Bundesweite Kampagne “Nein zu Red Bull!”

Der „Betzenberg als Gesamtkunstwerk“ hat beim Saisonauftakt am Montagabend eindrucksvoll demonstriert, was es heißt Fußball zu leben. Umso unwürdiger die Tatsache, dass unser Verein in einer Liga spielen muss mit einem Konstrukt, dessen Primärintention nicht der Sport, sondern aggressives Marketing darstellt. Firmen sponsern, Firmen werben im Sport – der Konzern Red Bull jedoch missbraucht den Fußball. Er überschreitet Grenzen gegen jede gute Manier.

Sollte sich das Modell Red Bull durchsetzen und als rentabel erweisen, wird dies unweigerlich Nachahmer-Unternehmen auf den Plan rufen. Es ist höchste Zeit ein klares Zeichen zu setzen gegen die Machenschaften des Herrn Mateschitz. „Nein zu Red Bull!“ – sorgen wir dafür, dass der Firmenname deutschlandweit negative Assoziationen weckt und das Projekt „RB Leipzig“ zum Eigentor wird! Für euch nur Marketing, für uns Lebenssinn – Red Bull, raus aus unserem Sport!

 

"Nein zu RB" FlyerHallo Fußballfans,

wie ihr sicher mitbekommen habt, gab es bisher im Rahmen des 1. Spieltag der 2. Bundesliga verschiedene Aktionen und Spruchbänder, die sich gegen Redbull richteten.

Für uns war das der Start unserer Kampagne ” Nein zu RedBull! Für euch nur Marketing – Für uns Lebenssinn! ”

Wir wollen mit dieser Kampagne auf das Problem mit RedBull im Fußball aufmerksam machen. Genauso wollen wir aber das Thema der immer weiter fortschreitenden Kommerzialisierung unsres Fußballs in den Fokus rücken. RedBull ist da nur ein Rädchen im System -zurzeit das am stärksten polarisierende.

Für uns geht es nicht nur um Tradition oder Werte. Nein es geht vielmehr auch darum, dass mit RB Leipzig eine Grenze überschritten wurde, die eigentlich längst überschritten war… Klar, Fußball ist Massenspektakel, Fußball ist Vermarktungsträger, Fußball muss wirtschaften. Aber für welchen Preis? (Traditions-) Vereine haben auf Dauer keine Mittel, um mit hochgerüsteten Aktiengesellschaften konkurrieren zu können – wirtschaftlich und in letzter Konsequenz dann auch sportlich.

Die Profiligen unterliegen einer wirtschaftlichen Logik, die mit reinem Sport schon lange nichts mehr am Hut hat. Mit RB Leipzig kommt aber ein neuer Akteur dazu, der so auf den ersten Blick ganz andere Interessen verfolgt. Red Bull geht es ums Marketing. Also darum, das Produkt RedBull am besten den potenziellen Kunden zu präsentieren – und dazu dient die Bühne des Fußballs. Ein Teil dieses Marketings ist das Sponsorn verschiedener Events, Vereine und Einzelsportler/innen mit dem Ziel das Produkt bzw. die Marke “RedBull” öffentlichkeitswirksam in Szene zu setzen. Aber von einem normalen Sponsoring kann bei RB Leipzig schon lange keine Rede mehr sein. RedBull gehört der Verein. Eine Mitgliederstruktur gibt es nicht – die ca. 9 Mitglieder sind allesamt RedBull Mitarbeiter/innen. Mittlerweile hat RB Leipzig im Zuge des Lizenzierungsverfahrens für die Teilnahme an der 2. Bundesliga eine sogenannte “Fördermitgliedschaft” ermöglicht, die aber rein auf dem Papier besteht – Stimmberechtigung erhält man damit nicht.

Nicht nur das RedBull das Vereinsrecht mit Füßen tritt und regelrecht ausnutzt, vielmehr schafft sich das Unternehmen einen eigenen Nachwuchs- und Transferkosmos, in dem kleine Vereine in unteren Ligen aufgekauft werden, um zu sogenannten “Farmteams”- also Vereine, die für RedBull Spieler ausbilden –  umgestaltet zu werden, die dann wiederum die ausgebildeten Spieler an RB Leipzig oder Redbull Salzburg abgeben. Aber auch transferrechtlich – und das hat sich schon gezeigt – besitzt RedBull die Möglichkeit Regelungen gezielt zu umgehen.

