzt werden. Allen die sich uns anschließen und gänzlich zu Hause bleiben, bieten wir ein Alternativprogramm an.  Weitere Infos dazu folgen in Kürze. In den nächsten Tagen wollen wir außerdem die Mannschaft von unserem Entschluss in Kenntnis setzen.

Darüber hinaus freuen wir uns, wenn FCK-Fanclubs die Kampagne „Nein zu RB! Für euch nur Marketing – Für uns Lebenssinn!“ unterstützen. Schickt uns dazu eine Mail an kaiserslautern@nein-zu-rb.de

Nein zu RedBull!  Für euch nur Marketing – Für uns Lebenssinn!

 

Sehenswert: Austria Salzburg vs. RedBull

AustriaAls RedBull sich im Fußball hierzulande eingemischt hat und den Verein RasenBallsport Leipzig gründete, gab es das österreichische Pendant dazu schon lange. 2005 übernahm RedBull den Traditionsverein SV Austria Salzburg. Dies sollte tiefgreifende Veränderungen mit sich bringen. In Kürze wurden alle Merkmale des SV Austria Salzburg ausgelöscht. Namen, Logo und Farben des Vereins wurden geändert – trotz Protesten der aktiven Fanszene. Den Umgang mit dieser Situation und die Konsequenzen der aktiven Fans, stellt die kurze Dokumentation eindrucksvoll dar. 11 Freunde-TV hat dazu mit verschiedenen aktiven Fans der Austria gesprochen. Dabei wird vor allem das Handeln der Fans und die resultierende Neugründung von Austria Salzburg thematisiert.

Hier geht’s zur Doku von 11Freunde TV: Klick

Rückblick: Der 1. FC Kaiserslautern und seine Geschichte

FußballfieberAm vergangenen Sonntag  strahlte der SWR im Rahmen der Reihe „Fußballfieber“ die Dokumentation „Der 1. FC Kaiserslautern und seine Geschichte“ aus . In dieser Reihe wird die Geschichte von vier Südwestclubs erzählt. Beginn machte unser 1.FC Kaiserslautern.  In der Dokumentation rund um den 1. FC Kaiserslautern e.V. wurden insbesondere die fünf Lautrer Weltmeister, die „goldenen“ Fußball-Jahre in den 1950er-Jahren mit den beiden Meisterschaften, der Abstieg 1996 und der anschließende Wiederaufstieg inklusive dem Durchmarsch zur deutschen Meisterschaft herausgehoben. Es wurden also gerade die identitätsstiftenden Momente der FCK-Geschichte herausgehoben, die jeder FCK-Fan nie vergessen wird und die zusätzlich Fußballgeschichte geschrieben haben.

Wer’s verpasst hat, hat die Möglichkeit die Doku hier nochmal zu sehen:

Fußballfieber – Der 1.FC Kaiserslautern und seine Geschichte

 

Martin Thein und der Verfassungsschutz

9783895338472_0Im letzten UDH hatten wir über die Tätigkeiten des Verfassungsschützers und sogenannten Fanforschers Martin Thein berichtet. Mittlerweile ist selbiger untergetaucht. Facebook und Twitter Accounts wurden gelöscht und unter seiner Adresse ist er schon länger nicht mehr erreichbar. Thein und sein Arbeitgeber – das Bundesamt für Verfassungsschutz – möchten wohl erst einmal Gras über die Sache wachsen lassen. Um dem etwas entgegenzuwirken, möchten wir an dieser Stelle erneut auf das Thema aufmerksam machen. Daher haben wir eine kleine Linksammlung aus verschiedenen (Online-)Zeitungen, Blogs und Dokus zusammengestellt.