Für uns sind solche krassen Wettbewerbsvorteile nicht hinnehmbar. DFL und DFB schauen tatenlos zu. Der Amateurfußball liegt brach und die Profiligen sind ungleicher denn je…

RedBull ist nur ein Teil des Problems – aber der Größte.

Quelle: www.nein-zu-rb.de

UdH# 103: Betze vs 1860

103coverNach einer ereignisreichen Sommerpause starten wir in die neue Zweitligaspielzeit. Das UdH# 103 bringt euch auf den aktuellen Stand der Dinge.  Als Vorgeschmack gibt es an dieser Stelle die einleitenden Worte zum „Hier und Jetzt“ und das FK Mobi Video zur Saison 2014/ 15. Lasst die Spiele beginnen! Alles auf Anfang!

Nach einer nicht ganz fußballfreien Sommerpause, freuen wir uns, euch endlich wieder im Fritz-Walter-Stadion begrüßen zu dürfen. Auch wenn der ein oder andere unter euch immer noch von der sportlich sehr erfolgreichen Fußballweltmeisterschaft träumen mag, heißt es spätestens ab jetzt wieder Vollgas geben uff’m Betze!

Nach der unter dem Strich schlechten Vorsaison mit der leichtfertig verspielten Chance auf den Aufstieg hat der Verein die Ziele für die nun beginnende Zweitligasaison deutlich runtergeschraubt. Ob dies eine realistische Einschätzung ist, oder eher dem Schutz der eigenen Mannschaft dienen soll, zeigt die Zukunft. Konkret wurde sogar überhaupt kein „Ziel“ ausgegeben; ein Umstand, der im Profifußball zugegebenermaßen eher selten vorkommt, vermutlich aber verdeutlichen soll, dass der neu eingeschlagene Weg wohl auch eine kleine Wundertüte ist.

Besonders erfreulich ist dabei die Tatsache, dass neben den Sommertransfers einige junge Eigengewächse der FCK-Jugendmannschaften die Chance bekommen und sich im Profikader beweisen können. Der heutige Gegner zum Saisonauftakt, der TSV 1860 München, verspricht zudem traditionell ein sportlich interessantes Duell. Womöglich ist das Team der Löwen sogar der erste richtige Gradmesser für unsere neu zusammengestellte, junge Mannschaft. Nach vielen ertraglosen Jahren in Liga 2 befindet sich nämlich auch der TSV 1860 langsam aber sicher wieder auf dem Weg nach oben; jedenfalls lässt sich das aus neutraler Sicht zumindest erahnen.

Doch kommen wir nun zur ersten Ausgabe der Saison 2014/15: die Zeit zur Recherche wurde intensiv genutzt und somit können wir euch eine umfangreiche Ausgabe präsentieren, welche viele interessante Themengebiete beinhaltet.
Neben den fast schon traditionellen Rückblicken auf die Sommerpause, werfen wir aus verschiedenen Sichtweisen einen Blick auf die kommende Spielzeit und wie gewohnt versorgen euch die „Short News“ über die aktuell relevanten Fanthemen in anderen Ländern, Städten und Vereinen.

Gleich zu Saisonbeginn also ein Montagsspiel; welch eine Überraschung! Dass wir Fans uns weiterhin nicht mit den fanunfreundlichen Anstoßzeiten anfreunden werden, ist ganz klar. In dieser Ausgabe findet ihr deshalb u. A. eine Stellungnahme vom Bündnis ProFans, welches sich zum Ziel gesetzt hat, in der neuen Saison den Fokus wieder verstärkt auf fangerechte Anstoßzeiten zu legen.

Doch nun genug der warmen Worte; lasst uns gemeinsam zum bestmöglichen Saisonauftakt beitragen und unsere Mannschaft zum ersten Sieg der neuen Spielzeit schreien. Jetzt zählen nur noch der 1. FC Kaiserslautern e.V., die Westkurve und ein gemeinsames, lautstarkes Auftreten.

Auf eine geile und (hoffentlich) erfolgreiche Saison!

 

FCK beendet Partnerschaft mit Viagogo

Gute Nachrichten für alle Fans des 1.FC Kaiserslautern e.V.: Der 1.FCK hat die kürzlich ausgelaufene Zusammenarbeit mit der umstrittenen Internet-Ticketbörse „Viagogo“ beendet – und folgt damit einer Empfehlung der letztjährigen Mitgliederversammlung. Dort hatte sich die Mehrzahl der anwesenden Vereinsmitglieder für einen Antrag aus Reihen der Perspektive FCK und damit gegen eine Verlängerung des Vertrages ausgesprochen.

Rückblick: Im Jahr 2010 war der 1.FC Kaiserslautern eine Partnerschaft mit „Viagogo“ eingegangen, was von vielen FCK-Fans von Anfang an kritisch gesehen wurde (vgl. viaNOgo – Ein Geschäftsmodell am Fan vorbei). Und mit dem Aufstieg in die 1. Bundesliga offenbarten sich schon bald die für die Fans damit einhergehenden Probleme: Viele gingen beim offiziellen Vorverkauf leer aus und mussten sich dann mit den überteuerten „Viagogo“-Tickets eindecken. Vor allem beim Relegations-Rückspiel im Jahr 2013 wurde diese Problematik überdeutlich. Zudem fanden sich auch bei einzelnen Spielen Gästefans, die ihre Karten bei „Viagogo“ erworben hatten, auf der Süd- oder Nordtribüne wieder – was natürlich zu Konflikten führte.

Aus diesen Gründen wurde aus den Reihen der Perspektive FCK bei der Jahreshauptversammlung 2013 der Antrag gestellt, den zum Saisonende auslaufenden Vertrag mit dem Tickethändler nicht mehr zu verlängern. Nach eingehender Diskussion, bei der seitens des Vorstandes wegen der finanziellen Vorteile der Partnerschaft für eine Ablehnung des Antrags argumentiert worden war, stimmten 58,7 Prozent der anwesenden Vereinsmitglieder für die Annahme des Antrags und sprachen damit an den Vorstand die klare Empfehlung aus, die Partnerschaft mit „Viagogo“ zu beenden.

Nachdem in den vergangenen Monaten Unklarheit darüber geherrscht hatte, ob es nicht vielleicht doch zu einer Verlängerung des Vertrages gekommen war, bestätigte der Vorstandsvorsitzende des 1.FC Kaiserslautern e.V., Stefan Kuntz, nun am vergangenen Mittwoch auf einem Treffen mit Fan-Vertretern, dass die Partnerschaft definitiv der Vergangenheit angehöre. „Die Beendigung des Viagogo-Vertrages zeigt sehr gut, was engagierte Fans und Vereinsmitglieder leisten können, wenn sie sich konstruktiv am Vereinsleben beteiligen. Die jetzige Entscheidung ist ein Schritt in die richtige Richtung und zugleich Beleg dafür, dass die Meinung der Vereinsmitglieder sehr wohl ernst zu nehmen ist“, freut sich Sebastian Scheffler, 1. Vorsitzender der Perspektive FCK e.V., über die Entscheidung des Vorstands.

Pro­Fans legt in der neuen Sai­son den Fokus auf fange­rech­te An­stoß­zei­ten

Während beim Großteil der Sportbegeisterten sich das WM-Fieber allmählich abkühlt, hat für viele Fans und Ultras der Vereine schon wieder der Alltag begonnen. Der Alltag beginnt für alle aktiven Fans dieses Landes mit dem Blick auf den Spielplan der neuen Saison. Bereits auf den ersten Blick erscheinen einige Ansetzungen, die vor allem bei den auswärtsfahrenden Fans für Kopfschütteln sorgen. Die Fans vom FC Sankt Pauli etwa müssen an einem Freitagabend (Anpfiff 18:30 Uhr) mehr als 600km bis nach Aalen fahren. Ähnlich ergeht es den Fans von Borussia Dortmund, die ebenfalls an einem Freitag (Anpfiff 20:30 Uhr) in Augsburg spielen. Von der 1. bis zur 3. Liga lassen sich diese Beispiele allein für die ersten Spieltage fortsetzen. Wieder einmal ist nicht ersichtlich, dass es für die DFL eine Notwendigkeit gegeben haben könnte, zu diesen fanunfreundlichen Terminierungen zu kommen.