Online-Zeitungen:

Lebbe geht net immer weider – Neues Deutschland

Betreuung von Informanten: Fußball-Fanforscher arbeitet für Nachrichtendienst – Spiegel Online

Kick it like Anna und Arthur – Jungle World

NSU-Komplex erreicht Ultra-Szene – Publikative.org

Der Verfassungsschutz, Martin Thein und ich – Der Tagesspiegel

Dokus und Radioberichte:

Enger Kontakt – WDR Sport Inside

Wer ist Martin Thein? – 3sat

Verfassungsschutz, NSU und Fußball-Ultras: Der Fall des Martin Thein – Freie Radios.net

UdH# 107: Betze vs KSC

UDH – Derbyausgabe!cover

Morgen ist es soweit: Betze gegen Karlsruh! Ja warum morgen eigentlich?! Das Spiel war bis vor 2 Wochen noch auf den heutigen Freitagabend 18:30 Uhr terminiert. In Anbetracht des Feiertages wäre das eine derbywürdige Anstoßzeit gewesen: Flutlicht und über 40.000 auf’m Betze – davon ca. 4000 Badenser.  Die Polizei hat dann aber gemerkt, dass es Freitagabends um 18:00 schon langsam dunkel wird und sie Faninteressen wenig interessiert. Naja, wen wunderts eigentlich noch… Wir sind trotzdem heiß aufs Derby!  Wem die Wartezeit bis morgen zu lange ist, kann sich mit der aktuellen UDH Ausgabe vergnügen. Trotz der englischen Woche und der daraus resultierenden Notwendigkeit zwei Ausgaben in so kurzer Zeit hervorzubringen, kann sich das Ergebnis sehen lassen. Neben interessanten Berichten von den Fußballplätzen dieser Welt, wird speziell ein Auge auf die Machenschaften des untergetauchten Verfassungsschützers Martin Thein geworfen. Eine kleine Zusammenfassung der letzten Monate hier:

Verfassungsschutz interessiert an Ultras?

Schon vor einigen Jahren wurde bekannt, dass die Polizei V-Männer in den deutschen Fankurven einsetzen ließ. Doch dass nun eventuell auch das Bundesamt für Verfassungsschutz seine Schnüffler in den Stadien hat, klingt erschreckend. Zumal es sich ja in erster Linie um Fußballfans handelt und nicht etwa um eine ernstzunehmende Bedrohung der öffentlichen Sicherheit durch terroristische Vereinigungen. So waren angeblich die Herren Martin Thein und sein Kollege Jannis Linkelmann für den Verfassungsschutz im Einsatz. Diese versuchten sich geschickt in die Fanszene einzufädeln und gezielt Informationen zu sammeln. Dazu warben sie unteranderem V-Männer in den deutschen Fankurven an und trafen sich mit Fanforschern und Ultras verschiedener Vereine.

Alles fing damit an, dass Martin Thein im Jahr 2011 eine Masterarbeit an der Bochumer Universität über Nürnberger Ultras verfasste. Danach schrieb er vier Bücher über das Thema Fankultur und interviewte dazu unter anderem Ultras aus Mainz, Stuttgart und Dresden. Außerdem gründete er mit seinem Partner Jannis Linkelmann die Internetplattform fankultur.com, worauf interessierte User ihre eigenen Blogs und Texte veröffentlichen konnten. Im November 2011 warb er dann den Würzburger Universitätsprofessor Harald Lange unter Angabe falscher Tatsachen an und gründete mit ihm ein Institut für Fankultur. Im folgenden Jahr wollte Thein schließlich zum Fanforscher Gunther Pilz nach Hannover wechseln und mit ihm gemeinsam eine neue Arbeitsgruppe im Sportinstitut der Universität gründen. Allerdings scheiterte der Wechsel. Im Mai 2014 flog Thein schlussendlich auf. Im Buch „Heimatschutz“ wird er als V-Mann-Führer für den Bundesverfassungsschutz im Umfeld der rechten Terrorzelle NSU namentlich erwähnt.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz gibt auf Fragen der Partei „Die Linke“ an, dass Martin Thein nicht im Auftrag des BfV gehandelt und es auch keine finanzielle Unterstützung gegeben habe. Die Frage, inwieweit er als ehemaliger V-Mann-Führer öffentliche Vorlesungen halten und sich einem in dieser Form äußerst zeitintensiven Projekt widmen konnte, bleibt dabei jedoch ungeklärt. Thein ist seit der Veröffentlichung des Buches „Heimatschutz“ vorläufig untergetaucht. Ob und wann er oder Winkelmann sich zu den Vorwürfen äußern werden, bleibt vorerst offen.