Die ersten Terminierungen der Saison waren dabei gewiss nur ein Vorgeschmack auf das, was in dieser Saison vermutlich erneut folgen wird. Besonders auf die Fans der 2. Liga werden erneut Anstoßzeiten warten, die eine Anreise für viele Anhänger unmöglich macht.

Das Bündnis ProFans gründete sich in der Saison 2000/01 unter dem Namen „Pro 15:30“. Es kam damals erstmals in der Geschichte der Fan- und Ultrakultur in Deutschland zu einem großen, überregionalen Protest. Thematisiert wurde ursprünglich die Zerstückelung des Spieltages auf vier Tage mit jeweils einer Anstoß-Zeit (Fr-Sa-So-Mo). Es wurden Vertreter der Initiative zur DFL geladen, Versprechungen gemacht und Erwartungen geweckt, die nicht eingehalten wurden. Seit über 13 Jahren finden regelmäßig Gespräche mit Verbandsvertretern statt, die Protestbanner in den Stadien sind oft besonders bei Montagsspielen der 2. Liga vielen Fernsehzuschauern bekannt. Nachdem die DFL unter anderem beim Fankongress 2012 professionelle Erklärungen zu den Hintergründen der Terminierung abgegeben hat, scheint sich in der Fanszene inzwischen etwas Resignation breit gemacht zu haben.

ProFans will dieser Entwicklung in der kommenden Saison 2014/2015 entschieden entgegenwirken. „Wir treten auf der Stelle. Die Verbände haben uns Verständnis beim Thema Anstoßzeiten entgegengebracht“, sagt ProFans-Sprecherin Sandra Schwedler und führt aus: „Verändert hat sich die Situation für uns Fans allerdings nur zum Negativen. Die Spieltagszerstückelung ist inzwischen so weit vorangeschritten, dass in der 1. und 2. Liga an vier verschiedenen Tagen zu 12 (!) verschiedenen Zeiten angepfiffen wird.“ ProFans fordert die DFL und alle Beteiligten – die für die Terminierung verantwortlich sind – auf, die Spieltagszerstückelung schrittweise wieder rückgängig zu machen.

ProFans-Sprecher Jakob Falk: „Uns ist klar, dass wir das Rad der Geschichte nicht zurückdrehen können und eine reine Fokussierung auf den Samstag um 15:30 Uhr als einzigen Spieltag utopisch ist. Realistisch erscheint uns allerdings, dass es nur eine Anstoßzeit an einem Tag gibt und vor allem die seit Jahren angesprochene 300km-Regel umgesetzt werden kann.“ Die sogenannte „300km-Regel“ fordert, dass nur zwei Vereine am Freitag, Sonntag oder Montag gegeneinander spielen sollen, deren Spielorte nicht mehr als 300km auseinander liegen. ProFans kritisiert grundsätzlich die „Englischen Wochen“ mit Spielansetzungen von Dienstag bis Donnerstag, sowie die unerträglichen „Montagsspiele“ der 2. Liga und fordert insbesondere für diese speziellen Termine die Einhaltung der 300km-Regel.

ProFans fordert die DFL auf, Fan-Interessen endlich höher oder mindestens gleichwertig zu den Interessen der medialen Vermarktung, der Vereine und weiteren beteiligten Mitsprechern zu behandeln. „Wir erwarten für die kommende Spielzeit ehrliche Erklärungen für nicht nachvollziehbare fanunfreundliche Anstoßzeiten und einen zielgerichteten Dialog mit der DFL“, betont ProFans-Sprecher Alex Schulz.

Das Bündnis ProFans wird in der kommenden Saison 2014/2015 mit speziellem Fokus auf die Spielansetzungen vor und hinter den Kulissen tätig werden. Alle Fußballfans sind dazu aufgerufen, sich unseren Aktionen anzuschließen.

Wir lassen uns unser Spiel nicht nehmen!

ProFans, im Juli 2014

ZDFzoom: Unsere Amateure – Echte Profis

Aktuell wird in Brasilien der „hochmoderne“ Profifußball zur Schau gestellt. ZDF Zoom hat vor wenigen Wochen mit der Reportage „Unsere Amatuere – echte Profis“ gezeigt, wie sehr der Amateurfußball mittlerweile gegenüber dem Profigeschäft in Bedrängnis geraten ist.

Die Doku offenbart wie speziell der DFB dieses Problem in den letzten Jahren forciert hat.

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Umzug des Stimmungszentrum Westkurve

Liebe Betze-Gänger,

unter dem Motto „Zurück zum Heimvorteil!“ startete zu Beginn der Saison das Stimmungszentrum in den 2er Blöcken. Die einzelnen Stimmungspulks unserer Westkurve sollten zusammenrücken und zu einem großen Mitmach-Zentrum verschmelzen, das dauerhaft die komplette Kurve animiert in Gesänge und Schlachtrufe einzustimmen. An dieser Stelle möchten wir allen FCK-Fans danken, die zur Umsetzung – ob aktiv oder passiv – beigetragen haben!

Wie es von unserer Vereinsführung erwartet wird, haben auch wir „aktiven Fans“ uns in den letzten Wochen und Monaten kontrovers und (selbst-) kritisch mit dem Status Quo auseinandergesetzt und die Dinge auf den Prüfstand gestellt. Im Ergebnis müssen wir beim aktuellen Ansatz des Stimmungszentrums verschiedene limitierende Faktoren feststellen, die einer positiven Entwicklung im Wege stehen. Als Faktoren sehen wir die dezentrale Stimmung, da viele supportfreudige Fans in den x.1er Blöcken „verloren“ waren und man selbst doch noch zu weit auseinander gestanden hat, aber auch die Enge in den x.2er Blöcken hat sich negativ auf die Stimmung ausgewirkt. Ein Wachstum des Stimmungszentrums war so kaum möglich. Aus diesem Grund sehen wir das Projekt in seiner bisherigen Form als gescheitert. An der Idee jedoch halten wir fest.

Auch angesichts der sportlichen Perspektive, der negativen Entwicklung von Zuschauerzahlen und der sich dadurch auftuenden Lücken, muss die Westkurve zusammenstehen. Wir möchten die Situation als Chance begreifen und zur Saison 2014/15 mit allen bis dato in den 2er Blöcken beheimateten Fangruppen einen neuen Standort schaffen, indem wir uns zentral hinter dem Tor positionieren. Hier im „alten Teil“ der Westkurve soll nicht länger über die gesamte Breite, sondern kompakt zusammen gestanden und gesungen werden! In diesem Neuanfang sehen wir eine konsequente(re) Umsetzung der Idee Stimmungszentrum Westkurve.

Am Stadionfest [26.07.2014] wollen wir euch den Umzug im Rahmen einer Stimmungsdiskussion nochmals näher erläutern und stellen uns euren Fragen und eventueller Kritik.

Wir hoffen auf euer Verständnis und bitten euch: Schließt euch an, geht den Weg mit!
Wir freuen uns auf die Zukunft! Zurück zum Heimvorteil!

Generation Luzifer 1998
Pfalz Inferno
Frenetic Youth

„Fans nicht von vornherein als Täter abstempeln“

Nach dem Vorbild anderer Traditionsvereine mit großer Anhängerschaft hat sich in Kaiserslautern die „Rot-Weiße Hilfe“ gegründet. Ihr Ziel ist es, das häufig verzerrte Bild der Fußballfans in der Öffentlichkeit gerade zu rücken und Hilfe bei juristischen Problemen im Zusammenhang mit Fußballspielen zu geben.

Kaiserslautern am 6. März 2013: Nach dem Regionalliga-Spiel des 1. FC Kaiserslautern gegen Waldhof Mannheim kesselt die Polizei auf einem Parkplatz in der Innenstadt eine Gruppe von rund 50 FCK-Fans ein. Ihnen wird Landfriedensbruch, Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung vorgeworfen – vom Verein erhalten sie umgehend Stadionverbote mit einer Dauer von bis zu zwei Jahren. Die Sichtweise der betroffenen Fans hingegen ist eine andere: Die Einsatzleitung der Polizei habe unter Ergebnisdruck gestanden, weil sie einen Monat zuvor bei den schlimmen Ausschreitungen nach dem Heimspiel gegen Dynamo Dresden versagt hatte, und sie müssten nun die Sündenböcke herhalten.