Hier geht’s zur kompletten Ausgabe 107

 

 

 

Sehenswert: FCK-Doku des SWR

Der 1. FC Kaiserslautern e.V. steht für jahrzehntelange Fußballtradition. Dies wird gerade durch das sechzigjährige Jubiläum des Wunders von Bern, bei dem fünf Fußballer des FCK maßgeblich zum Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft beitrugen, wieder vermehrt deutlich. Leider gestaltete sich das letzte Jahrzehnt des Fußballclubs vom Betzenberg nicht ganz so erfolgreich, trotzdem ist und bleibt unser FCK einer der ganz großen Traditionsclubs im Südwesten.

Das Thema „Traditionsclubs im Südwesten“ hat nun auch die Redaktion Zeitgeschehen des SWR in Zusammenarbeit mit den Autoren der Sportredaktion in vier individuellen Filmen aufgegriffen. Dabei werden die großen Traditionsvereine aus dem Südwesten Deutschlands herausgegriffen und in jeweils einer Dokumentation dargestellt. Dabei stehen neben unserem 1. FC Kaiserslautern e.V. zusätzlich der SC Freiburg, der VfB Stuttgart und – leider auch – der Karnevalsverein FSV Mainz 05 im Mittelpunkt. An den ersten beiden Sonntagen im Oktober sollen die Dokumentationen ausgestrahlt werden. Die FCK-Dokumentation mit dem Titel „Der 1. FC Kaiserslautern und seine Geschichte“ geht dabei am Sonntag, dem 5. Oktober 2014, ab 20.15 Uhr, im SWR auf Sendung.

In der Dokumentation rund um den 1. FC Kaiserslautern e.V. werden insbesondere die fünf Lautrer Weltmeister, die „goldenen“ Fußball-Jahre in den 1950er-Jahren mit den beiden Meisterschaften, der Abstieg 1996 und der anschließende Wiederaufstieg inklusive dem Durchmarsch zur deutschen Meisterschaft herausgehoben. Es werden also gerade die identitätsstiftenden Momente der FCK-Geschichte herausgehoben, die jeder FCK-Fan nie vergessen wird und die zusätzlich Fußballgeschichte geschrieben haben.

Neben diesen sportlichen Höhe- und Tiefpunkten wird in der Dokumentation auch die Fanbasis des 1. FC Kaiserslautern e.V. thematisiert. Die Betze-Fans werden dabei als sehr ruppig dargestellt, aber auch als sehr treue Fans, die den Betzenberg zu einem Hexenkessel und zum berühmtesten Fußballberg Deutschlands werden ließen.

Daneben kommen in der Dokumentation auch Kommentator und FCK-Fan Marcel Reif, der ehemalige FCK-Präsident Norbert Thines sowie der derzeitige FCK-Vorstandvorsitzende Stefan Kuntz zu Wort.

Alles in allem also eine sehenswerte Dokumentation rund um unseren Verein. Positive Berichterstattung des SWR über den Betzenberg kommt ja leider nicht allzu oft vor, also gilt umso mehr: unbedingt anschauen! Deswegen hier auch nochmals die wichtigsten Daten, damit es auch ja keiner verpasst: Der Film „Der 1. FC Kaiserslautern und seine Geschichte“ geht am Sonntag, dem 5. Oktober 2014, ab 20.15 Uhr, im SWR auf Sendung!

 

Weitere Infos zu Sendung gibt es hier, auf der Website des Südwestdeutschen Rundfunks!