15 Monate später sind sämtliche Strafverfahren von damals eingestellt, keiner der Betroffenen wurde schuldig gesprochen. Auch die somit nicht mehr begründeten Stadionverbote sind zum größten Teil aufgehoben.

Aufgrund von Vorfällen wie diesem hat sich vor kurzem die „Rot-Weiße Hilfe Kaiserslautern“ (RWH) gegründet, die sich selbst wie folgt definiert: „Die RWH ist eine übergreifende Solidaritätsgemeinschaft zur Unterstützung von Fans des 1. FC Kaiserslautern, die aufgrund von Ereignissen bei FCK-Spielen Probleme mit der Justiz bekommen haben.“ Beratung, Prävention und Öffentlichkeitsarbeit, aber auch finanzielle Unterstützung sind die Ziele des eingetragenen Vereins.

Das große Vorbild ist die „Rot-Schwarze Hilfe“ aus Nürnberg, die als bundesweiter Vorreiter gilt und bereits 2007 gegründet wurde. Auch in München (1860), Hannover, Gelsenkirchen, Dresden, Berlin (Union & Hertha), Rostock und Köln existieren mittlerweile Fanhilfen.

„Generell nimmt die Repression rund um den Fußball immer mehr zu und die Polizei kommt in der Öffentlichkeit in den allermeisten Fällen als die Partei weg, die zweifelsfrei richtig handelt. In den Medien werden meist oberflächlich die Polizeiberichte abgetippt, viel zu selten werden die Fälle wirklich tiefgründig recherchiert. Was in der Zeitung steht entspricht aber nicht den Schikanen, die man als Fan fast jedes Wochenende miterlebt. Deshalb ist es auch in Kaiserslautern an der Zeit, sich dieser Sache anzunehmen, damit die Fans nicht immer von vornherein als ‚Täter‘ abgestempelt werden“, erklärt Vorstandsmitglied Andreas Hensel die Intention zur Gründung der Rot-Weißen Hilfe.

Erstmals an die Öffentlichkeit trat die RWH Anfang Mai, als eine rechtswidrige Maßnahme der Polizei gekippt wurde: Zum FCK-Heimspiel gegen Dynamo Dresden sollte pauschal allen Personen mit bundesweitem Stadionverbot (was ca. 3.000 Betroffenen entspricht) per Allgemeinverfügung das Betreten der Stadt Kaiserslautern untersagt werden. Das Verwaltungsgericht Neustadt/Weinstraße wies diese Allgemeinverfügung zurück und kritisierte in seinem Beschluss außerdem die allgemeine Vergabepraxis von Stadionverboten.

Ein anderes Beispiel gibt Rechtsanwalt Philipp Adam, der als einer von drei Anwälten mit der RWH zusammenarbeitet: „Hannover 96 wollte vor dem Derby in Braunschweig seine Auswärtsdauerkarten nur in Verbindung mit einer vom Verein organisierten Busfahrt aushändigen. Unterstützt durch die Fanhilfe Hannover klagten drei Fans im einstweiligen Rechtsschutz auf Herausgabe der Karten. Das Gericht stellte dabei zutreffend fest, dass die angedachte Vergabepraxis mit erzwungener Busreise rechtswidrig ist.“

Aber warum braucht es überhaupt eine Fanhilfe, wo in Kaiserslautern doch mit Fanbetreuung, Fanvertretung, Fanbeirat und Fanprojekt schon mehrere Anlaufstellen für die Anhänger existieren? Vorstandsmitglied Andreas Hensel hierzu: „Zunächst einmal ist zu sagen, dass es sicherlich positiv ist, wie sich die Fanarbeit in Kaiserslautern entwickelt hat. Im Gegensatz zu den genannten Institutionen kann die Rot-Weiße Hilfe Betroffenen finanzielle Unterstützung bei der Begleichung von Anwalts- und Gerichtskosten bieten. Wichtig ist uns hierbei auch, dass wir mit Rechtsanwälten, die Erfahrung in Rechtsfällen mit Fußballbezug, zusammen arbeiten. Dies ist für uns als Fanhilfe unerlässlich. Man kann als Laie auch keine juristischen Ratschläge geben, das wäre fatal. Am Spieltag selbst wird auch in den meisten Fällen ein Anwalt anwesend sein um direkt vor Ort Handeln zu können.“

Erreichbar sind die Ansprechpartner der Rot-Weißen Hilfe Kaiserslautern an Spieltagen per „Notfallhandy“, die Nummer für die kommende Saison wird noch bekanntgegeben. Eine eigene Homepage ist in Arbeit, außerdem werden die Informationen der RWH bei Facebook und Twitter verbreitet. Der Mitgliedsbeitrag, welcher zur Deckelung von Anwalts- und Gerichtskosten verwendet wird, beträgt 3,- Euro im Monat.

 

Quelle: DerBetzeBrennt.de

WasK geht in die sechste Runde

Unser Projekt „Wir alle sind K-Town“ geht am Samstag, den 14.06.2014 in die sechste Runde. Nachdem die ersten Veranstaltungen vermehrt von Szeneleuten besucht wurden, war bei Vol. 5 eine größere Diversität des Publikums erkennbar. Es mischten sich zahlreiche Studenten und Vertreter anderer Lautrer Subkulturen unter die anwesenden FCK-Anhänger. Auf diese Entwicklung sind wir stolz und wir möchten daran anknüpfen. Kommt am Samstag um 21:00 Uhr in den Kramladen und feiert mit uns: Für eine lebendige und vielfältige Jugendkultur! Wir alle sind K-Town!

DASDING vor Ort: „FCK Fanprojekt vor dem Aus?“

Die öffentliche Forderung der FCK Fans nach mehr Mitteln für das  Fanprojekt Kaiserslautern zog erste Medien-Aufmerksamkeit auf sich. DASDING war vor Ort und sprach nicht nur mit den Fanprojekt Mitarbeitern, sondern auch Mitgliedern der Fanszene…

Wenn es schlecht läuft, macht das Fanprojekt des 1. FC Kaiserslautern zum Ende des Jahres zu. Die Schuld geben die Macher auch der Stadt. Aufgegeben haben sie allerdings noch lange nicht.

Das Fanprojekt hat von der Koordinationsstelle für deutsche Fanprojekte kein Qualitätssiegel erhalten. Das Siegel ist aber wichtig, damit das Projekt weiter Geld bekommt. FCK Fans und die Projektmacher wollen es soweit nicht kommen lassen.

Sie fordern von der Stadt Kaiserslautern und vom Land: Mehr Geld und vor allem größere Räume. Die Räume an der Pariser Straße sind so klein, das für große Veranstaltungen gar kein Platz ist. Wir haben mit FCK Fans über das Projekt gesprochen und die Macher gefragt, wie sie das Aus verhindern wollen. Die Facebook-Seite mit allen Infos: facebook.com/fanprojektkaiserslautern

Die Dunkle Seite von Red Bull

rb_logos_neualtRB Leipzig hat mittlerweile die Lizenz für die 2. Liga erhalten. „RasenBall“ und DFL einigten sich darauf, dass der Verein in Zukunft mit einem neuen Logo auftreten werde und dass die Mitgliederstrukturen offener zu gestalten sind – diese Regelung wird als Vertrauensvorschuss seitens der DFL verkauft.

RB Leipzig wird also in Zukunft „verändert“ auftreten. Das System das jedoch hinter Red Bull steckt, bleibt das Selbe: Marketing mit allen Mitteln.

Dazu erschien bei ARD-Die Story nun eine Reportage, die das Erfolgsmodell Red Bull und seine Schattenseiten beleuchtet:

Die dunkle Seite von Red Bull – Wenn ein Getränk doch keine Flügel verleiht

Red Bull hat die Formel 1 verändert, einen Sprung aus der Stratosphäre gesponsert, Extremsportarten auf die Spitze getrieben. Doch der PR-Hype von Red Bull ist umstritten. Bei einigen Aktionen sind Sportler tödlich verunglückt. Geht Red Bull zu weit?

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